Prina: He was but a bad translation. (Parkettschoner), 2011

Stephen Prina: He was but a bad translation. (Parkettschoner), 2011

Weißbuche, Kunstleder, Fotografie
2-teilig: Holz: 105 x 10,5 x 1,4 cm
Motiv: 40 x 30 cm, Rahmen: 55,9 x 45 cm
Auflage: 11 + 3 AP
Exklusiv für den Kölnischen Kunstverein
Signiert, datiert, nummeriert
€ 1.300,- zzgl. Rahmenkosten

Während den Vorbereitungen zu der Performance The Way He Always Wanted It VIII, die Prina in seiner Einzelausstellung He was but a bad translation. im Kölnischen Kunstverein im Sommer 2011 realisierte, entdeckte er den alten Parkettschoner für das Cello eines beteiligten Musikers – ein ästhetisches Objekt, das dem Uneingeweihten nicht sofort seine Funktion offenbart. Seine zweiteilige Edition besteht aus der Fotografie dieses Parkettschoners mit klaren Gebrauchsspuren, und einer Replik des Objekts, die wie das Original in Weißbuchenholz gefertigt wurde. Die Spontaneität, mit der Prina Details einer Arbeit in andere Kontexte und Medien übersetzt oder sich Zufälligkeiten aneignet und diese zu einer neuen Werkreihe weiterentwickelt, ist typisch für seine transdisziplinäre Arbeitsweise. Für den Künstler sind hier aber nicht nur die Form oder die konzeptuelle Analyse des Gegenstandes wichtig, sondern vor allem die Abnutzungsspuren des Originals, seine Haptik und sein Bezug zum Alltag, als Elemente, die dem Objekt Bedeutung verleihen. Prina versteht seine Arbeit als einen wichtigen Teil der Realität und moderne Kunst als Austausch zwischen Ästhetik und Alltag. Gerade Alltagsobjekte wie Jalousien, Manschettenknöpfe oder den Parkettschoner lädt er durch seine Präsentationsweisen auratisch auf.

Der international renommierte, amerikanische Konzeptkünstler und Musiker Stephen Prina beschäftigt sich in seiner Arbeit vorwiegend mit Übersetzungsprozessen zwischen verschiedenen künstlerischen Disziplinen, zwischen High-and-Low und bezieht sowohl Malerei und Skulptur als auch Musik, Architektur und Film in seine Arbeiten mit ein. Oft verweist er auf spezielle Künstler, Architekten oder Komponisten der Moderne und entwickelt deren Werke in eigenen Arbeiten weiter.

Stephen Prina, geboren 1954 in Galesburg, Illinois, USA, lebt und arbeitet in Los Angeles und Cambridge, Massachusetts, USA. Im Sommer 2011 hatte Prina eine Einzelausstellung im Kölnischen Kunstverein. Weitere Einzelausstellungen präsentierte er in der Secession in Wien (2011), der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden (2008), im Frankfurter Kunstverein (2000) und bei den Galerien Gisela Capitain, Köln und Friedrich Petzel, New York. Prina ist neben seiner künstlerischen Tätigkeit Professor für Visual und Environmental Studies an der Harvard Universität, Boston.


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