David: Untitled (A table-friendly How Do You Love Dzzzzt by Mammy?), 2009/2019

Enrico David_2019.12.05_Koelnischer-Kunstverein_17.web

Enrico David: Untitled (A table-friendly How Do You Love Dzzzzt by Mammy?), 2009/2019

Zweiteilige Box mit Deckel und Boden, 17,1 cm (Breite) x 32,1 cm (Höhe) x 3 cm (Tiefe)
Inklusive:
2 x faltbare Spielbretter, ausgeklappt 30 x 30 cm, Stoffscharnier
2 x Klappspielbretter mit 2 Scharnieren, ausgeklappt 30 x 45 cm, Stoffscharniere
2 x Eggman 20 cm hoch, Stanzkarte mit Stützbasis
Alle Elemente: Gemini Olympic Karton, Indigodruck, Glanzkaschierung
Auflage: 20 + 5 AP
signiert, nummeriert, datiert
EUR 1.100

2019.12.05_Koelnischer-Kunstverein_19.web

Seine in der Ausstellung “Maskulinitäten” im Erdgeschoss des Kunstvereins gezeigte Arbeit HOW DO YOU LOVE DZZZZT BY MAMMY (2009) überführt Enrico David in ein Brettspiel, das für jeden anwendbar wird. Eine Reihe von Fotografien – Aufnahmen von Kindern aus einer Spielzeugwerbung (einer davon ist der Künstler selbst) und Männermodels – wird zwei schwingenden Eiermännern gegenübergestellt. Das Ei – Symbol für Fruchtbarkeit und Reproduktion – erinnert an Stehaufmännchen, ein Kinderspielzeug, adaptiert aus dem Wiener Jugendstil der 1910er Jahre. Einige der Fotografien entstammen einem schwulen Versandkatalog. Die Künstlichkeit der Haltungen und der zähnefletschende Gesichtsausdruck des Models stehen exemplarisch für das Ultimative eines schwulen Selbstverständnisses – dabei ist die eigene Sexualität für Enrico David „eine weitere Verwicklung einer ohnehin schon problematischen Identität“. Eine Unsicherheit, die sich hier im Schaukelmechanismus der Eiermänner manifestiert. Enrico Davids diversen Techniken (Skulptur, Textil, Graphik, Gemälde, Installation) treffen sich in dem Sujet des menschlichen Körpers – manifestiert durch traditionelle Handwerkskunst und industrielles Design.

Enrico Davids (*1966 in Ancona, lebt in London) Einzelausstellungen umfassen u.a. Hirschhorn Museum und Sculpture Garden in Washington (2019, 2018), Museum of Contemporary Art in Chicago (2018), Sharjah Art Foundation (2016), New Museum in New York (2014), Museum für Gegenwartskunst in Basel (2009), Stedelijk Museum in Amsterdam (2007) und in der Tate Britain in London (2005). Seine Arbeiten waren Teil der Venedig Biennale (2019, 2013, 2003) und der Biennale in Rennes (2018). Zuletzt war er in der Ausstellung “Maskulinitäten. Eine Kooperation von Bonner Kunstverein, Kölnischem Kunstverein und Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf” im Kölnischen Kunstverein vertreten (2019).


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