Daniela Ortiz – Nurtured by the defeat of the colonizers our seeds will raise

13.11.2021 – 30.1.2022

Eröffnung der Ausstellung: Freitag, 12.11.2021, 17 – 21 Uhr

In Malereien, Textilarbeiten, Kinderbüchern und Installationen entwickelt Daniela Ortiz antirassistische und antikoloniale Erzählungen als Gegenentwurf zu Kolonialismen, die sich bis heute kontinuierlich fortschreiben. Sie konfrontiert jene Akteur:innen und Machtinhaber:innen, die für den institutionellen und strukturellen Rassismus verantwortlich sind und der sich u.a. in der missbräuchlichen und menschenrechtsverletzenden Kontrolle von Zuwanderung und Grenzen äußert. Die Konzentration auf handwerkliche Medien in Ortiz‘ künstlerischer Praxis entspringt ihrem zunehmendem Interesse, sich von der Ästhetik eurozentrischer Konzeptkunst zu entfernen.

Die Präsentation im Kölnischen Kunstverein ist die erste institutionelle Einzelausstellung von Daniela Ortiz in Deutschland und zeigt unter dem Titel Nurtured by the defeat of the colonizers our seeds will raise  („Genährt durch die Niederlage der Kolonisatoren wird unsere Saat aufgehen“) neue, kontextspezifische Werkserien zusammen mit bestehenden Arbeiten. Begleitend erscheint das Künstlerinbuch The Rebellion of the Roots, 2021 (Hg. Kölnischer Kunstverein, Grafik: Ronnie Fueglister mit Yves Graber, 80 Seiten), das zur Eröffnung der Ausstellung vorliegt.


Daniela Ortiz‘ (*1985 in Cusco, lebt in Urubamba, Perú) Arbeiten waren in internationalen Einzelausstellungen u.a. bei La Virreina. Centre de la Imatge in Barcelona (2019), Las Ataranzas in Valencia, im Middlesbrough Institute of Modern Art in Middlesbrough (beide 2017), im Van Abbemuseum in Eindhoven (2016), àngels barcelona in Barcelona (2014) sowie in Gruppenausstellungen im LUM – Lugar de la Memoria in Lima, in der KADIST art foundation in Paris, der neuen Gesellschaft für bildende Kunst (nGbK) in Berlin, in der Kunsthalle Wien (alle 2021) und im Kunstverein Hamburg (2020) zu sehen.


Gefördert durch:


Daniela Ortiz, 2021.

Ausstellung der Jahresgaben 2021

8. – 19.12.2021

Künstler:innen:
Naama Arad, Inessa Emmer, Sabrina Fritsch, Stefani Glauber, Selma Gültoprak, Melike Kara, Ellen Yeon Kim, Rory Pilgrim, Nora Schultz, Cally Spooner, Katja Tönnissen, Mark von Schlegell

Wir freuen uns Ihnen vom 8. bis 19. Dezember 2021 zu den regulären Öffnungszeiten unsere diesjährigen Jahresgaben im Kölnischen Kunstverein zu präsentieren und laden Sie in diesem Rahmen ganz herzlich zu einem Rundgang mit der Direktorin Nikola Dietrich am Donnerstag, 9. Dezember um 17 Uhr ein. Eine Anmeldung sowie die Vorlage eines 2G-Nachweises sind erforderlich. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zum Besuch unserer Ausstellungen und Veranstaltungen.

Die jungen wie etablierten regionalen und internationalen Künstler:innen, die den Kölnischen Kunstverein in diesem Jahr mit einer Jahresgabe unterstützen, waren zum Teil im Jahresprogramm 2021 vertreten, sind aktuelle Atelierstipendiat:innen oder dem Kunstverein in anderer Weise verbunden.

Ab dem 8. Dezember finden Sie alle Informationen zu den Künstler:innen und den zu erwerbenden Werken unter Aktuelle Jahresgaben. Nur für Mitglieder erhältlich. Bestellungen der Jahresgaben 2021 können ab jenem Zeitpunkt bis einschließlich 19. Dezember schriftlich eingereicht werden. Gehen mehr Bestellungen ein, als Exemplare vorhanden sind, entscheidet das Los. Die Verlosung findet am 20. Dezember 2021 statt. Nach Auslosung werden alle Interessent:innen über das Ergebnis schriftlich benachrichtigt. Alle verbliebenen Jahresgaben stehen nach der Auslosung weiterhin zum Verkauf und können jederzeit erworben werden.


Neue Vereinsgabe von Mary Bauermeister

erhältlich ab Januar 2022

Der Kölnische Kunstverein freut sich die bereits neunte Vereinsgabe seit ihrem Bestehen anzukündigen: In diesem Jahr konnten wir die bei Köln lebende Künstlerin Mary Bauermeister (geboren 7. September 1934 in Frankfurt am Main) dafür gewinnen, ein neues Werk zu schaffen.

Die Avantgarde-Künstlerin war eine der einflussreichsten Vertreterinnen der Fluxus-Bewegung im Rheinland der 1960er Jahre. In ihrem Atelier trafen sich Künstler wie John Cage, Heinz Mack, Nam June Paik, Ben Patterson oder Otto Piene, die mit Ausstellungen, experimenteller Musik, Performances, Lesungen und Happenings maßgeblich zu den neuen Entwicklungen der Kölner Kunstszene beitrugen. 1961 lernte sie in einem Kompositionskurs Karlheinz Stockhausen kennen, mit dem sie zwischen 1967 und 1973 verheiratet war. Später zog Bauermeister nach New York, wo sie frühe künstlerische Erfolge feierte. Ihr universales Werk, in dem sie sich u.a. seit den 1970 er Jahren mit der Geomantie auseinanderzusetzen beginnt, umfasst neben Zeichnungen und Gemälden vor allem Objektbilder und Installationen sowie Landschaftsgestaltungen. Zu den bekanntesten Werkgruppen zählen optische Kästen, in denen sich Zeichnungen durch geschliffene Linsen einer Metamorphose unterziehen, sowie Prismen-, „Pünktchen“-Bilder und Steincollagen.

In den letzten Jahren erfuhr die Künstlerin wieder vermehrte Aufmerksamkeit, nicht zuletzt durch den Dokumentarfilm Film Mary Bauermeister – eins und eins ist drei, 2020, der Regisseurin Carmen Belaschek. Soeben wurde sie außerdem zur ersten Preisträgerin des neuen Kunstpreises des Landes Nordrhein-Westfalen gekürt.

Für die Vereinsgabe ist eine Fotocollage entstanden mit dem passenden Titel Unser täglich Brot gib uns heute… Als Gabe hält die Künstlerin auf der einen Seite ein Brot bereit, in dessen Mitte sie „lebensverlängernde Substanzen“ … oder „vielmehr lebensverkürzende Alternativen“ präsentiert, also ihre gesammelten Medikamente, wobei sie hierüber ein Mittel derer „Entsorgung“ gefunden hat; auf der anderen Seite ein Brot mit einer eher philosophischen Annäherung an das Transzendentale, vermittelt über Bücher, die sie in der Mitte versammelt, wie die Bibel, den Koran oder die Bhagavad Gita. Wo hier Gedanken gefasst werden zum Leben, zu Kunstströmungen oder allgemeiner zur Kultur – cultivare und dem künstlerischen Schaffen, wird dort dem Spirituellen Raum gegeben, dem Übergang vom Leben zum Tod.

Mary Bauermeister
Unser täglich Brot gib uns heute…
Vereinsgabe Kölnischer Kunstverein
2021
Offsetdruck auf Arto Silk 250 g/m²
58 x 87 cm

exklusiv für Mitglieder des Kölnischen Kunstvereins

erhältlich ab Januar 2022

Mary Bauermeister: Unser täglich Brot gib uns heute…, 2021. Foto: Mareike Tocha.

The Rebellion of the Roots von Daniela Ortiz

Neuerscheinung

Wir freuen uns, Ihnen unsere Neuerscheinung The Rebellion of the Roots von Daniela Ortiz vorzustellen.

Das Künstler:innenbuch erscheint zur Ausstellung Daniela Ortiz – Nurtured by the defeat of the colonizers our seeds will raise, die vom 12.11.2021 – 30.01.2022 im Kölnischen Kunstverein zu sehen ist.

Herausgeber: Kölnischer Kunstverein
Texte: Daniela Ortiz
Text in Englisch mit deutscher Übersetzung im Appendix
80 Seiten mit 55 farbigen Abbildungen, Softcover

€ 25,00 / € 20,00 für Mitglieder (zzgl. € 5,00 Versandkosten)

Hier bestellen.


Wichtige Informationen

zum Ausstellungs- und Veranstaltungsbesuch

Um Ihnen den Eintritt in den Kunstverein gemäß der geltenden Coronaschutzverordnung des Landes NRW ermöglichen zu können, beachten Sie bitte folgende Hinweise:

Für Ihren reg­ulären Ausstellungsbe­such gilt die „2G-Regel“. Bitte hal­ten Sie ei­nen Nach­weis über eine Imp­fung oder eine zurück­lie­gende Erkrankung sowie ein gültiges Ausweis­doku­ment bere­it.

Für Kin­der und Ju­gendliche un­ter 18 Jahren gilt die „3G-Regel“. Kin­der bis zum Schulein­tritt benöti­gen kei­nen Nach­weis. Schüler*in­nen un­ter 16 Jahren gel­ten als getestet. Schüler*in­nen ab 16 Jahren bit­ten wir um die Vor­lage ein­er Schulbeschei­ni­gung.
Erwach­sene, die aus medizinischen Grün­den nicht geimpft wer­den kön­nen, müssen neben einem ärztlichen Attest ei­nen neg­a­tiv­en Sch­nell­test vor­le­gen (max. 24 Stun­den alt).

Für die Teilnahme an Führungen und Veranstaltungen ist außerdem eine Anmeldung erforderlich. Ein entsprechendes Anmeldeformular finden Sie unter der jeweiligen Veranstaltung.

Das Tragen einer medizinischen Maske und die Einhaltung der regulären Hygienemaßnahmen und Mindestabstände sind weiterhin verpflichtend.

Wir freuen uns, Sie zu den regulären Öffnungszeiten (Di – So von 11 – 18 Uhr) gemäß der aktuellen Regelungen und unter Wahrung der geltenden Hygienemaßnahmen willkommen heißen zu können.

Für weitere Informationen und bei Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Mitarbeiter*innen.

Wir danken für Ihr Verständnis und Ihre Mithilfe!


Ausstellung geschlossen

24.12.2021 – 3.1.2022

Die Ausstellung Daniela Ortiz – Nurtured by the the defeat of the colonizers our seeds will raise bleibt vom 24. Dezember 2021 bis zum 03. Januar 2022 geschlossen. Wir freuen uns, Sie ab dem 04. Januar 2022 wieder bei uns begrüßen zu können. Bitte beachten Sie für Ihren Ausstellungsbesuch auch die aktuellen Informationen.


Versand der Vereinsgabe 2020

bis zum 13.12.2021 möglich

Die Arbeit ist exklusiv bis zum 13. Dezember 2021 für Mitglieder des Kölnischen Kunstvereins reserviert, die 2020 für eine Mitgliedschaft registriert waren.

Aktuell ist eine persönliche Abholung der Vereinsgabe von Marcel Odenbach leider nicht mehr möglich. Gerne versenden wir die Vereinsgabe aber postalisch an Sie. Bitten nutzen Sie hierfür das Bestellformular.


Projekt Migration

jetzt erhältlich zum Sonderpreis

vorher € 48,00, jetzt € 15,00 (zzgl. € 5,00 Versandkosten)

Katalog anlässlich des Projekt Migration (2002 – 2006). Er begleitet die gleichnamige Ausstellung, die vom 30.09.2005 bis zum 15.06.2006 im Kölnischen Kunstverein und an vier weiteren Orten stattgefunden hat.

Herausgeber: Kölnischer Kunstverein; DOMiD; Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie der Universität Frankfurt/Main; Institut für Theorie der Gestaltung und Kunst; HGK Zürich
Autoren: Ulrich Beck, Diedrich Diederichsen, Helmut Dietrich, Murat Güngör, Tom Holert, Regina Römhild, Saskia Sassen u.v.a.
Texte in Deutsch, Englisch und anderen Sprachen, zahlreiche Abbildungen in Farbe und s/w
869 Seiten, Softcover

Hier bestellbar.

Projekt Migration, 2005, Publicationscover

reboot: responsiveness

Der Kölnische Kunstverein und der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf präsentieren gemeinsam reboot: – einen kollaborativen, zyklischen, antirassistischen und queer-feministischen Dialog zwischen performativen und forschungsbasierten Praktiken.

Der erste Zyklus, reboot: responsiveness, geht von den Sehnsüchten, Ängsten und Hoffnungen aus, die durch die aktuelle Pandemie verstärkt werden. An zwei unterschiedlichen, jedoch miteinander verbundenen Orten, die sich gegenseitig unterstützen, ergänzen und herausfordern, bietet reboot: responsiveness Infrastrukturen für provisorische Inszenierungen, Proben, prozesshafte Choreografien und Begegnungen rund um Themen wie Präsenz, Intimität, Fürsorge und Verantwortung. reboot: responsiveness entwickelt Aktivitäten gemeinsam mit einem Kernkollektiv bestehend aus Alex Baczynski-Jenkins, Gürsoy Doğtaş, Klara Lidén, Ewa Majewska, Rory Pilgrim, Cally Spooner und Mariana Valencia. Mittels verschiedener Formate und gemeinsam mit weiteren eingeladenen Gästen und dem Publikum in Köln und Düsseldorf werden diese Künstler:innen und Denker:innen Wege ergründen, einander Zeit zu widmen und zeitgemäß mit Zeit zu performen, alternative Vokabulare, Archive, Gesten, Bewegungen und Übersetzungen zu entwickeln, Ressourcen und Ideen zu teilen und weiterzugeben, und Modi des Widerstands und des Miteinanders als Antwort auf die aktuelle Situation, in der wir leben, zu finden.

reboot:
Konzipiert von Eva Birkenstock, Nikola Dietrich und Viktor Neumann
Kernkollektiv: Alex Baczynski-Jenkins, Gürsoy Doğtaş, Klara Lidén, Ewa Majewska, Rory Pilgrim, Cally Spooner und Mariana Valencia
Graphikdesign von Sean Yendrys

Weitere Infos und Termine: http://reboot-responsiveness.com

Aktuelle Veranstaltungen werden hier bekannt gegeben.

reboot: responsiveness ist eine Kooperation von:

reboot: responsiveness wird unterstützt von: