Cameron Jamie
Bodies, Faces, Heads
21.10. – 10.12.2017

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Cameron Jamie: Bodies, Faces, Heads
21.10. – 10.12.2017

Auftakt der Ausstellung: Freitag, 20.10.2017, 18–20 Uhr

Mit Bodies, Faces, Heads präsentiert der Kölnische Kunstverein die erste institutionelle Einzelausstellung von Cameron Jamie in Deutschland. Das Werk des 1969 in Los Angeles geborenen Künstlers, der heute in Paris lebt, ist über einen Zeitraum von gut 25 Jahren entstanden und von enormer medialer Vielfalt: Es umfasst Holzskulpturen, Keramiken, Zeichnungen, druckgrafische Arbeiten, Fotografien, Filme, Künstlerbücher sowie musikalische Produktionen.

Eines seiner zentralen Themen ist Identität als existenzielle Grundlage des Individuums, die durch soziale und anti-soziale Codes erzeugt wird. Jamies Blick auf randständige Realitäten und magisch-obskure Rituale, die die verdeckte Seite unserer Gesellschaft verkörpern, ist analytisch und immersiv zugleich: Jamie ist teils selbst geprägt von den Subkulturen, die er künstlerisch transformiert. Dabei ist sein Schaffensprozess alles andere als wissenschaftlich oder kühl kalkuliert – Jamie folgt einer spontanen, psychologisch inspirierten Formfindung, deren Ergebnis zutiefst persönlich ist und zugleich eine archaische, urtümliche Atmosphäre freisetzt. Statt um konkrete Bedeutungszusammenhänge geht es um Zustände des Seins und des Bewusstseins.

Im Kölnischen Kunstverein werden fünf Werkgruppen von 2008 bis 2017 vorgestellt, die das Thema Körper und Natur umkreisen. Die Gruppe Smiling Disease (2008) besteht aus großformatigen Holzmasken, wie sie in der österreichischen Alpenregion Bad Gastein Tradition sind – Jamie fertigte sie gemeinsam mit einem professionellen Holzschnitzer an, der seine Zeichnungen re-interpretierte und ihnen einen groteskes, deformiertes Antlitz verlieh. Im zweiten Raum sind Keramiken der auf Metallsockeln ausgestellt: vom Künstler handgearbeitete, geisterhafte Körper, die im dritten Raum mit organisch fließenden Sockelformen verwachsen. Die direkte, kraftvolle Bearbeitung des Tons, die pulsierende Formenvielfalt der Figuren und die aufwändigen Glasuren lassen die Figuren wie fremde Wesen im Raum ein Eigenleben führen.

An den Wänden hängen eine Serie von Keramikmasken, die sich mit ihrer Innenseite als eigentümliche, hohle Gesichter präsentieren, sowie Monotypien, die eine Vielfalt von floralen und figürlichen Assoziationen auslösen. Jede Papierarbeit ist ein Unikat und birgt mehrere Schichten von Zeichnungen und Farben – ein Merkmal, das Jamies Schaffensprozess generell widerspiegelt: Ausradieren, Überschreiben, Zerstören und Wiederansetzen sind elementare Grundzüge, der jeder seiner Arbeiten innewohnen.

Cameron Jamie hatte u.a. Einzelausstellungen in der Kunsthalle Zürich in Zürich (2013), im Hammer Museum in Los Angeles (2010), im Musée des Beaux-Arts in Nantes (2009) sowie im Walker Art Center in Minneapolis (2006). Darüber hinaus war er an Gruppenausstellungen, wie “The Absent Museum” Wiels – Centre d’Art Contemporain in Brüssel (2017), der Biennale von Lyon (2015), der Berlin Biennale (2010 und 2008) sowie der Biennale von Venedig (2005) beteiligt. Im Kölnischen Kunstverein wurden Werke des Amerikaners erstmals im Rahmen der Ausstellung “Keine Donau: Cameron Jamie, Peter Kogler, Kurt Kren” präsentiert (2006). Ab dem 17. November zeigt er eine Einzelausstellung in dem Düsseldorfer Projektraum CAPRI.

Gefördert vom

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Das Ausstellungsprojekt wird mit großem Engagement begleitet und unterstützt von
Andra Lauffs-Wegner & KAT_A

Motiv: Cameron Jamie, Untitled, 2017, 111 x 86 cm, Courtesy Two Palms, New York
Foto: David Regen

Aus- & Vortragen
Oktober—November 2017

Aus- und Vortragen Veranstaltungen Oktober - November 2017

 

MI 25.10., 19 Uhr Installation und Künstlergespräch von und mit Matthias Sohr
MI 08.11., 19 Uhr Vortrag des Künstlers Jonathan Monk
MI 15.11., 19 Uhr Vortrag des Künstlers Thomas Wachholz
MI 29.11., 19 Uhr ‘Merchants Freely Enter’ Screening und Künstlergespräch mit Ani Schulze

Eintritt 4,00 €, ermäßigt 2,00 €, für Mitglieder frei

 

Mit freundlicher Unterstützung von
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OG OPEN 2017
10.09.2017

Monopol-Wissel
10.9.2017
12 – 18 Uhr

Der Kölnische Kunstverein freut sich, anlässlich der DC Open 2017 sowie parallel zu den Offenen Ateliers der Stadt Köln seine Stipendiaten präsentieren zu können.

Am 10. September werden in der Zeit von 12 bis 18 Uhr die folgenden Künstler im Rahmen von zehn kleinen Einzelausstellung vorgestellt:

Albrecht Fuchs, Erika Hock, Jan Hoeft, Cameron Jamie, Stefanie Klingemann, Alwin Lay, Peter Miller, Ralph Schuster, Thomas Wachholz und Alex Wissel

Der Eintritt ist frei. Es werden kalte und warme Getränke sowie Snacks gereicht.

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Aus- & Vortragen
Performatives Künstlergespräch zwischen Mary-Audrey Ramirez und Vince Tillotson,
Mittwoch, 17.5., 19 Uhr

Mary Audrey Ramirez - PinkelPelikan 2016 Foto Julie Wieland 72dpi
Mittwoch,17.05., 19 Uhr
Performatives Künstlergespräch zwischen Mary-Audrey Ramirez und Vince Tillotson

Bitte beachten Sie, das die Veranstaltung gefilmt wird.
Eintritt 4,00 € / ermäßigt 2,00 €, für Mitglieder frei.

Mit freundlicher Unterstützung durch:
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Motiv: Mary-Audrey Ramirez, PinkelPelikan, 2016 (Photo: Julie Wieland)

Aus- & Vortragen
Künstlergespräch zwischen Eva Kotátková und Noemi Smolik (in englischer Sprache),
Mittwoch, 24.5., 19 Uhr

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Mittwoch, 24.05., 19 Uhr
Künstlergespräch zwischen Eva Kotátková und Noemi Smolik (in englischer Sprache) mit Screening

The Judicial Murder of Jakob Mohr (CZ, 2016, Czech with English subtitles, 63 min) recounts the story of the psychiatric patient and artist Jakob Mohr, who was convinced that his actions were being controlled by his doctor with the aid of a mysterious machine. Mohr depicted this machine in many of his drawings as a wooden box that transmitted beams or waves that passed through his body and took control of him. The drawing Justizmord (Judicial Murder) from 1909–1910 is of a trial depicted from self-contradictory perspectives. The victimised Mohr appears in the role of the accused and his doctor is shown to be an eavesdropper and manipulator influencing the machine and the institution of the court. Mohr identifies many disguised patients and doctors who support his theory of the monstrous conspiracy against him. The drawing becomes the scene for a staged session of the court where Mohr is presented as artist, patient and criminal and in which not only his visions but also other motifs and figures associated with art brut lay claim to their own right to exist. Mohr offers us a report on the details of the legal trial that takes place in his head and into which fragments appear from the outside world of his medical records, criminal records, and an analysis of his drawing from the point of view of its aesthetic qualities.

The film and performance were created and produced in collaboration with Are | are-events.org and supported by the Czech-German Fund for the Future, the City of Prague, the Ministry of Culture of the Czech Republic and its Culture Fund, and PLATO – platform (for contemporary art) Ostrava / City Gallery Ostrava and Trojhalí Karolina, association of legal entities.

Bitte beachten Sie, das die Veranstaltung gefilmt wird.
Eintritt 4,00 € / ermäßigt 2,00 €, für Mitglieder frei.

Mit freundlicher Unterstützung durch:
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Aus- & Vortragen
Vortrag des Künstlers Honza Zamojski (in englischer Sprache),
Mittwoch, 7.6., 19 Uhr

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Mittwoch, 07.06., 19 Uhr
Vortrag des Künstlers Honza Zamojski (in englischer Sprache)

Bitte beachten Sie, das die Veranstaltung gefilmt wird.
Eintritt 4,00 € / ermäßigt 2,00 €, für Mitglieder frei.

Mit freundlicher Unterstützung durch:
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