Jahresgaben 2025

Jahresgaben 2025

Nuri Koerfer, Lampe (Nachtfalter Nr. 1), 2025, Jahresgabe 2025, Foto: Mareike Tocha

Jahresgaben 2025
14.11.–23.11.2025

Eröffnung: Donnerstag, 13.11., 18–20 Uhr im Riphahn-Saal (1. OG) des Kölnischen Kunstvereins

Mit Werken von Jakob Buchner, Edith Deyerling, Alfred d’Ursel, Ellen Gronemeyer, Olga Holzschuh, Thomas Huber, Tobias Kaspar, Nuri Koerfer, Jonas Lipps, Birgit Megerle, Michaela Melián, Bernadette Mittrup, Cecilie Norgaard, Vaclav Pozarek, Markus Saile und Wolfgang Thesen.

Bestellungen der Jahresgaben 2025 können ab dem 13. November bis einschließlich 23. November 2025 schriftlich eingereicht werden. Gehen mehr Bestellungen ein, als Exemplare vorhanden sind, entscheidet das Los. Die Verlosung findet am 24. November 2025 statt. Nach Auslosung des/der Käufer:in werden alle Interessenten über das Ergebnis der Auslosung schriftlich per E-Mail benachrichtigt. Alle verbliebenen Jahresgaben stehen nach der Auslosung weiterhin zum Verkauf und können bis zum 30. November 2026 erworben werden.

Die Jahresgaben und Editionen sind ein exklusives Angebot ausschließlich für die Mitglieder des Kölnischen Kunstvereins. Weitere Interessent:innen sind durch Eintritt in den Kölnischen Kunstverein im laufenden Kalenderjahr zum Erwerb berechtigt.

Bitte beachten Sie unsere Bestellbedingungen und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Amelie von Wulffen, Jonas Lipps

Amelie von Wulffen, Jonas Lipps
Eröffnung der Ausstellungen: 25. September, 18–21 Uhr

Vor zwei Jahren schrieb Amelie von Wulffen den Text „Des Pudels Kern”, in dem sie ihre neuesten Bilder in Bezug auf das bedrückende Zeitgeschehen sowie ihre „dysfunktionale Familiendynamik” unter die Lupe nahm. Sie konstatierte ihre zunehmende Hinwendung zu einem Realismus und stellt die Frage, ob die Neue Sachlichkeit in den 1930er Jahren, also das Bedürfnis faktische Dinge wie ein Glas Wasser zu malen, von einer ähnlichen Verunsicherung durch Bedrohungen herrührte wie in der aktuellen Gegenwart. Noch steht alles scheinbar intakt auf seinem Platz, aber etwas Unheimliches schwingt mit. Im Text ergründet von Wulffen einen Wesenskern vieler ihrer Bilder, der von einem komplexen Wechselspiel unterschiedlicher Wahrnehmungs- und Darstellungsebenen zeugt. Beobachtetes und Gedachtes überlagert sich mit Traum und Erinnerung und findet seinen Ausdruck in der wiederum eigenen Wirklichkeitskonstruktion der Malerei. Gleichzeitig lauert in den Spalten ihrer dichten und fragmentierten Erzählungen verdrängtes Wissen. 

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Um Bilder entstehen zu lassen, entfremdet sich Jonas Lipps manchmal vorsätzlich. Er verlässt die Situation, die zur Normalität geworden ist, und stellt sich eine andere vor. Das Atelier verwandelt sich dann in ein Büro oder eine Schule, der Tisch wird zum Pult, über dem er gebeugt über eine Aufgabe sitzt. Bei einigen Bildern ersinnt er einen Auftraggeber. Die Bereitschaft zur Selbstentfremdung, also aufzuhören der zu sein, für den man sich hält, kann eine Voraussetzung sein, um Kunst zu schaffen, die in etwas Unbekanntes öffnet. Das Verfahren ist bei Lipps, der nicht gerade dazu neigt, es sich einfach zu machen, noch etwas vertrackter. Die spielerische Ausweitung in einen anderen steht im Wechselverhältnis zu einer Begrenzung. 

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Kuratiert von Valérie Knoll

Zur Ausstellung erscheint ein 80-Seiten starkes Bilderbuch von Amelie von Wulffen mit erstmals gezeigten Zeichnungen aus dem Zeitraum der letzten zehn Jahre. Die Publikation kann für 20,- € während der Öffnungszeiten im Kölnischen Kunstverein gekauft, oder über die Webseite bestellt werden. 

Im Rahmen der Ausstellung sind außerdem Editionen von Amelie von Wulffen und Jonas Lipps erschienen, die online erworben werden können.

Die Termine für öffentliche Führungen durch die Ausstellung finden Sie in unserem Kalender.

Der Eintritt zur Ausstellung und den Veranstaltungen ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 

Die Ausstellung ist Allerheiligen (1.11.) regulär geöffnet, am 11.11. bleibt das Haus geschlossen.

Die Ausstellung wird gefördert von:

Amelie von Wulffen, Jonas Lipps

Amelie von Wulffen, Jonas Lipps
Opening of the exhibitions: September 25, 6–9 pm

It is now two years since Amelie von Wulffen wrote her text ‘Under the Poodle’s Skin’, in which she examined her most recent paintings in the context both of depressing turns in world events, and the ‘dynamics of her dysfunctional family’. She described how she was being increasingly drawn towards realism, and raised the question of whether the New Objectivity movement of the 1930s, driven by an urge to paint everyday objects such as glasses of water, arose from the same sense of anxiety and unease that we are currently experiencing. Today, although everything still seems intact and in place, a pervasive sense of dread persists. In the text, von Wulffen explores an essential element in many of her paintings, one that demonstrates a complex interaction of different levels of perception and representation. Things observed and invented are overlaid with dream and memory before being expressed in painting, which itself has its own way of constructing reality. At the same time, in the cracks of her dense and fragmented stories there lurks a repressed knowledge. 

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Sometimes it is only by deliberately absenting himself that Jonas Lipps can allow his paintings to come into being. He abandons a situation that has become normality, and imagines another. His studio is transformed into an office or a classroom, and his table becomes a desk, at which he sits hunched over an exercise. In some of his pictures, he invents the person who has given him this exercise. Such a readiness to absent oneself from oneself, that is, to stop being the person you think you are, can be a precondition to making art that accesses the unknown. Since Lipps is not exactly inclined to make things easy for himself, the process is even more complex. The playful act of expanding to become someone else also involves placing oneself under a constraint.

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Curated by Valérie Knoll

The exhibition is accompanied by an eighty-page book of Amelie von Wulffen’s drawings from the last ten years, none of which have been seen before. The publication will be available for purchase for 20,- € during opening hours at the Kölnischer Kunstverein or can be ordered via the website from 26 September.

As part of the exhibition, editions by Amelie von Wulffen and Jonas Lipps are published and also available for purchase online.

The dates for public guided tours of the exhibition can be found in our calendar.

Admission to the exhibition and events is free, registration is not required. 

The exhibition will be open regularly on All Saints‘ Day (Allerheiligen, 1 November), but will be closed on 11 November.

The exhibition is supported by:

Kompakt 500

Eröffnung: 23.5.2025
Ab 19 Uhr Non-Stop Musik:
Kompakt Allstars DJs und Live Acts im Riphahn-Saal, 1. OG
Pop Ambient Floor im Studio, 2. OG

Diese Ausstellung widmet sich einer Kölner Firma. Wie Karneval und Kölsch steht sie für Tradition und Kontinuität. Ein erstes Haus am Platze, doch mit weichen Wänden und weit geöffneten Türen. Ausweitung und Neuerfindung gehören genauso zum Kerngeschäft wie die gerade Bassdrum, garniert mit einem Hauch der Lebensgier von Hildegard Knef. Das Prinzip des „Nicht mehr als notwendig“ wandert durch die Gegenwarten mit einem schlichten Punkt als Markenzeichen. Ein Manifest der Selbstbestimmung und des ästhetischen Minimalismus. Dem Techno standesgemäß, wird nicht nach Stars und Sternchen katalogisiert, sondern anhand nüchterner Zahlen. 500 zählen noch keine Jahre, aber Katalognummern der eigenen Produktion, ein Meilenstein, der nun mit dieser Ausstellung gefeiert werden soll: Seit über dreißig Jahren beeinflussen und beflügeln Kompakt mit ihrem Schaffen die Welt der Musik wie der Kunst. In der Werderstraße, ihrem Sitz, befindet sich ein Freiraum nach dem Vorbild von Andy Warhols Factory; dort werden gegen die Teilung der Arbeit im Laden Platten verkauft, in den Studios Musik produziert, an Schreibtischen gewirtschaftet, beworben und organisiert. In diesem Haus gegen das entfremdete Leben wird aber auch gekocht, gewohnt und gefeiert. Kompakt ist nicht zuletzt die Geschichte einer organisch entstandenen Existenz, hervorgegangen aus einer Gruppe von Freunden und Freundinnen mit dem geteilten Fieber für die elektronische Musik. Doch auch wenn sich anfangs alles aus Jux und Laune ergeben hat, verkörpert Kompakt in dem Anspruch, alles in die eigenen Hände zu nehmen, auch eine politische Idee von Autonomie. Fremdsteuerung durch Großkonzerne wie entfremdete Produktionsbedingungen hat das Indie-Label bis heute, auch ökonomisch, erfolgreich unterwandert.

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Kuratiert von Kompakt in Zusammenarbeit mit dem Kölnischen Kunstverein.

Der Eintritt zu den Ausstellungen, Veranstaltungen und Führungen ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Kompakt 500

Opening: 23.5.2025
Non-stop music from 7 pm:
Kompakt Allstars DJs and live acts in the Riphahn-Saal, 1st floor
Pop Ambient Floor in the Studio, 2nd floor

This exhibition is dedicated to a company based in Cologne. It is one that stands, like carnival and Kölsch beer, for tradition and continuity. It is a well-established business, albeit one that keeps its walls porous and its doors wide open. Expansion and reinvention are as essential to it as a regular bass drumbeat and the exhilarating joie de vivre of Hildegard Knef’s vocals. The principle of ‘no more than is needed’ resonates down the decades, with a simple dot as a trademark. A manifesto of autonomy and aesthetic minimalism. As a rule, techno is catalogued not by stars big and small, but by sober numerals. The number 500 represents not an anniversary but the number of catalogued records the firm has produced, a milestone which this exhibition celebrates. For over thirty years, Kompakt’s work has been influencing and nurturing the worlds both of music and art. Its headquarters in Cologne’s Werderstrasse is a space of free creativity, modelled on Andy Warhol’s Factory. There, in a rejection of the traditional division of labour, records are sold in its shop, music is produced in its studios, while accounts are kept, applications prepared and projects administered in its offices. At the same time, people live in the building, cooking meals and throwing parties in disdain for alienated life. Kompakt is not least the story of something that emerged organically from a group of friends with a shared craze for electronic music. However, by aiming to keep everything in its own hands, Kompakt also embodies a political idea of autonomy, even though it all began as a bit of a laugh. To this day, the indie label has successfully avoided both falling under the economic control of large corporations, and producing its tracks under alienating conditions.

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Curated by Kompakt in collaboration with the Kölnischer Kunstverein.

Admission to the exhibitions, events and guided tours is free, registration is not required.

Supermöbel


Eröffnung: Donnerstag, 20. Februar, 18–21 Uhr

Lutz Bacher, Michael Beutler, Anne Bourse, Holm von Czettritz, Gina Folly, Dozie Kanu, Nuri Koerfer, Enzo Mari / Malik Agachi, Vaclav Pozarek, Claus Richter, Iris Touliatou, Rosemarie Trockel / Thea Djordjadze / Gerda Scheepers, Nicole Wermers, Joseph Zehrer, Heimo Zobernig

Das Einrichten von Wohnungen ist nicht von vornherein politisch. Menschen wollen zuerst mal nicht vom Boden essen, stellen einen Tisch auf und rücken Stühle heran, um der Angelegenheit eine Form zu geben. Zur geordneten Bedürfnisbefriedigung, wie Essen oder Schlafen – wofür Tische und Betten hilfreich sind – gehört auch das Anziehen und schon braucht es einen Schrank für die Kleider. Möbel sind aber nicht nur Lebensbewältigung. Die Möblierenden stellen sich auch dar. Wenn sie schon Bücher lesen oder zumindest kaufen, sollen die anderen das auch sehen. Im Regal stellen sie ihren Geschmack zur Schau. Der Charakter zeigt sich aber vor allem im Garderobenständer und den Gardinen. Wer keine hat, hat zwei linke Hände oder liebt es sich zu exhibitionieren. In der Summe erläutert die Einrichtung noch mehr als Sex, warum das Private politisch ist. Dadurch, wie ich meine Möbel ausgewählt habe, sage ich viel, wie durch alle Produkte, die ich auswähle. Ich stelle mich dar und mein Platz auf der sozialen Leiter wird deutlich, mit allen Vor- und Nachteilen. Wer arm möbliert, kann weniger Fehlkäufe machen, kommt aber schnell auf den schmalen Grat der Notlösung.

Die Ausstellung Supermöbel maßt sich keine Lösung dieser Probleme an. Vielmehr habe ich nach möbelnahen Objekten für einen hilflosen Freund gesucht. Es handelt sich um einen Menschen, der es in den Tiefen seines Unterbewusstseins ablehnt, zu wohnen, wie man wohnt. Die Möbel, die ich für ihn ausgesucht habe, sperren sich der Norm, so wie es seine Psyche tut, und sie sollten ihn verführen. Mir war klar, das Mobiliar, zu dem er ja sagen würde, musste so düster und komplex sein wie die deutsche Wirklichkeit. Seine Einrichtung dürfte nichts schön malen und die Möbel würden leise summen Ich brauch Tapetenwechsel.

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Kuratiert von Valérie Knoll

Die Ausstellung wird unterstützt von:

Jahresgaben 2024

Jahresgaben 2024
28.11.–15.12.2024

Auftaktveranstaltung: Mittwoch, 27.11., 18–20 Uhr im Studio (2. OG) des Kölnischen Kunstvereins

Mit Werken von Sophie Gogl, Matthias Groebel, Chris Korda, David Ostrowski, Claus Richter, Nora Schattauer, Frances Scholz, Andrea Stappert, Rosemarie Trockel, Joseph Zehrer sowie von Boris Becker und Axel Hütte aus der Edition Ex Libris / Salon Verlag & Edition

Bestellungen der Jahresgaben 2024 können ab dem 27. November bis einschließlich 15. Dezember 2024 schriftlich eingereicht werden. Gehen mehr Bestellungen ein, als Exemplare vorhanden sind, entscheidet das Los. Die Verlosung findet am 16. Dezember 2024 statt. Nach Auslosung des/der Käufer:in werden alle Interessenten über das Ergebnis der Auslosung schriftlich per E-Mail benachrichtigt. Alle verbliebenen Jahresgaben stehen nach der Auslosung weiterhin zum Verkauf und können jederzeit erworben werden.

Die Jahresgaben und Editionen sind ein exklusives Angebot ausschließlich für die Mitglieder des Kölnischen Kunstvereins. Weitere Interessent:innen sind durch Eintritt in den Kölnischen Kunstverein im laufenden Kalenderjahr zum Erwerb berechtigt.

Bitte beachten Sie unsere Bestellbedingungen und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Bild: Copyright Axel Hütte und VG Bildkunst, Bonn

Udo is Love

Udo is Love
Zeit ist die Sünde – Eine Reise in das unfassbare Leben des Udo Kier

27.9.–18.12.24

Eröffnung: Donnerstag, 26.9., ab 18 Uhr

Udo Kier kommt am 14. Oktober 1944 in Köln-Lindenthal zur Welt. Am Abend legt die Krankenschwester alle Kinder zum Waschen auf einen Tisch der Geburtsstation. Udos Mutter bittet, den Sohn noch einen Moment in den Armen halten zu dürfen. Als die Bombe einschlägt, bedeckt sie ihn mit einer Hand, die andere stemmt sie gegen die einstürzende Wand. Kein anderes Neugeborenes überlebt, nur die beiden werden aus dem zerstörten Kreißsaal gegraben. Während der Operation Hurricane war auf das Rheinland die größte Bombenlast innerhalb von 24 Stunden abgeworfen worden, mehr als an jedem anderen Tag des Zweiten Weltkrieges.

Udo wächst im Stadtteil Mülheim auf. Am Morgen klappt er das Schrankbett hoch und geht über Trümmer zur Schule. Linsen und Kartoffeln wechseln in der Suppe ab. Sonntags gibt es ein Stück Fleisch mit grünem Salat und Pudding. Nach dem Essen bekommt er 50 Pfennig und geht ins Kino. Sein Lieblingsfilm wird Suddenly, Last Summer mit Elizabeth Taylor. Der Mutter zuliebe beginnt er eine Lehre bei einem Werkzeuggroßhandel in Kalk. Mit Anfang zwanzig reist der abgeschlossene Kaufmann nach London, um Englisch zu lernen. Er will etwas wie Auslandskorrespondent von Bayer werden. Das Geld für die Reise hat er sich bei Ford am Fließband verdient. In London beginnt, was in Köln nicht passieren konnte. In einem Nachtclub laden ihn unbekannte Männer zu einem Glas Champagner ein. Sie stellen sich als Visconti, Nurejew und Berger vor. Kier weiß vom Rasieren, er sieht fantastisch aus. In London entdeckt er sein Glück, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein. Der Sänger und Produzent Michael Sarne gibt ihm die Rolle des Gigolos in Road to Saint Tropez (1966). Der Blick der Kamera wird zur zweiten Geburt des Mannes mit den grünen Augen, die niemand vergisst.

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Kuratiert von Hans-Christian Dany und Valérie Knoll

Mit Beiträgen von:

Robert van Ackeren, Gábor Altorjay, Kévin Blinderman / Pierre-Alexandre Mateos / Charles Teyssou, Tabea Blumenschein, Walter Bockmayer, Gábor Bódy, Marc Brandenburg, Klaus vom Bruch, Michael Buthe, Madonna Ciccone, Tom Dokoupil, Rainer Werner Fassbinder, Annette Frick, Monika Funke-Stern, Greg Gorman, Gusztáv Hámos, Astrid Heibach, Birgit Hein, Wilhelm Hein, Jürgen Heiter, David Hogan, Daniel Josefsohn, Peter Kern, Udo Kier, Erwin Kneihsl, Hideo Kojima, Eckhard Kuchenbecker, Robert Longo, Guy Maddin, Charles Matton, Steven Meisel, Klaus Mettig, Elfi Mikesch, Paul Morrissey, Otto Muehl, Helmut Newton, Eva Maria Ocherbauer, Marcel Odenbach, Albert Oehlen, Kurt Raab, Ulrike Rosenbach, Ferdi Roth, Thomas Ruff, Eddy Saller, Christoph Schlingensief, Martin Schoeller, Ernst Schmidt Jr., Werner Schroeter, Elfie Semotan, Heji Shin, Katharina Sieverding, Jan Soldat, Andrea Stappert, Todd Stephens, Wolfgang Tillmans, Monika Treut, Rosemarie Trockel, Lars von Trier, Gus Van Sant, Timo Vuorensola, Andy Warhol, Craig Zahler, Joseph Zehrer, Britta Zöllner u.a.

Die Ausstellung wird begleitet von einem umfassenden Filmprogramm in Zusammenarbeit mit dem Film Festival Cologne:
Dienstag, 1.10.2024, 19 Uhr: Schamlos, 1968, 78 min, FSK 16, KKV
Dienstag, 8.10.2024, 19 Uhr: Flesh for Frankenstein, 1973, 95 min, FSK 16, KKV
Dienstag, 15.10.2024, 19 Uhr: Blood for Dracula, 1974, 106 min, FSK 16, KKV
Dienstag, 22.10.2024, 19 Uhr: Swan Song, 2021, 105 min, FSK 12, Filmpalast
Freitag, 25.10.2024, 20 Uhr: Belcanto oder Darf eine Nutte schluchzen?, 1977, 94 min, FHK
Dienstag, 29.10.2024, 19 Uhr: 100 Jahre Adolf Hitler: Die letzte Stunde im Führerbunker, 1979, 48 min, FSK 16, KKV
Freitag, 1.11.2024, 20 Uhr: Die dritte Generation, 1979, 105 min, FSK 16, FHK
Dienstag, 12.11.2024, 19 Uhr: Insel der blutigen Plantage, 1983, 88 min, FSK 18, KKV
Freitag, 15.11.2024, 21 Uhr: Pankow 95, 1983, 88 min, FSK 12, FHK
Samstag, 16.11.2024, 17 Uhr: Verführung: Die grausame Frau, 1985, 84 min, FSK 16, FHK
Dienstag, 19.11.2024, 19 Uhr: Am nächsten Morgen kehrte der Minister nicht an seinen Arbeitsplatz zurück, 1985/1986, 70 min, FSK 12, KKV
Sonntag, 24.11.2024, 12 Uhr: Narziss und Psyche, 1980, 208 min, FSK 18, KKV
Dienstag, 26.11.2024, 19 Uhr: Egomania, 1986, 83 min, FSK 16, KKV
Samstag, 30.11.2024, 21:30 Uhr: Europa, 1991, 112 min, FSK 16, FHK
Sonntag, 1.12.2024, 20 Uhr: My Own Private Idaho, 1992, 104 min, FSK 16, FHK
Dienstag, 3.12.2024, 19 Uhr: Johnny Mnemonic, 1995, 92 min, FSK 16, KKV
Fällt aus: Aufgrund von Verzögerungen in der Produktion kann die Filmvorführung von Bad Painter am Sonntag, den 8.12. leider nicht stattfinden.
Dienstag, 10.12.2024, 19 Uhr: Barb Wire, 1996, 98 min, FSK 16, KKV
Freitag, 13.12.2024, 21:30 Uhr: Iron Sky, 2012, 92 min, FSK 12, FHK
Samstag 14.12.2024, 17 Uhr: Goldflocken, 1976, 163 min, FHK
Dienstag, 17.12.2024, 19 Uhr: Brawl in Cell Block 99, 2017, 132 min, FSK 18, KKV

Veranstaltungsorte
KKV – Kino des Kölnischen Kunstvereins (EG), Hahnenstraße 6, 50667 Köln
Filmpalast – Filmpalast Köln, Hohenzollernring 22, 50672 Köln
FHK – Filmhaus Köln, Maybachstraße 111, 50670 Köln

Die Ausstellung wird unterstützt durch:

Foto: Andrea Stappert, Udo Kier, Palm Springs 2013

Kölner Architekturpreis



Kölner Architekturpreis 2024
Di., 9.4. – Sa., 13.4., je 11–18 Uhr
So., 14.4. 11–16 Uhr
Eintritt frei
Weitere Informationen

Chris Korda

CHRIS KORDA
Artist’s Con(tra)ception
25.5.–14.7.2024

Eröffnung: Freitag, 24.5., 18–21 Uhr, Ansprache um 19 Uhr

Kreisch! Chris Korda is in the house. Ungeheuerlich, unerträglich, unfassbar gut. Korda wurde 1992 von einem seltsamen Traum heimgesucht, in dem eine außerirdische Intelligenz namens „Das Wesen“ behauptete, in einer anderen Dimension für die Menschen zu sprechen. Es warnte vor dem Zusammenbruch des Ökosystems unseres Planeten. Als Korda aus dem Traum erwachte, sagte sie: „Save the Planet – Kill Yourself“.

Kordas Mission gründet auf der Überzeugung, dass der Mensch, ein egozentrischer Zerstörer, in seine Grenzen gewiesen werden muss. „Danke, dass sie sich nicht fortpflanzen“, lautet die an den guten Willen appellierende Empfehlung. Meine DNA reiche ich nicht weiter, ich steige aus dem Genpool aus. Schluss mit anthropozentrischer Hybris. Wer aus freien Stücken aus dem Leben scheiden möchte, soll das tun dürfen – und leistet nebenbei einen sinnvollen Beitrag. Die Möglichkeit der Abtreibung ist ein Segen. Sex ist wunderbar, solange er nicht der Reproduktion dient. Wer unbedingt Fleisch essen will, nur das der eigenen Gattung – man tötet keine anderen Lebewesen. Die Empfehlungen der 1992 in Boston von Reverend Chris Korda gemeinsam mit Pastor Kim gegründeten Kirche, der Church of Euthanasia, lassen vielen die Haare zu Berge stehen. Allein der Name der Glaubensbewegung führt zur Verkrampfung der Gesichtszüge. Die Empfehlungen zur Dezimierung der Art Homo Sapiens sind extrem, teilweise widersprüchlich und streitbar.

Schönreden muss man den Namen der Kirche nicht, aber im Hintergrund haben, dass die CoE auf Freiwilligkeit, einem anti-autoritären Ethos beruht.

Die CoE rief Korda ins Leben, da eine Kirche, anders als eine politische Partei, in der Lage ist, ethische Normen neu zu gestalten. Einige ihrer Taktiken sind verwandt mit denen der Situationisten und der Dadaisten: Auch Kordas Aktionen treten in offene Situationen, Strategien werden immer wieder überraschend geändert; die Zungen, in denen sie spricht, sind unversöhnlich und Widersprüche zugelassen. Gleichzeitig bleibt ihr provozierendes Tun immer spielerisch.

Was Chris Korda bereits Anfang der 1990er propagierte, weil sie die irreversiblen Entwicklungen menschlicher Umweltzerstörung erkannte, war ihrer Zeit voraus: vegan zu leben, die Grenzen des Wachstums zu respektieren und die Vielfältigkeit aller Arten zu proklamieren.

Korda ist aber nicht nur Reverend. Sie ist vieles und in erster Linie aktiv als Musikerin. Sie gilt als eine der eigensinnigsten und schroffsten Positionen des Techno. In Europa erlangte sie Ende der 1990er Jahre erstmals Präsenz durch DJ Hell aus München mit seinem Label International Gigolo Records.

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Jetzt hier erhältlich:
Official Church of Euthanasia T-Shirt
ADAGIO FOR COLOR FIELDS Chris Korda, Publikation von Goswell Road, Paris

Die Ausstellung wird unterstützt durch:

Mit besonderem Dank an: Anthony Stephinson und Coralie Ruiz von Goswell Road, Paris; Matthias Sohr; Blandine Houtekins, Le Confort Moderne, Poitiers; Alex Sinh Nguyen; Wolfgang Voigt, Veronika Unland; Hans-Christian Dany; Moch Figuren, Köln.