Ser Serpas – sonderbare Tage
4.9.–13.12.2026
Weitere Informationen folgen bald.
Ser Serpas – sonderbare Tage
4.9.–13.12.2026
Weitere Informationen folgen bald.

Anatomical Theatre
Riphahnsaal
4.9.–13.12.2026
Von Andreas Selg mit Fabienne Boldt und Emanuel Rossetti
Weitere Informationen folgen bald.

The Leatherman
4.9.–29.11.2026
Mit Werken von Leonore Mau, Reba Maybury, Herbert Tobias, Dean Sameshima und Wolfgang Tillmans
Kuratiert von Kévin Blinderman, Pierre-Alexandre Mateos, Charles Teyssou
Weitere Informationen folgen bald.

Game of No Games – Symposium
Überlegungen zum Umgang mit dem Begriff Outsider Art
Samstag, 11.2.2023, 10:30–17 Uhr
mit Lisa Arndt, Nikola Dietrich, Andreas Fischer, Amelie Gappa, Charlotte Laubard, Kito Nedo, Nadine Oberste-Hetbleck, Susanne Pfeffer, Falk Wolf, Susanne Zander
Mit dem Symposium soll der Frage nachgegangen werden, ob es heute eine Notwendigkeit für Kategorisierungen durch Begriffe wie Outsider Art gibt. Ist eine Definition überhaupt möglich, oder ist der Begriff eher Willkür und orientiert er sich nicht vielmehr auch an gesellschaftlichen Normvorstellungen als am künstlerischen Werk?
Das Symposium ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung Game of No Games. Anleitung zu beschwingtem Gehen, die historische und zeitgenössische Werke von Künstler:innen zeigt, die in der Geschichte der Kunst kaum Beachtung fanden und deren Teilnahme an der Gesellschaft und im Kunstbetrieb, beispielsweise durch Vormundschaft, Entzug des Wahlrechts oder Diskriminierung eingeschränkt wurde und noch immer wird.
10:30–11.00 Uhr
Begrüßung Nikola Dietrich und Susanne Zander
Amelie Gappa
Eine feministische Perspektive auf das Werk Helga Goetzes
11:00–11:30 Uhr
Lisa Arndt
Adelhyd van Bender – Das Atom ist unbesiegbar
11:30–12:15 Uhr
Andreas Fischer
“Nimm Farben zur Hand und zeichne…“: Das Medium Margarethe Held
(wegen Krankheit ausgefallen)
12:30–13:15 Uhr
Falk Wolf
Der Schatten der Avantgarde
13:15–14:00 Uhr
Charlotte Laubard (Vortrag in englischer Sprache)
Finding new grounds – Auf neuen Pfaden
15:15–16:30 Uhr
Panel
Moderation: Nadine Oberste-Hetbleck
Sprecher:innen: Nikola Dietrich, Kito Nedo, Susanne Pfeffer und Susanne Zander
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.
Das Symposium wird in Zusammenarbeit mit dem ZADIK | Zentralarchiv für deutsche und internationale Kunstmarktforschung, Universität zu Köln veranstaltet.

Ewa Majewska
Coronafuga. Fragments of online dating discourse from pandemic times
Begrüßung durch Eva Birkenstock und Nikola Dietrich
Buchpräsentation und Lesung mit Ewa Majewska und dem Performancekünstler Wojciech Kosma
im Ludwig Forum, Aachen
Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
Zum Abschluss von reboot: responsiveness findet im Ludwig Forum Aachen eine Präsentation und Lesung der neusten Publikation der polnischen Kulturtheoretikerin und Aktivistin Ewa Majewska in Anwesenheit der Autorin sowie dem Performancekünstler Wojciech Kosma.
Bei Coronafuga. Fragments of online dating discourse from pandemic times handelt es sich um eine autotheoretische Verhandlung des Online-Dating-Diskurses während der Covid-19-Pandemie. Das Buch kombiniert Theorie und digitale Dating-Gespräche in dem Bemühen, eine literarische Darstellung der Diskurse über Intimität in Zeiten der Pandemie zu erstellen. Medien und andere Werkzeuge wie Dating-Seiten, Gespräche in, um und über digitales Flirten und unmittelbare Unterhaltungen sind Schlüsselelemente dieses Buches.
Ewa Majewska (lebt in Warschau) ist eine feministische Kulturtheoretikerin, Aktivistin und Autorin. Sie lehrte an der Universität der Künste in Berlin, der Universität Warschau und der Jagiellonen-Universität in Krakau. Ebenfalls war sie Gastwissenschaftlerin an der University of California, Berkeley, dem ICI Berlin und dem IWM in Wien. Derzeit arbeitet sie an der University of Social Sciences and Humanities University in Warschau. Sie veröffentlichte sechs Bücher, zuletzt 2021 Feminist Antifascism. Counterpublics of the Common und publizierte u.a. in Journalen und auf Plattformen wie e-flux, Signs, Third Text, Journal of Utopian Studies und Jacobin. Ihre aktuellen Forschungsschwerpunkte sind Archivstudien, Dialektik des Schwachen, feministische kritische Theorie und Antifaschismus.
Wojciech Kosma (lebt in Berlin und Warschau) ist ein Performancekünstler und Musiker der unter dem Namen spalarnia auftritt.
Die Publikation ist Teil von reboot: – ein kollaborativer, zyklischer, antirassistischer und queer-feministischer Dialog zwischen performativen und forschungsbasierten Praktiken, das gemeinsam vom Kölnischen Kunstverein und dem Ludwig Forum Aachen ausgerichtet wird. Der erste Zyklus reboot: responsivness eröffnete Infrastrukturen für provisorische Inszenierungen, Proben, prozesshafte Choreografien und Begegnungen rund um Themen wie Präsenz, Intimität, Fürsorge und Verantwortung. Konzipiert von Eva Birkenstock, Nikola Dietrich und Viktor Neumann.
Ewa MajewskaCoronafuga. Fragments of online dating discourse from pandemic timesHerausgegeben von Eva Birkenstock, Nikola Dietrich, Viktor Neumann
In Englischer Sprache
Publiziert vom Ludwig Forum Aachen und dem Kölnischen Kunstverein im DISTANZ Verlag
ISBN 978-3-95476-523-2
Zu erwerben ist das Buch im Ludwig Forum Aachen sowie im Onlineverkauf des DISTANZ Verlags.
€ 16,-

Film-Screening mit einer Einleitung von Naeem Mohaiemen
Donnerstag, 15.06.2023, 16–18 Uhr
Two Meetings and a Funeral (2017): „Die Dritte Welt war kein Ort, sondern ein Projekt.“ (Vijay Prashad, The Darker Nations, 2007). Es sollte eine utopische Allianz sein, in der der globale Süden eine planetarische Führerschaft neu gestalten und die euro-amerikanische Dominanz beenden würde. Die Bewegung der Blockfreien Staaten (Non-Aligned Movement/NAM) versuchte, einen „dritten Weg“ zu beschreiten, doch die parallele Beteiligung einiger Mitgliedsländer am Petrodollar-gesteuerten „islamischen Block“ zerriss die fragilen Koalitionen hinter den Kulissen. Two Meetings and a Funeral untersucht den „Dreh- und Angelpunkt“ zwischen dem Treffen der Blockfreien Bewegung (NAM) 1973 in Algerien und dem Treffen der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) 1974 in Pakistan. Die Auflösung alter Allianzen begann mit einer kaum erkennbaren Überschneidung zwischen diesen beiden Gruppen, die nach der OPEC-Ölkrise, der iranischen Revolution und der Invasion in Afghanistan weltweite Bedeutung erlangen sollte.
Auf einer Reise durch die Hinterlassenschaften der transnationalen Architektur (Niemeyer, Moretti, Le Corbusier) in New York, Algier und Dhaka betrachtet der Film die Erosion der Idee der Dritten Welt als potenzieller Raum für die Dekolonisierung und ein stets unvollkommenes Verständnis des Sozialismus. In Gesprächen zwischen Vijay Prashad, Samia Zennadi, Atef Berredjem, Amirul Islam und Zonayed Saki geht es um die Widersprüche von Dekolonilisierungsbewegungen, die nie daran gedacht haben, ihre eigene Führung zu befreien. Der Film ist die zentrale Arbeit in Mohaiemens lose miteinander verbundenen Projekten rund um die Bewegung der Blockfreien Staaten.
Das Film-Screening ist Teil der Ausstellung Langer Tag von Naeem Mohaiemen, kuratiert von Nina Möntmann, 14.-18.6. 2023, Temporary Gallery.
Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft: kuratorisches Projekt des DFG-Graduiertenkollegs „anschliessen – ausschliessen. Kulturelle Praktiken jenseits globaler Vernetzung.“
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Genoveva Filipovic: Bridge of Sigh, 2022
Pop-up Buch aus eloxiertem Aluminiumblech, Papier und Klammern, in zwei Schubern
27 x 7 x 33 cm
Auflage: 20 + 5 AP
Zertifikat
€ 250,00
Die von Interzone, Berlin erarbeiteten und hergestellten Aluminium-Rohlinge sind flach aus einem Stück gefräst. Die drei Hauptelemente wurden anschließend gebohrt, um die Verbindungen durch Scharniere einzusetzen. Die Mittelscharniere des Buchrückens sind verklebt und insgesamt 12 Präzisionsteile wurden von Hand montiert. Die Oberflächen sind feingeschliffen und durch Eloxierung beschichtet. (G.F.)
Genoveva Filipovic (*1986 in Frankfurt am Main) lebt in New York. Ihre Arbeiten wurden zuletzt in der Galleria Federico Vavassori in Mailand (2019); der Kunsthalle Zürich (2019); bei Goton in Paris (2018); Greene Naftali (2018), Svetlana (2018) und Dead Ends (2016) in New York; Vilma Gold in London (2016) sowie Neue Alte Brücke in Frankfurt am Main (2014) gezeigt.


