Aycock: Projekt für drei Betonkammern mit unterirdischem Tunnelzug, 1975 / 84

Alice Aycock: Projekt für drei Betonkammern mit unterirdischem Tunnelzug, 1975 / 84

Offset auf Pergament
54 x 88 cm
Auflage: 80
Signiert, datiert, nummeriert
€ 300,- (exkl. Rahmen)

Die vorliegende Konstruktionszeichnung auf Pergament stellt einen nicht realisierten Entwurf für drei untertunnelte Betonkammern dar. Wie übereinander getapelte Scheiben besitzen sie einen starken plastischen Charakter. Zugleich stellen sie Funktionsräume in einem tautologischen Sinne dar: Sie sind Eingänge, die wiederum zu anderen Eingängen führen. Damit hat Aycock ein Monument entworfen, das die Funktionsweise vieler Systeme, wie sie das Leben im Zeitalter der Postmoderne beherrschen, repräsentiert.

Bevor Alice Aycock sich dafür entschied, eine künstlerische Laufbahn einzuschlagen, hatte sie Systemtheorie studiert und ihre Abschlussarbeit dem amerikanischen Autobahnnetz gewidmet. Dieser Einfluss hat in ihrem gesamten Werk deutliche Spuren hinterlassen: Aycocks semi-architektonische Arbeiten, die nicht nur Konstruktionszeichnungen, sondern auch komplexe, häufig großformatige Modelle umfassen, beschäftigen sich mit der Interaktion von Struktur, Ort, Material und den psycho- und physiologischen Reaktionen des Betrachters. In ihren Kunstwerken und Texten legt sie bewusst widersprüchliche Spuren, die den Rezipienten zu einer intensiveren Auseinandersetzung und Hinterfragung ihrer Arbeiten anregen sollen.

Die 1946 in Harrisburg geborene und heute in New York lebende Alice Aycock ist mit ihren Arbeiten unter anderem im MoMA, im San Francisco Art Institute und im Museum of Contemporary Art in Chicago vertreten.



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