Aus- & Vortragen
Merchants Freely Enter Screening und Künstlergespräch mit Ani Schulze

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Mittwoch, 29.11.2017, 19 Uhr
Merchants Freely Enter Screening und Künstlergespräch mit Ani Schulze

Die Künstlerin Ani Schulze (*1982) erschafft in ihren Installationen, Filmen oder Zeichnungen visuelle Welten, in denen Geschichte und Geschichten nicht konventionell erzählt, sondern in traumartigen Bildern umkreist werden. Beispielsweise werden verlassene Architekturen oder kultivierte Landschaften mittels einer Kamera abgetastet, die sich dann in ihren Filmen in Form von rhythmischen Sequenzen langsam erschließen. Anhand der gezeigten Orte erkundet Schulze die (gescheiterten) Utopien der Moderne wie auch das Verhältnis von Mensch zur Natur. Vergangene und aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen untersucht sie anhand von neuester Medientechnik, wie beispielsweise Drohnen, und visuellen Formeln und Bildtraditionen, wie etwa der Landschaftsmalerei oder dem Comic.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe AUS- & VORTRAGEN zeigt Ani Schulze die Arbeit Aerial Vortices (2015) und ihren neuesten Film Merchants Freely Enter (2017), der während ihrer Künstler-Residenz auf Schloss Ringenberg entstand. In diesem Kontext spricht sie über Gravitation, Vogelperspektiven, Camouflage, Robobirds, Picknicks, Kornfelder und Überwachungs-Panoramen.

Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltung gefilmt wird.
Eintritt 4,00 € / ermäßigt 2,00 €, für Mitglieder frei.

Mit freundlicher Unterstützung von:
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Motiv: Ani Schulze, Finding the fawn, 50 x 30 cm, Papiercollage, Courtesy the artist
© Ani Schulze

Aus- & Vortragen
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Vortrag des Künstlers Thomas Wachholz

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Mittwoch, 15.11.2017, 19 Uhr
high-density Vortrag des Künstlers Thomas Wachholz

Thomas Wachholz (* 1984, lebt und arbeitet Köln) untersucht in seinen formal reduzierten Werken die Rahmenbedingungen industrieller, handwerklicher und künstlerischer Produktion. Seine Arbeiten sind somit von konzeptuellen Gedanken durchdrungen und betonen dabei insbesondere die Bedeutung und Notwendigkeit von persönlicher Entscheidung und sozialer Interaktion. Die Praxis von Wachholz erinnert an die effiziente Strukturierung alltäglicher Arbeiten, deren Funktionalität und Monotonie ihn fasziniert. Für jede seiner Werkgruppen legt er einen Regelapparat fest, der Prozesse beschreibt, innerhalb derer Materialien, Substanzen oder auch Akteure miteinander reagieren. Beispielsweise reibt er die Farbe eines bedruckten Banners ab, erzeugt eine Zeichnung mittels Streichholz-Zündungen oder lässt von einem Plakateur ein Billboard kontinuierlich neu bekleben. Auch wenn die linearen Herstellungsprozesse unromantisch anmuten, liegt gerade in ihnen die Poesie der Arbeiten. In ihrem Verlauf gibt es kein Zurück – allerdings lotet Wachholz die Freiräume innerhalb der eigens auferlegten Rahmenbedingungen aus. Auf diese Weise zieht das Subjektive in die Arbeiten ein und wird in Details und Nuancen wahrnehmbar.

Thomas Wachholz führt im Rahmen der Veranstaltung in seine Praxis ein und zeigt darüber hinaus eine eigens für den Kölnischen Kunstverein realisierte Installation, die in Zusammenarbeit mit Juliane Duft entwickelt wurde.

Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltung gefilmt wird.
Eintritt 4,00 € / ermäßigt 2,00 €, für Mitglieder frei.

Mit freundlicher Unterstützung von:
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Foto: Thomas Wachholz, Filmstill aus CMYK, 2012, 02:03 min; © Thomas Wachholz

Programm 2017

Veranstaltung: Installation und Künstlergespräch von und mit Matthias Sohr, 25.10.2017
Veranstaltung: Vortrag des Künstlers Jonathan Monk, 8.11.2017
Veranstaltung: 50 Jahre Kölner Architekturpreis (kap) 2017, 23.-27.9.2017
Veranstaltung: OG Open2017 , 1.7. – 10.9.2017
Ausstellung: Sam Anderson: Big Bird , 1.7. – 10.9.2017
Ausstellung: Danny McDonald: The Beads & Other Objects , 27.4. – 11.6.2017
Ausstellung: Avery Singer: Sailor, 27.4. – 11.6.2017
Veranstaltung: Vortrag des Künstlers Honza Zamojski, 7.7.2017
Veranstaltung: Künstlergespräch zwischen Eva Kotátková und Noemi Smolik, 24.5.2017
Veranstaltung: Performatives Künstlergespräch zwischen Mary-Audrey Ramirez und Vince Tillotson,17.5.2017
Veranstaltung: Screening: Rheingold. Eine aktuelle Arbeitsfassung von Jan Bonny & Alex Wissel, 27.4.2017
Veranstaltung: Vortrag des Künstlers Michael Sailstorfer, 15.3.2017
Veranstaltung: Performance des Künstlers Timo Seber, 8.3.2017
Veranstaltung: “Show personality not personal items” eine Performance von Nora Turato (in englischer Sprache), in Kooperation mit dem Neuen Aachener Kunstverein, 22.2.2017
Veranstaltung: Künstlergespräch mit Kapser Bosmans (in englischer Sprache), 15.2.2017
Ausstellung: Leidy Churchman: Free Delivery, 11.2.-26.3.2017
Ausstellung: ars viva 2017 – Jan Paul Evers, Leon Kahane & Jumana Manna, 11.2.-26.3.2017
Veranstaltung: Künstlergespräch mit Jan Paul Evers, Leon Kahane, Jumana Manna & Gesine Borcherdt, 8.2.2017
Veranstaltung: Buchpräsentation des Künstlers Jan Hoeft, 25.1.2017

Aus- & Vortragen
Vortrag des Künstlers Jonathan Monk

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Mittwoch, 08.11.2017, 19 Uhr
One Year Vortrag des Künstlers Jonathan Monk

Jonathan Monk (* 1969 in Leicester) wurde durch die Aneignung und Umformungen von Werken der Minimal und Conceptual Art oder auch der Postmoderne bekannt. Seit den Anfängen seines künstlerischen Schaffens, das mittlerweile zum festen Bestandteil der internationalen Szene zählt, zeichnen sich die Arbeiten durch einen analytischen Scharfsinn aus, der zumeist durch humorvolle Töne gebrochen wird. Dabei untersucht er in seinen Wandarbeiten, Zeichnungen, Skulpturen, Fotografien und Filmen den Begriff des Originals genauso wie den in der Kunstwelt vorherrschenden Personenkult oder die Aspekte Hommage sowie Referentialität. Stets verbindet sich mit den Werken von Monk die Zielsetzung, den Zitierten in respektvoller Weise Tribut zu zollen, wobei er deren Praxen genauso entmystifiziert. Immer wieder zeigt er in den Lücken, die seine Neuschreibungen, Umformungen und Verschiebungen aufmachen, auch das Persönliche als Motor der künstlerischen Produktion.

Im Rahmen seines Vortrags One Year referiert der Brite über sein Werk, wobei ein besonderer Fokus auf die Produktionen der vergangenen zwölf Monate gelegt wird.

Der Vortrag findet in englischer Sprache statt. Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltung gefilmt wird.
Eintritt 4,00 € / ermäßigt 2,00 €, für Mitglieder frei.

In Kooperation mit Mélange:
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Mit freundlicher Unterstützung durch:
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Foto: Jonathan Monk

Aus- & Vortragen
Installation und Künstlergespräch von und mit Matthias Sohr

Aus- und Vortragen. Matthias Sohr

Mittwoch, 25.10.2017, 19 Uhr
Installation und Künstlergespräch von und mit Matthias Sohr

Matthias Sohr (* 1980) eignet sich Objekte und Zeichen aus Zwischenräumen des Alltags an, die oftmals übersehen werden. Treppenlifte, Stützgriffe, Leiterplatten und Sprache befreit er in seinen Installationen von ihrer eigentlichen Funktionalität, sodass sie sich ohne den Bezug zum menschlichen Körper als technisch kühl und “unheimlich” autonom zeigen. Ihre Formen wirken im Kontext eines Kunstraums ästhetisch reduziert, vielleicht sogar elegant. Da die Objekte auf ihren Umraum verweisen, liefern sie formal Referenzen an die Minimal Art. Als postminimalistische Setzungen werfen sie allerdings Schatten zurück auf die Orte ihres Gebrauchs. Die Beziehung von Objekt und Betrachter, menschlichem Körper und Technologie erhält mit ihrer psychologischen, emotionalen Dimension eine neue Erfahrbarkeit.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Aus- und Vortragen, die kuratorisch von Juliane Duft betreut wird, führt Matthias Sohr durch seine Installation.

Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltung gefilmt wird. Zudem möchten wie Sie darauf hinweisen, dass das Haus nicht barrierefrei ist. Lassen Sie uns insofern vorab wissen, ob wir Sie beim Besuch der Veranstaltung begleiten dürfen.

Eintritt 4,00 € / ermäßigt 2,00 €, für Mitglieder frei.

Mit freundlicher Unterstützung durch:
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Ferner wird diese Veranstaltung unterstützt von:
Lifta

Motiv: Matthias Sohr, Generational 2016, Courtesy der Künstler und ACUD gallery, Berlin
Foto: Eric Bell

50 Jahre Kölner Architekturpreis (kap) 2017

KAP-2017

2017 feiert der Kölner Architekturpreis sein 50-jähriges Bestehen und wird zum dreizehnten Mal verliehen. Der kap gehört damit zu den ältesten deutschen Architekturpreisen. Er wird für vorbildliche Bauwerke (Neubau, Umbau, Ausbau), städtebauliche Anlagen, Freianlagen und Interventionen im öffentlichen Raum in Köln und Umgebung verliehen. Diese finden sich nicht nur bei den prominenten Projekten, sondern in gleicher Weise bei den alltäglichen Bauaufgaben, die das Gesicht unserer Städte und Landschaften prägen. Sowohl die Leistung der beteiligten Planern/innen als auch der verantwortungsvolle Part der Bauherren/innen wird gewürdigt. Die Auszeichnung soll dazu beitragen, das öffentliche Bewusstsein für Baukultur zu schärfen und die kulturelle Relevanz des Planens und Bauens zu verdeutlichen.

Erstmals wurde der Kölner Architekturpreis 1967 vergeben. In jenem Jahr konnten sich Architekten und ihre Bauherren mit Gebäuden aus der Zeit des Wiederaufbaus, also seit 1945 bewerben. Seitdem umfaßt der Bewerbungszeitraum drei bis fünf Jahre.

In der jüngeren Vergangenheit konnten ausgezeichnete Bauwerke Qualitätsmaßstäbe in der zeitgenössischen Architektur Kölns sowie weit über die Stadtgrenzen hinaus setzen. Genannt sei hier Kolumba, das von Peter Zumthor fertiggestellte Kunstmuseum des Erzbistums Köln. Es wurde nachfolgend mit dem BDA-Architekturpreis Nordrhein-Westfalen und der Großen Nike des BDA-Bundesverbands ausgezeichnet.

Eine Besonderheit des kap ist sein Teilnehmerkreis. Auch Planer anderer Professionen können Arbeiten einreichen – selbst ausserhalb der Architektenschaft.

Der Kölner Architekturpreis wird getragen vom BDA Köln, dem Kölnischen Kunstverein, dem Deutschen Werkbund NW sowie dem Architektur Forum Rheinland..

Für den kap 2017 hat die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker die Schirmherrschaft übernommen.

Zur Ausstellung aller Arbeiten möchten wir Sie herzlich einladen.
23. – 27. 09. 2017 täglich von 11-18 Uhr, Eintritt frei.
im Kölnischen Kunstverein
Hahnenstr. 6
50667 Köln

www.koelnerarchitekturpreis.de

Aus- & Vortragen
Oktober—November 2017

Aus- und Vortragen Veranstaltungen Oktober - November 2017

 

MI 25.10., 19 Uhr Installation und Künstlergespräch von und mit Matthias Sohr
MI 08.11., 19 Uhr Vortrag des Künstlers Jonathan Monk
MI 15.11., 19 Uhr Vortrag des Künstlers
MI 29.11., 19 Uhr ‘Merchants Freely Enter’ Screening und Künstlergespräch mit Ani Schulze

Eintritt 4,00 €, ermäßigt 2,00 €, für Mitglieder frei

 

Mit freundlicher Unterstützung von
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Sam Anderson:
Big Bird
1.7. – 10.9.2017

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Sam Anderson: Big Bird
1.7. – 10.9.2017

Die 1982 in Los Angeles geborene Künstlerin Sam Anderson hat in der jüngeren Vergangenheit ein Werk entwickelt, anhand dessen sie – ausgehend von ihrer eigenen Biographie und den Geschichten ihres sozialen Umfeldes – die existenziellen Bedingungen des menschlichen Lebens erforscht. Der Schwerpunkt ihrer Praxis liegt auf Skulpturen und Installationen, wobei sie in regelmäßigen Abständen ebenfalls Filme realisiert. Dabei reichen die Arbeiten der mittlerweile in New York lebenden Künstlerin von narrativen Bildschöpfungen, bis hin zu nur schwerlich lesbaren und daher abstrakt anmutenden Formulierungen. So treffen in dem Schaffen von Anderson aus Epoxid-Ton geformte Figuren, wie etwa ein kniendes Mädchen, ein Reiter oder eine Fischerin, auf ephemere Materialcollagen, für die sie unterschiedliche, teilweise vorgefundene Stoffe und Objekte, wie Puzzleteile, Federn, Hölzer, Blumen oder Gräser, als Grundlage nutzt und diese nach bestimmten, aber nicht immer ergründbaren Kriterien strukturiert. Zwischen diesen beiden Extrema – den eindeutig auf Narration angelegten Plastiken und den kaum deutbaren Arrangements – sind Skelette von Tieren anzusiedeln, die ebenfalls zu ihrem Repertoire gehören und eine andere Dimension der Realität in ihr Schaffen übertragen.

Unabhängig von der formalen Erscheinung der Skulpturen muss dem Verhältnis der Objekte zum Raum eine besondere Bedeutung beigemessen werden. Die Arbeiten sind darauf angelegt mit Proportionen zu spielen, wobei die umgebende Architektur als Maßstab fungiert. In diesem Zusammenhang erfährt jegliche Form von Monumentalität eine Negation, was nicht zuletzt auch durch die Fragilität vieler Werke unterstrichen wird. Für den Rezipienten bedeutet dieser Umstand eine kontinuierliche Vogelperspektive auf die Arbeiten, die Anderson in ihren Präsentationen zu komplexen Installationen verbindet. Durch das Zusammenspiel der Werke verhalten sich die Präsentationen der Amerikanerin wie inszenierte Landschaften. Gerade durch die Kombination und Verquickung der verschiedenartigen Werke evoziert sie besondere Wechselwirkungen und Spannungsverhältnisse, die den Arbeiten und Arrangements Leben einhauchen und einen erheblichen Anteil an ihrer faszinierenden Wirkung haben. Die Künstlerin erschafft Szenarien, die nicht nur genauso lebensnah wie lebensfremd erscheinen, sondern auch eine Erweiterung des Möglichkeitsspektrums der Skulptur bedeuten.

Ein ähnliches Potenzial verbindet sich ebenfalls mit dem Filmen von Anderson, die erneut die Auseinandersetzung mit den Techniken der Collage erkennen lassen und für die sie eigene oder gefundene Aufnahmen, untermalt von Musik und Sprache, zu neuen Erzählungen zusammenfügt. Auch in diesen Werken werden traumartige Szenarien entworfen, die allerdings, im Gegensatz zu den Skulpturen und Installationen, noch wesentlich stärker im Hier und Jetzt verankert sind.

Die Einmaligkeit ihres Schaffens hat Anderson in den letzten Jahren ein beachtliches Renommee eingebracht, sodass sie bereits einige wichtige Ausstellungsbeteiligungen verzeichnen kann. So hatte die Künstlerin Einzelpräsentationen im Rowhouse Project in Baltimore (2016), bei Tanya Leighton in Berlin (2015), bei Mother´s Tankstation in Dublin (2015), bei Between Arrival and Departure in Düsseldorf (2015) sowie bei Off Vendome in Düsseldorf (2014). Darüber hinaus war sie an Gruppenausstellungen, wie „ICHTS“ im Dortmunder Kunstverein (2016) oder „Greater New York“ im MoMA PS1 (2015) beteiligt.

Für den Kölnischen Kunstverein hat Anderson eine komplexe Werkschau konzipiert, die sowohl ältere als auch neue Arbeiten umfasst, um auf diese Weise einen weiterreichenden Einblick in ihre Praxis zu ermöglichen. Neben der zentralen Ausstellungshalle sowie dem Kino werden ebenfalls die angrenzenden Kabinette des Kölnischen Kunstvereins genutzt, sodass ein Parcours durch die unterschiedlichen Erzählungen und Formulierungen von Sam Anderson möglich wird.

Anlässlich der Ausstellung, die in Kooperation mit dem SculptureCenter in New York ausgerichtet wird, erscheint der erste Katalog der Künstlerin sowie eine unikatäre Edition.

Das Projekt wird von der Kunststiftung NRW sowie von der Leinemann Stiftung gefördert.