Führung durch die Ausstellung Eine Stadt als Atelier mit Valérie Knoll und Fabian Flückiger, Co-Kurator:innen der Ausstellung. Der Eintritt zu den Ausstellungen, Veranstaltungen und Führungen ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Am letzten Ausstellungstag von Eine Stadt als Atelier findet eine Filmvorführung im Kino des Kölnischen Kunstvereins, Kino 813 in der BRÜCKE, statt, die in Kooperation mit dem Filmclub 813 veranstaltet wird:
Eine Stadt als Atelier / 813-Sommerabschlusswochenende
DER START
LE DÉPART
Belgien 1967, 92 Min., DF, s/w, 35mm
Regie Jerzy Skolimowski
Buch Andrzej Kostenko, Jerzy Skolimowski
Kamera Willy Kurant Musik Krzysztof Komeda
mit Jean-Pierre Léaud, Catherine Duport, Jacqueline Bir, Paul Roland
»Marc steht Tag für Tag im Friseursalon und schneidet fremden Menschen die Haare. Seine Leidenschaft gehört jedoch schnellen Autos. Heimlich trainiert er mit dem ›geliehenen‹ Porsche seines Chefs, sein Ziel ist die Teilnahme an einem Autorennen. Als der Wagen ausgerechnet am Tag des Rennens nicht zur Verfügung steht, muss kurzfristig für Ersatz gesorgt werden. Es kommt zu einer wilden Jagd durch ein nächtliches Brüssel, das man so noch nicht gesehen hat. Krzysztof Komedas Musik peitscht das Geschehen voran und treibt Marc durch bizarre Abenteuer.«
(Claus Löser, Zeughauskino)
»Nicht weniger als ein Schlüsselwerk des modernen Kinos. Ein belgischer Film eines polnischen Regisseurs, der mehr Nouvelle Vague ist als noch fast alles von Godard, Truffaut und Co. Wer wissen möchte, wie sich die ›Swinging Sixties‹, falls es sie denn jemals gegeben haben sollte, angefühlt haben, der schaue sich Skolimowskis Meisterwerk an.«
(Lukas Foerster, Perlentaucher)
Finanziert durch den Verleger eines belgischen Automagazins, konnte Jerzy Skolimowski hier erstmals außerhalb Polens drehen. Er kam nach Brüssel, ohne ein Wort Französisch zu sprechen, und stürzte sich auf die Stadt mit unvoreingenommenen, hungrigen Augen, fern aller touristischen Motive.
im Anschluss
SONNTAG
DIMANCHE
Belgien 1963, 18 Min., DF, s/w, 35mm
Buch und Regie Edmond Bernhard
Kamera André Goeffers
»Regisseur Edmond Bernhard schildert einen ganz alltäglichen Sonntag in Brüssel: ein leerer Schlafsaal in einem Internat, ein Museum ohne Besucher, Kinder, die Verstecken spielen… […] Es gibt keinen Off-Kommentar, doch ein enormes Gespür für Ästhetik. Der Film entstand im Auftrag des Kultusministeriums mit der Vorgabe, sich mit ›dem Problem der Freizeit‹ auseinanderzusetzen. Edmond Bernhard brachte vor allem die Leere und Langeweile zum Ausdruck.«
(sabzian.be)
In Kooperation mit dem Filmclub 813
Eintritt gegen Spende