Monika Baer

Defection

27.2. – 3.5.2026

Monika Baer
Defection
27.2.–3.5.2026
Eröffnung: Donnerstag, 26.2.2026, 18–21 Uhr

Wenigen gelingen Werke von solch durchgehender Spannung. Es ist, als würde von Werkgruppe zu Werkgruppe eine brennende Fackel übergeben. Oder als sei auf jeder Leinwand Haut besonders fest auf den Knochen gespannt. Es ist eine Spannung, die allein aus malerischen Setzungen rührt, die Monika Baer in den vergangenen dreißig Jahren immer weiter entfaltet hat. Kompromisslos hat sie dabei ein Werk entwickelt, das sich losgelöst von allen Strömungen bewegt. Baers Bildsprache tritt zeitlos auf und ist gleichzeitig stark mit der Gegenwart verbunden. Es sind flanierende Bewegungen von dialektischer Natur, die ein geladenes Vibrieren erzeugen und auch die innerbildlichen Zusammenhänge charakterisieren.

Defection zeigt ihre jüngsten Arbeiten. Sie treten in die Nachbarschaft der zuvor entwickelten Motivgruppe mit Mänteln, die auf Felsnischen oder Simsen abgelegt sind. Es handelt sich bei beiden Komplexen um Räume der Untiefe. Ihrer verschlossen bleibenden Dimension liegt etwas Rätselhaftes zugrunde, dessen Detailversessenheit das abtastende Auge auf die Spur kommt, dem es aber nicht bis zum Ende folgen kann.

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Bildcredit: Monika Baer, Schweine Steine Scherben (smoking), 2025, Ausschnitt. Courtesy of the artist and Trautwein Herleth, Berlin, Greene Naftali, New York. Foto: Júlia Standovár

Die Ausstellung wird unterstützt von


Eine Stadt als Atelier

22.5. – 19.7.2026

Eine Stadt als Atelier
22. Mai bis 19. Juli 2026
Eröffnung: Donnerstag, 21. Mai 2026

Mitwirkende Künstler:innen u.a.: Michael Van den Abeele; Chantal Akerman; Danai Anesiadou; Ethan Assouline; Sammy Baloji; Kasper Bosmans; Jef Cornelis; Jos de Gruyter & Harald Thys; Laurent Dupont; Jana Euler; Arnaud Eubelen; Béla Feldberg; Mona Filleul; Gust Duchateau; Felix Kindermann; Aglaia Konrad; Céline Mathieu; Hana Miletić; Shaun Motsi; Willem Oorebeek; Jurgen Ots; Marina Pinsky; Sophie Podolski; Emile Rubino; Chéri Samba; Michaela Schweighofer; Beat Streuli; Walter Swennen; Angharad Williams.

Die Ausstellung Eine Stadt als Atelier richtet den Blick auf Brüssel als vielschichtigen, städtischen Organismus. Die Stadt vereint kosmopolitische Vielfalt, Überlagerungen politischer Machteinflüsse und soziale Spannungen – ein chaotisches, aber inspirierendes Umfeld für künstlerisches Schaffen. Brüssels Architektur, Kolonialgeschichte und Zuwanderung prägen Arbeitsweisen, in denen Nonkonformismus, Widerstand und urbane Realität reflektiert werden. Die Ausstellung untersucht künstlerische Sichtweisen auf Stadtstrukturen, soziale Texturen und historische Spuren. Mit Stationen in Köln und Brüssel verknüpft das Projekt historische und geografische Resonanzen, verdeutlicht kulturelle Verflechtungen zwischen Städten und erweitert die Lesart urbaner Topografien durch künstlerische Praktiken. Brüssel wird so zum Modellraum für die Reflexion, wie Städte als lebendige Organismen durch Kunst immer wieder neu verstanden werden können.

Kuratiert von Fabian Flückiger, Kurator Brüssel und Valérie Knoll, Direktorin Kölnischer Kunstverein.

Wir freuen uns sehr, dass Eine Stadt als Atelier für den *WESTSTERN-Preis 2026 in der Kategorie Ausstellung nominiert wurde.

Bild: Jana Euler, by its cover, 3, 2017. Courtesy the artist. Foto: Kristien Daem