Breuer: Chinese Dragon, 2010

Wolfgang Breuer: Chinese Dragon, 2010

Toner auf Farbkopie
29 x 21,7 cm
Unikat, gerahmt
€ 1.500,-

Wie viele andere, schaue ich bei mir und in meiner näheren Umgebung, was vermutlich popkulturell aufgehoben ist. Oder darüber erinnert wird.(1) Für diese Bilder hier habe ich Kopien gemacht, von fertigen Photos oder von anderen Bildern.
Also Sachen, wo eigentlich nichts mehr dazu muß.
Kurz bevor die Kopien fertig sind, habe ich mit Toner gemalt.
Das Format habe ich durch Flecken in die Ecken des Bildes stumpf gemalt, damit in der Mitte des Bildes die Verhältnisse ablesbar werden.
Damit steht das Bild auch ein wenig in der Fassfabrik, überall ist es gleich.(2) Was ist das? Es wird nur größer.
Dann drei bis vier sehr große Quadrate in die Bildmitte. Die unterschiedlichen Restfächen zum Rand stellen das Bild nun endgültig in die Fassfabrik, die Rückseite des Bildes von der Vorderseite aus bemalen. Die Vorderseite von der Rückseite aus. Verkürzt sind es vier gedachte Linien. Aus jeder Bildecke eine in Richtung Bildfäche. Für eine Figur, ach ja, ungefähr 45 Grad von den unteren Ecken, dabei die links unten erst zur Mitte hin anfangen und 15 Grad die links oben und 30 Grad rechts oben. Für ein Bild vertausche ich, wie viele andere, diese Linien. Dort wird dann oft mit den wirklich gemalten Linien aufgehört oder angefangen. Das ist möglicherweise West Coast New Wave.
Auch andere Linienanfänge und -enden male ich, wie viele andere, mit zu großem Pinsel, und wie diese, kleine srt (3), wo die Linie dann für sich selbst, also figürlich aufhört.
Wolfgang Breuer

Anmerkungen
(1) Klein, Gabriele; Friedrich, Malte: Is this real? Die Kultur des HipHop. Berlin: Suhrkamp, 2003.
(2) »B« Gespräche mit Martin Kippenberger. Ostfildern: Cantz, 1994. S. 69-70.
(3) Über Seghers Sachen hat Michael Krebber gesprochen.
Daraufhin habe ich diesen Text gelesen: van Leusden, Willem: The Etchings of Hercules Seghers and the Problem of his Graphic Technique. Utrecht: A.W. Bruna & Zoon, 1961. S. 14.


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