Archiv (Auswahl)

Archiv (Auswahl)

2024
  • Eröffnung: Ausstellungseröffnung: Chris Korda – Artist's Con(tra)ception, 24.5.2024
    Chris Korda, Self-Portrait Styled by Botticelli 1 (Ball), 2023
    Fr 24. Mai 2024, 18 – 21 Uhr
    Ausstellungseröffnung: Chris Korda – Artist’s Con(tra)ception
  • Einzelausstellung: Amanda van Hesteren, 13.4. – 5.5.2024
    If All This Was Fiction: Films 2016–2023

    Amanda van Hesteren
    If All This Was Fiction: Films 2016–2023

    Filmprogramm im Kino des Kölnischen Kunstvereins, kuratiert von Nicholas Tammens

    Eröffnungsabend: Freitag, 12.4., 18 Uhr
    18:30 Uhr Screening Filme
    19:30 Uhr Gespräch zwischen Amanda van Hesteren und Nicholas Tammens in englischer Sprache
    20:30 Uhr Wiederholung Screening

    Amanda van Hesteren – If All This Was Fiction: Filme 2016–2023 im Kölnischen Kunstverein ist die deutschlandweit erste Präsentation von Filmen der niederländischen Filmemacherin Amanda van Hesteren (geb. 1991, Amsterdam). Das Programm zeigt die Entwicklung von van Hesterens Methodik als Filmemacherin in den letzten acht Jahren anhand von vier Filmporträts, die sich auf Flirts, Familie und Freund:innen konzentrieren.

    Amanda van Hesteren fand mit 23 Jahren zum Filmen, als sie eine Kamera in den Urlaub nahm. „Ich nahm meine Kamera mit, weil ich Geschichten finden wollte“, erzählt sie. „Mir war klar, dass ich sie direkt auf der Straße finden würde“. In den acht Jahren, die seither vergangen sind, hat van Hesterens Kamera gleich mehrere Perspektiven eingenommen: ihren eigenen Blick, den ihrer Protagonist:innen und den Blick des Stand-Ins sowie außenstehender Beobachtender.

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    Das Filmprogramm wird gefördert von:

  • Filmvorführung, Eröffnung: Eröffnung Amanda van Hesteren – If All This Was Fiction: Films 2016–2023, 12.4.2024
    Fr 12. Apr 2024, 18 – 21 Uhr
    Filmprogramm im Kino des Kölnischen Kunstvereins, kuratiert von Nicholas Tammens Eröffnungsabend: Freitag, 12.4., 18 Uhr 18:30 Uhr Screening Filme 19:30 Uhr Gespräch zwischen Amanda van Hesteren und Nicholas Tammens in englischer Sprache 20:30 Uhr Wiederholung Screening
  • Ausstellung: Kölner Architekturpreis, 9. – 14.4.2024



    Kölner Architekturpreis 2024
    Di., 9.4. – Sa., 13.4., je 11–18 Uhr
    So., 14.4. 11–16 Uhr
    Eintritt frei
    Weitere Informationen

  • Vermittlung, Führung: Führung durch die Ausstellung Hoi Köln, Teil 3: Albtraum Malerei, 24.3.2024
    Bild: Paul Coker Jr.
    So 24. Mrz 2024, 15 – 16 Uhr
    Führung durch die Ausstellung Hoi Köln Teil 3 mit Valérie Knoll, Direktorin. Der Eintritt zu den Ausstellungen, Veranstaltungen und Führungen ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
  • Vortrag: »Von Albrecht Dürer bis Richard Prince: Künstler und ihre Fälschungen – ein spezielles Verhältnis« von Hubertus Butin, 15.3.2024
    Fr 15. Mrz 2024, 19 – 21 Uhr
    Nicht nur SammlerInnen, HändlerInnen, ExpertInnen und MuseumsdirektorInnen sind zunehmend von Kunstfälschungen betroffen, sondern auch die Künstlerinnen und Künstler, deren Werke betrügerisch nachgeahmt werden. Wie gehen diese selbst mit dem Thema um? Meist versuchen sie, sich gegen die Fälscher zu wehren. Doch mitunter akzeptieren sie die Fälschungen nachträglich oder reflektieren den Betrug auf bildnerische Weise. Manche Künstler agieren sogar selbst tatkräftig als Fälscher eigener oder fremder Werke. Einige leisten sich hingegen einen eher humorvollen Schwindel auf Kosten des Kunstbetriebs. Der Kunsthistoriker und Fälschungsexperte Hubertus Butin aus Berlin beleuchtet in seinem Vortrag die vielfältigen und teils skurrilen Formen der künstlerischen Auseinandersetzung mit Fälschungen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
  • Vermittlung, Führung: Führung durch die Ausstellung Hoi Köln, Teil 3: Albtraum Malerei, 6.3.2024
    Bild: Paul Coker Jr.
    Mi 6. Mrz 2024, 17 – 18 Uhr
    Führung durch die Ausstellung Hoi Köln Teil 3 mit Anna Heldmann, kuratorische Assistenz. Der Eintritt zu den Ausstellungen, Veranstaltungen und Führungen ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
  • Vermittlung, Führung: Führung durch die Ausstellung Hoi Köln, Teil 3: Albtraum Malerei, 21.2.2024
    Bild: Paul Coker Jr.
    Mi 21. Feb 2024, 17 – 18 Uhr
    Führung durch die Ausstellung Hoi Köln Teil 3 mit Anna Heldmann, kuratorische Assistenz. Der Eintritt zu den Ausstellungen, Veranstaltungen und Führungen ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
  • Ausstellung: Hoi Köln, 3.2. – 24.3.2024
    Bild: Paul Coker Jr.
    Teil 3: Albtraum Malerei

    Eröffnung: Freitag, 2. Februar, 18 Uhr

    Marie Angeletti, Monika Baer, BLESS, Vittorio Brodmann, Jakob Buchner, Milena Büsch, Merlin Carpenter, Matthias Groebel, Fischli Weiss, Hansi Fuchs, Sophie Gogl, Hamishi Farah, Jacqueline Humphries, Dozie Kanu, Nora Kapfer, Morag Keil, Emil Michael Klein, Maggie Lee, Lorenza Longhi, Alan Michael, Kaspar Müller, Vera Palme, Gunter Reski, Jean-Frédéric Schnyder, Dennis Scholl, Nolan Simon, Dominik Sittig, Lucie Stahl, Megan Francis Sullivan, Alfred d’Ursel, Amelie von Wulffen, Jie Xu, Barbara Zenner, Damon Zucconi

    Vor dieser eckigen Leere könnte alles werden. Der Horizont des Möglichen scheint offen. In jedem Moment wird ein Einfall durch das Bewusstsein zucken und alles auf die Leinwand bringen. Es könnte noch besser kommen, wenn der Pinsel nur anfinge und sich das Bild wie im Schlaf ohne mich malte. Die Leere leuchtet verheißungsvoll, aber das sind Augenblicke. Schon der erste Strich ruiniert, was gerade noch vorstellbar war. Er zeigt das Lächerlichste. Und mit jedem weiteren Strich geht es weiter bergab. Der eine wirkt müde und jener, der ihn zu wecken versucht, kommt doch nur aus der Trickkiste der Effekte. Die Konservierung des Konservierten dreht sich wie auf einem alten Jahrmarktkarussell. Was tun, wenn alle Würfel schon im letzten Jahrhundert geworfen wurden? Zögern und Zaudern, kleine Bilder, Riesenbilder, Abstraktion und Sumpf der Ambition, Formalismus, Figuration, Tornados von Pigmenten oder Minimal, Flirts mit Technologie. Es ändern sich Inhalte und Bezüge, aber ihre Form bleibt am Boden kleben, als sei er mit einer fiesen Flüssigkeit bedeckt. Das Emoji aus Öl versucht sich zitternd aus dem Sumpf zu heben und zieht dabei lange Fäden wie ein Kaugummi. Pinselstriche als Identitätskrisen, wie geplatzte Kaugummiblasen auf den Lippen Fäden ziehen.

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    Kuratiert von Valérie Knoll.

    Die Ausstellung wird großzügig gefördert durch:


    Bild: Paul Coker Jr.

  • Allgemein: Hoi Köln, 3.2. – 24.3.2024
    Bild: Paul Coker Jr.
    Teil 3: Albtraum Malerei

    Eröffnung: Freitag, 2. Februar, 18 Uhr

    Marie Angeletti, Monika Baer, BLESS, Vittorio Brodmann, Jakob Buchner, Milena Büsch, Merlin Carpenter, Matthias Groebel, Fischli Weiss, Hansi Fuchs, Sophie Gogl, Hamishi Farah, Jacqueline Humphries, Dozie Kanu, Nora Kapfer, Morag Keil, Emil Michael Klein, Maggie Lee, Lorenza Longhi, Alan Michael, Kaspar Müller, Vera Palme, Gunter Reski, Jean-Frédéric Schnyder, Dennis Scholl, Nolan Simon, Dominik Sittig, Lucie Stahl, Megan Francis Sullivan, Alfred d’Ursel, Amelie von Wulffen, Jie Xu, Barbara Zenner, Damon Zucconi

    Kuratiert von Valérie Knoll.

    Die Ausstellung wird großzügig gefördert durch:


    Bild: Paul Coker Jr.

  • Eröffnung: Ausstellungseröffnung Hoi Köln, Teil 3: Albtraum Malerei, 2.2.2024
    Fr 2. Feb 2024, 18 – 21 Uhr
    Ausstellungseröffnung Hoi Köln Teil 3: Albtraum Malerei  
  • Vermittlung, Führung: Führung durch die Ausstellung Hoi Köln, Teil 2: Im Bauch der Maschine, 21.1.2024
    So 21. Jan 2024, 15 – 16 Uhr
    Führung durch die Ausstellung Hoi Köln Teil 2 mit Ani Schulze. Der Eintritt zu den Ausstellungen, Veranstaltungen und Führungen ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
  • Vermittlung, Führung: Führung durch die Ausstellung Hoi Köln, Teil 2: Im Bauch der Maschine, 21.1.2024
    So 21. Jan 2024, 15 – 16 Uhr
    Führung durch die Ausstellung Hoi Köln Teil 2 mit Ani Schulze. Der Eintritt zu den Ausstellungen, Veranstaltungen und Führungen ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
  • Vermittlung, Führung: Führung durch die Ausstellung Hoi Köln, Teil 2: Im Bauch der Maschine, 10.1.2024
    Mi 10. Jan 2024, 17 – 18 Uhr
    Führung durch die Ausstellung Hoi Köln Teil 2 mit Anna Heldmann, kuratorische Assistentin. Der Eintritt zu den Ausstellungen, Veranstaltungen und Führungen ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
2023
  • Vermittlung, Führung: Führung durch die Ausstellung Hoi Köln, Teil 2: Im Bauch der Maschine, 21.12.2023
    Do 21. Dez 2023, 17 – 18 Uhr
    Führung durch die Ausstellung Hoi Köln Teil 2 mit Valérie Knoll, Direktorin. Der Eintritt zu den Ausstellungen, Veranstaltungen und Führungen ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
  • Sonderveranstaltung: The Christmas Show, 13.12.2023
    Mi 13. Dez 2023, 19 – 21 Uhr
    The Christmas Show – Ein Weihnachtsabend mit Geschichten, Musik, Puppen und Schauspiel, von und mit Claus Richter. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
  • Vermittlung, Führung: Führung durch die Ausstellung Hoi Köln, Teil 2: Im Bauch der Maschine, 10.12.2023
    So 10. Dez 2023, 15 – 16 Uhr
    Führung durch die Ausstellung Hoi Köln Teil 2 mit Ani Schulze. Der Eintritt zu den Ausstellungen, Veranstaltungen und Führungen ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
  • Ausstellung: Jahresgaben 2023, 2. – 17.12.2023

    Eröffnung: Freitag, 1. Dezember, 18 Uhr

    Marie Angeletti, BLESS, Milena Büsch, Peter Fischli, Sylvie Fleury, Ryan Gander, Lorenza Longhi, Kaspar Müller, Vera Palme, Gunter Reski, Franz Erhard Walther, Nicole Wermers, Amelie von Wulffen, Barbara Zenner

    Bestellungen der Jahresgaben 2023 können ab dem 1. Dezember 2023 bis einschließlich 17. Dezember 2023 schriftlich eingereicht werden. Gehen mehr Bestellungen ein, als Exemplare vorhanden sind, entscheidet das Los. Die Verlosung findet am 18. Dezember 2023 statt. Nach Auslosung des/der Käufer:in werden alle Interessenten über das Ergebnis der Auslosung schriftlich per E-Mail benachrichtigt. Alle verbliebenen Jahresgaben stehen nach der Auslosung weiterhin zum Verkauf und können jederzeit erworben werden.

    Die Jahresgaben und Editionen sind ein exklusives Angebot ausschließlich für die Mitglieder des Kölnischen Kunstvereins. Weitere Interessenten sind durch Eintritt in den Kölnischen Kunstverein im laufenden Kalenderjahr zum Erwerb berechtigt.

    Bitte beachten Sie unsere Bestellbedingungen und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

    Bild: Lorenza Longhi

  • Ausstellung: Hoi Köln, 2.12.2023 – 21.1.2024
    Teil 2: Im Bauch der Maschine

    Marie Angeletti, Monika Baer, BLESS, Vittorio Brodmann, Jakob Buchner, Milena Büsch, Merlin Carpenter, Matthias Groebel, Fischli Weiss, Hansi Fuchs, Sophie Gogl, Hamishi Farah, Jacqueline Humphries, Dozie Kanu, Nora Kapfer, Morag Keil, Emil Michael Klein, Maggie Lee, Lorenza Longhi, Alan Michael, Kaspar Müller, Vera Palme, Gunter Reski, Jean-Frédéric Schnyder, Dennis Scholl, Nolan Simon, Lucie Stahl, Megan Francis Sullivan, Alfred d’Ursel, Amelie von Wulffen, Jie Xu, Barbara Zenner, Damon Zucconi

    Die Künstliche Intelligenz macht große Schritte, generative Systeme erreichen neue Ebenen der Bild- und Textproduktion. Was bedeutet es für die Malerei, wenn sie von rechnenden Robotern hergestellt werden kann?

    In der Vergangenheit bildeten technologische Sprünge oft der Beginn langer Phasen revolutionärer Häutungen der Kunst. Vor den Sprüngen konnte sich der Mensch noch einbilden, er besitze das Privileg, etwas zu können. Danach, plötzlich überholt von der Technologie, musste er sich nach der Decke strecken. Der Impressionismus verdankte sich den Wechselwirkungen mit der Erfindung der Fotografie und vieles in der postmodernen Malerei wurde angeregt durch die Erfahrung mit dem Computer. Gerade scheint wieder der Beginn einer solchen Phase auf, in der sich die menschengemachte Kunst an ihrem technologischen Spiegel abarbeiten muss. Was können diese Maschinen und wo kommen sie an ihre Grenzen? Mit der Frage, wie er sich von ihr unterscheidet, und der Suche nach seiner Nische schaut der Mensch durch die Maschine auf sich selbst.

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    Kuratiert von Valérie Knoll

    Die Ausstellung wird großzügig gefördert von:

    Bild: Mareike Tocha

  • Eröffnung: Ausstellungseröffnung Hoi Köln, Teil 2: Im Bauch der Maschine, 1.12.2023
    Fr 1. Dez 2023, 18 – 21 Uhr
    Ausstellungseröffnung Hoi Köln Teil 2: Im Bauch der Maschine  
  • Vermittlung, Führung: Führung durch die Ausstellung Hoi Köln, Teil 1: Begrüßung des Raumes, 19.11.2023
    Bild: Basel Tourismus/Peter Ziegler
    So 19. Nov 2023, 15 – 16 Uhr
    Führung durch die Ausstellung Hoi Köln mit Valérie Knoll, Direktorin. Der Eintritt zu den Ausstellungen, Veranstaltungen und Führungen ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
  • Vermittlung, Führung: Führung durch die Ausstellung Hoi Köln, Teil 1: Begrüßung des Raumes, 8.11.2023
    Bild: Basel Tourismus/Peter Ziegler
    Mi 8. Nov 2023, 17 – 18 Uhr
    Führung durch die Ausstellung Hoi Köln mit Ani Schulze. Der Eintritt zu den Ausstellungen, Veranstaltungen und Führungen ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
  • Vermittlung, Führung: Führung durch die Ausstellung Hoi Köln, Teil 1: Begrüßung des Raumes, 25.10.2023
    Bild: Basel Tourismus/Peter Ziegler
    Mi 25. Okt 2023, 17 – 18 Uhr
    Führung durch die Ausstellung Hoi Köln mit Anna Heldmann, kuratorische Assistenz. Der Eintritt zu den Ausstellungen, Veranstaltungen und Führungen ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
  • Künstlergespräch: Gespräch zwischen Valérie Knoll und Peter Fischli, 20.10.2023
    Fr 20. Okt 2023, 19 – 20 Uhr
    Gespräch zwischen Valérie Knoll (Direktorin Kölnischer Kunstverein) und Peter Fischli (Künstler, Zürich) über die von ihm kuratierte Ausstellung Stop Painting in der Fondazione Prada, Venedig (2021).
  • Vermittlung, Führung: Führung durch die Ausstellung Hoi Köln, Teil 1: Begrüßung des Raumes, 15.10.2023
    Bild: Basel Tourismus/Peter Ziegler
    So 15. Okt 2023, 15 – 16 Uhr
    Führung durch die Ausstellung Hoi Köln mit Ani Schulze. Der Eintritt zu den Ausstellungen, Veranstaltungen und Führungen ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
  • Ausstellung: Hoi Köln, 29.9. – 19.11.2023
    Bild: Basel Tourismus/Peter Ziegler
    Teil 1: Begrüßung des Raumes

    Mit Marie Angeletti, Monika Baer, BLESS, Vittorio Brodmann, Jakob Buchner, Milena Büsch, Merlin Carpenter, Hamishi Farah, Fischli Weiss, Hansi Fuchs, Sophie Gogl, Matthias Groebel, Jacqueline Humphries, Dozie Kanu, Nora Kapfer, Morag Keil, Emil Michael Klein, Maggie Lee, Lorenza Longhi, Alan Michael, Kaspar Müller, Vera Palme, Gunter Reski, Jean-Frédéric Schnyder, Dennis Scholl, Nolan Simon, Lucie Stahl, Megan Francis Sullivan, Alfred d’Ursel, Amelie von Wulffen, Jie Xu, Barbara Zenner, Damon Zucconi

    „Hoi“ sagen die Menschen, dort wo ich herkomme, wenn sie sich auf der Straße begrüßen. Nach Köln bin ich gekommen, da ich die Malerei liebe und ich keinen besseren Ort für die Auseinandersetzung mit diesem Medium wüsste. Darum begrüße ich diesen Raum mit einem Überblick über die Gegenwart einer der ältesten Gattungen der bildenden Kunst. Aufregend ist die Malerei gerade jetzt, nicht etwa wegen meiner Leidenschaft, sondern da wieder ganz viel gemalt wird und die offenen Fragen der Kunst erneut in Bewegung geraten sind. Das heißt nicht, die Fortsetzung der Malerei wäre ein leichtes Spiel. Auf ihrer neuen Blütezeit lastet wie ein hartes Gericht der lange Schatten ihrer Geschichte. Die Probleme kommen aber nicht nur von hinten, sie kommen auch von vorne. Da sich die Malerei langsam entwickelt, benötigt sie die Vorstellung einer ewigen Zukunft, in der ihre schleichenden Bewegungen irgendwann einmal ankommen können.

    Gerade wirkt die Aussicht auf das Kommende nicht nur verhangen; es ist schwierig geworden, sich die Zukunft überhaupt vorzustellen. Wird vielleicht in der Hoffnung gemalt, dass jene Zukunft, die im Nebel der Dystopien und Untergangsszenarien kaum noch zu erkennen ist, wieder aufscheinen wird? Gegen das Gefühl einer bröckelnden Kontinuität weiterzumalen kann auch als Ausdruck eines „Prinzip Hoffnung“ betrachtet werden, das gewillt ist, gegen alle Widerstände einer Welt, die sich für das Dunkel entschieden hat, ein Licht am Ende des Tunnels zu erkennen. Malen wäre dann ein Handeln gegen den Strich, das mit einem zarten Lächeln aus der gesellschaftlichen Übereinkunft herausschwimmt.

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    Kuratiert von Valérie Knoll

    Hoi Köln, Teil 1: Begrüßung des Raumes wurde durch den Kölner Kulturrat in der Kategorie „Kulturereignis des Jahres 2023“ für den Kulturpreis nominiert.

    Die Ausstellung wird großzügig gefördert von:

    Bild: Basel Tourismus/Peter Ziegler

  • Eröffnung: Ausstellungseröffnung Hoi Köln, 28.9.2023
    Bild: Basel Tourismus/Peter Ziegler
    Do 28. Sep 2023, 18 – 21 Uhr
    Ausstellungseröffnung Hoi Köln Teil 1: Begrüßung des Raumes Eröffnung am Donnerstag, 28. September 2023, 18–21 Uhr
    Ansprachen
    ab 19 Uhr, von Thomas Waldschmidt (Vorsitzender), Valérie Knoll (Direktorin), sowie von Susanne Imhoff (Vorstandsvorsitzende Imhoff Stiftung) Mit Marie AngelettiMonika BaerBLESS, Vittorio Brodmann, Jakob BuchnerMilena BüschMerlin Carpenter, Hamishi Farah, Fischli WeissHansi Fuchs, Sophie Gogl, Matthias Groebel, Jacqueline Humphries, Dozie KanuNora Kapfer, Morag Keil, Emil Michael KleinMaggie Lee, Lorenza LonghiAlan MichaelKaspar MüllerVera Palme, Gunter Reski, Jean-Frédéric SchnyderDennis Scholl, Nolan Simon, Lucie Stahl, Megan Francis Sullivan, Alfred d’Ursel, Amelie von WulffenJie XuBarbara Zenner, Damon Zucconi  
  • Veranstaltung: Clips mit Marie Angeletti und Line Ebert, 19.6.2023
    Mo 19. Jun 2023, 19 – 20 Uhr
    Veranstaltung im Rahmen von Marie Angelettis Ausstellung „ram spin cram“ mit der Künstlerin und Line Ebert. Die Veranstaltung wird auf Englisch sein. Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
  • Vermittlung, Führung: Führung durch die Ausstellung ram spin cram, 18.6.2023
    So 18. Jun 2023, 15 – 16 Uhr
    Führung durch Marie Angelettis Ausstellung „ram spin cram“ mit Ani Schulze. Der Eintritt zu den Ausstellungen, Veranstaltungen und Führungen ist frei.
  • Filmvorführung: Naeem Mohaiemen, Two Meetings and a Funeral – Film-Screening mit einer Einleitung von Naeem Mohaiemen, 15.6.2023
    Naeem Mohaiemen, Two Meetings and a Funeral, 2017, 3-Kanal Videoinstallation
    Do 15. Jun 2023, 16 – 18 Uhr

    Two Meetings and a Funeral (2017): „Die Dritte Welt war kein Ort, sondern ein Projekt.“ (Vijay Prashad, The Darker Nations, 2007). Es sollte eine utopische Allianz sein, in der der globale Süden eine planetarische Führerschaft neu gestalten und die euro-amerikanische Dominanz beenden würde. Die Bewegung der Blockfreien Staaten (Non-Aligned Movement/NAM) versuchte, einen „dritten Weg“ zu beschreiten, doch die parallele Beteiligung einiger Mitgliedsländer am Petrodollar-gesteuerten „islamischen Block“ zerriss die fragilen Koalitionen hinter den Kulissen. Two Meetings and a Funeral untersucht den „Dreh- und Angelpunkt“ zwischen dem Treffen der Blockfreien Bewegung (NAM) 1973 in Algerien und dem Treffen der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) 1974 in Pakistan. Die Auflösung alter Allianzen begann mit einer kaum erkennbaren Überschneidung zwischen diesen beiden Gruppen, die nach der OPEC-Ölkrise, der iranischen Revolution und der Invasion in Afghanistan weltweite Bedeutung erlangen sollte.

    Auf einer Reise durch die Hinterlassenschaften der transnationalen Architektur (Niemeyer, Moretti, Le Corbusier) in New York, Algier und Dhaka betrachtet der Film die Erosion der Idee der Dritten Welt als potenzieller Raum für die Dekolonisierung und ein stets unvollkommenes Verständnis des Sozialismus. In Gesprächen zwischen Vijay Prashad, Samia Zennadi, Atef Berredjem, Amirul Islam und Zonayed Saki geht es um die Widersprüche von Dekolonilisierungsbewegungen, die nie daran gedacht haben, ihre eigene Führung zu befreien. Der Film ist die zentrale Arbeit in Mohaiemens lose miteinander verbundenen Projekten rund um die Bewegung der Blockfreien Staaten.

    Das Film-Screening ist Teil der Ausstellung Langer Tag von Naeem Mohaiemen, kuratiert von Nina Möntmann, 14.-18.6. 2023, Temporary Gallery.

    Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft: kuratorisches Projekt des DFG-Graduiertenkollegs „anschliessen – ausschliessen. Kulturelle Praktiken jenseits globaler Vernetzung.“

  • Vermittlung, Führung: Führung durch die Ausstellung ram spin cram, 24.5.2023
    Mi 24. Mai 2023, 17 – 18 Uhr
    Führung durch die Ausstellung „ram spin cram“ von Marie Angeletti mit Nikola Dietrich, Direktorin und Kuratorin der Ausstellung. Der Eintritt zu den Ausstellungen, Veranstaltungen und Führungen ist frei.
  • Vermittlung, Führung: Führung durch die Ausstellung ram spin cram, 30.4.2023
    So 30. Apr 2023, 15 – 16 Uhr
    Führung durch die Ausstellung „ram spin cram“ von Marie Angeletti mit Ani Schulze. Der Eintritt zu den Ausstellungen, Veranstaltungen und Führungen ist frei.
  • zu Gast: Poetica – »In the name of the earth, in the name of the country«, 21.4.2023
    Fr 21. Apr 2023, 19 Uhr
    Lesungen und Gespräche mit Daniela Danz, Kateryna Kalytko und Els Moors Immer dringlicher wird die Frage, wie nicht-menschlichen Entitäten eine Sprache verliehen werden kann. In Neuseeland wurde zuletzt dem Fluss Whanganui der Status einer Rechtspersönlichkeit zuerkannt. Welche Rechte lassen sich auf Tiere, Flüsse, Ökosysteme und Länder ausdehnen? Diese Frage berührt nicht nur die Sprache des Rechts, sondern auch die Sprache einer Poesie, die im Namen der Gerechtigkeit sprechen will. An diesem Abend kommen drei Dichterinnen zusammen, die im Namen der Erde oder eines Landes zu schreiben versuchen. Daniela Danz lässt in ihren Gedichten eine Wildniß sprechen, die sich wehrt und die Zivilisation überwuchert. Im Gespräch wird es darum gehen, wie sich das zeitgenössische »Nature Writing« zu Hölderlins Begriff des »Vaterlands« verhält und welches falsche Verständnis davon den NSU umtrieb, mit dessen Taten sich Danz in ihrem Opernlibretto Der Mordfall Halit Yozgat befasst hat. Els Moors wurde 2018/19 in Belgien zur »Dichterin des Vaderlands« ernannt und hat mit einem »Klimalied« die Aktivist:innen ihres Landes unterstützt. Im Sommer 2020 bereiste sie die Ukraine. An den Gedichten von Kateryna Kalytko zeigt sich die Aufgabe von Poesie in Zeiten des Krieges. In ihren Texten sind die Traditionen der ukrainischen Volkslieder und der orthodoxen Kirchengesänge ebenso präsent wie die Erfahrungen des russischen Angriffskrieges. Moderation: Christian Filips und Els Moors. In Kooperation mit dem Literaturhaus Köln.
    Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Englisch statt. Eintritt 12/8/6 EUR Karten erhalten Sie über den Vorverkauf des Literaturhauses Köln und an der Abendkasse.
  • Einzelausstellung: Marie Angeletti – ram spin cram, 1.4. – 2.7.2023

    In ihrer ersten institutionellen Ausstellung in Deutschland, ram spin cram (rammen drehen stopfen), präsentiert Marie Angeletti (*1984) neu geschaffene Werke im gesamten Gebäude des Kunstvereins.

    Präzise artikuliert, erhält jedes Element — Skulptur, Photographie und Video — die gleiche Aufmerksamkeit. ram spin cram beginnt nicht in der Haupthalle und endet in den letzten Räumlichkeiten im Obergeschoss, sondern ist überall gleichzeitig zu erleben. Jeder Raum kann als eine Abfolge von Aktionen gelesen werden, die sich im Laufe der Zeit angehäuft haben. In der Haupthalle sind Werke aus den vergangenen zwei Monaten zu sehen. Im Kinosaal, im Ober- und Untergeschoss hat Angeletti Werke, die aus einer nicht näher bestimmten Periode stammen, neu arrangiert.


    Danke an Nikola, Stefan, Line, Gianna, Henrik, Gérard, Anne, Anna, Olga, John, Michele, Dora, Matt, Tonio, Jakob, Lucas, Richard, Annie, Daniel, Jordan, Seb, Medhi, Toni, Pippa, Tim, Marco, Varun, Sol.

    Danke Istal, Marseille, für die Finanzierung der Produktion der Metallpfeiler und Quadrissimo, Marseille, für die Silbergelatinedrucke und Daniela Taschen, die mich in Köln untergebracht hat.

    Marie Angeletti (*1984, Marseille, lebt in New York) hatte u.a. Ausstellungen im Centre d’edition contemporain in Genf; im Künstlerhaus Bremen; Musée de la ville de Paris, Paris; Le Consortium, Dijon; im Kunsthaus Glarus; in der Kunsthalle Zürich; Treize, Paris; Castillo/Corrales, Paris und den Galerien Lars Friedrich, Berlin; Edouard Montassut, Paris; Reena Spaulings und Greene Naftali, New York.

    Kuratiert von Nikola Dietrich

    ram spin cram Text

    Marie Angeletti, Men at Work, 2023, Diashow, 12:45 min (Ausschnitt), Courtesy: Édouard Montassut, Paris / Galerie Lars Friedrich, Berlin

    Die Ausstellung wird gefördert von:

  • Vermittlung, Führung: Letzter Ausstellungstag: Führung durch die Ausstellung "Game of No Games" mit Ani Schulze, 5.3.2023
    Lee Godie in Game of No Games. Anleitung zu beschwingtem Gehen, 2022. Installationsansicht Kölnischer Kunstverein, 2022. Courtesy: The Museum of Everything. Foto: Mareike Tocha.
    So 5. Mrz 2023, 15 – 16 Uhr
    Führung durch die Ausstellung „Game of No Games. Anleitung zu beschwingtem Gehen“ am letzten Ausstellungstag mit Ani Schulze. Der Eintritt zu den Ausstellungen, Veranstaltungen und Führungen ist frei.
  • Symposium: Game of No Games – Symposium, 11.2.2023
    Dietrich Orth, Anleitung zu beschwingtem, freudigen Gehen, 1987. Installationsansicht Kölnischer Kunstverein, 2022. Courtesy: Rezipink Collection. Foto: Mareike Tocha.
    Sa 11. Feb 2023, 10:30 – 17 Uhr

    Game of No Games – Symposium Überlegungen zum Umgang mit dem Begriff Outsider Art Samstag, 11.2.2023, 10:30–17 Uhr

    mit Lisa Arndt, Nikola Dietrich, Andreas Fischer, Amelie Gappa, Charlotte Laubard, Kito Nedo, Nadine Oberste-Hetbleck, Susanne Pfeffer, Falk Wolf, Susanne Zander

    Mit dem Symposium soll der Frage nachgegangen werden, ob es heute eine Notwendigkeit für Kategorisierungen durch Begriffe wie Outsider Art gibt. Ist eine Definition überhaupt möglich, oder ist der Begriff eher Willkür und orientiert er sich nicht vielmehr auch an gesellschaftlichen Normvorstellungen als am künstlerischen Werk?

    Das Symposium ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung Game of No Games. Anleitung zu beschwingtem Gehen, die historische und zeitgenössische Werke von Künstler:innen zeigt, die in der Geschichte der Kunst kaum Beachtung fanden und deren Teilnahme an der Gesellschaft und im Kunstbetrieb, beispielsweise durch Vormundschaft, Entzug des Wahlrechts oder Diskriminierung eingeschränkt wurde und noch immer wird.

    10:30–11.00 Uhr Begrüßung Nikola Dietrich und Susanne Zander

    Amelie Gappa Eine feministische Perspektive auf das Werk Helga Goetzes

    11:00–11:30 Uhr Lisa Arndt Adelhyd van Bender – Das Atom ist unbesiegbar

    11:30–12:15 Uhr Andreas Fischer “Nimm Farben zur Hand und zeichne…“: Das Medium Margarethe Held
    (ausgefallen wegen Krankheit)

    12:30–13:15 Uhr Falk Wolf Der Schatten der Avantgarde

    13:15–14:00 Uhr Charlotte Laubard (Vortrag in englischer Sprache) Finding new grounds – Auf neuen Pfaden

    15:15–16:30 Uhr Panel Moderation: Nadine Oberste-Hetbleck Sprecher:innen: Nikola Dietrich, Kito Nedo, Susanne Pfeffer und Susanne Zander

    Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.

    Das Symposium wird in Zusammenarbeit mit dem ZADIK | Zentralarchiv für deutsche und internationale Kunstmarktforschung, Universität zu Köln veranstaltet.

    Weitere Informationen

    Gefördert von:

  • Allgemein: Game of No Games – Symposium, 11.2.2023
    Lee Godie, Game of No Games. Anleitung zu beschwingtem Gehen, 2022. Installationsansicht Kölnischer Kunstverein, 2022. Courtesy: The Museum of Everything. Foto: Mareike Tocha.
    10–16 Uhr
    Lee Godie, Game of No Games. Anleitung zu beschwingtem Gehen, 2022. Installationsansicht Kölnischer Kunstverein, 2022. Courtesy: The Museum of Everything. Foto: Mareike Tocha.

    Symposium – Game of No Games
    Samstag, 11.2.2023, 10–16 Uhr

    mit Lisa Arndt, Nikola Dietrich, Andreas Fischer, Amelie Gappa, Charlotte Laubard, Kito Nedo, Susanne Pfeffer, Nadine Oberste-Hetbleck, Falk Wolf und Susanne Zander.

    Weitere Informationen folgen in Kürze!

  • Vermittlung, Führung: Führung durch die Ausstellung "Game of No Games" mit Ani Schulze, 5.2.2023
    Lee Godie in Game of No Games. Anleitung zu beschwingtem Gehen, 2022. Installationsansicht Kölnischer Kunstverein, 2022. Courtesy: The Museum of Everything. Foto: Mareike Tocha.
    So 5. Feb 2023, 15 – 16 Uhr
    Führung durch die Ausstellung „Game of No Games. Anleitung zu beschwingtem Gehen“ mit Ani Schulze. Der Eintritt zu den Ausstellungen, Veranstaltungen und Führungen ist frei.
  • zu Gast: Kammerkonzerte im Kunstverein – 1. Kammerkonzert 2023: 20 Jahre Kölner Klassik Ensemble, 4.2.2023
    Sa 4. Feb 2023, 18 Uhr
    Die Jahreszeiten: Vivaldi, Piazzolla & Cage Das 20-jährige Jubiläum des Kölner Klassik Ensembles feiern wir mit einem besonderen Programm. Gemeinsam mit den herausragenden Geigenvirtuosen Alexander Prushinskiy und Arsenis Selalmazidis halten wir einen Rückblick auf das frühe Repertoire unseres Ensembles. Die eigenen Arrangements der „Las Estaciones Porteñas“ von Astor Piazzolla waren ein großer Erfolg des jungen Ensembles. Wir kombinieren wie damals diese Jahreszeiten aus Argentinien mit den berühmten „Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi und verbinden beides mit „Quietly Flowing Along“ aus dem Jahreszeitenzyklus von John Cage (Quartet in Four Parts). Einem bewussten Bruch des typischen Jahreszeiten-Ablaufs in Zeiten des Klimawandels und seinen Herausforderungen für uns. Das große Jubiläumskonzert am 4. Februar 2023 ist zugleich das Eröffnungskonzerte des neuen Programms 2023. Auch in diesem Jahr erwartet das Publikum wieder ein hochkarätiges und spannendes Programm mit herausragenden Ensembles aus NRW. Solisten: Alexander Prushinskiy, Violine (Vier Jahrszeiten Piazzolla) Arsenis Selalmazidis, Violine (Vier Jahreszeiten Vivaldi) Svetlana Shtraub, Violine Erin Kirby, Viola Lena Kravets, Violoncello Marik Kushniryk, Kontrabass Marta Dotkus, Cembalo Tobias Kassung, Gitarre & Arrangements Programm: 1. John Cage: Quietly Flowing Along (Sommer) 2. Astor Piazzolla: Otoño Porteño (Herbst) 3. Antonio Vivaldi: L’inverno – Der Winter, op. 8 Nr. 4, RV 297 4. Astor Piazzolla: Primavera Porteña (Frühling) 5. Antonio Vivaldi: L’estate – Der Sommer, op. 8 Nr. 2, RV 315 – Pause – 1. John Cage: Quietly Flowing Along (Sommer) 2. Antonio Vivaldi: L’autunno – Der Herbst, op. 8 Nr. 3, RV 293 3. Astor Piazzolla: Invierno Porteño (Winter) 4. Antonio Vivaldi: La primavera – Der Frühling, op. 8 Nr. 1, RV 269 5. Astor Piazzolla: Verano Porteño (Sommer) Karten sind auf KölnTicket erhältlich: www.koelnticket.de Aktuelle Infos & Link zum VVK unter: www.koelner-klassik-ensemble.de
  • Buchpräsentation, Filmvorführung: Rabe perplexum: Ein Gespräch und Filmscreening mit Philipp Gufler und Mareike Schwarz zur Künstler:in Rabe perplexum, 27.1.2023
    Philipp Gufler, Quilt #08 (Rabe perplexum), 2015, silkscreen on fabric, 92 x 180 cm, Photo: Roman März, Courtesy the artist and BQ, Berlin
    Fr 27. Jan 2023, 19 – 21 Uhr

    Rabe perplexum wurde 1956 als Manuela Margarete Hahn in München geboren. 1982 legte Hahn den Namen und das weibliches Geschlecht ab und lebte als Rabe perplexum. Rabes Werk erstreckt sich über verschiedene Medien: Performance, Text, Malerei, Video und Multimediainstallationen. In performativen Arbeiten involvierte Rabe oft die eigene Mutter, Liebhaber, Familie, Freund*innen und zufällige Bekanntschaften und führte diese in Kunstinstitutionen, im Theater, in queeren Musikclubs, sowie im öffentlichen Raum auf. 1996 verstarb Rabe. 

    Bei der Veranstaltungen erzählen der Künstler Philipp Gufler und die Kunstwissenschaftlerin Mareike Schwarz über ihre Annäherungen an Rabe perplexum. Gezeigt wird der Kurzfilm „Das Leben der Sonderschülerin Heidi S.“ (1984, 5. Min.), die Videodokumentation „Live-Malaktion Alles für Deutschland.Pow-Wow für München“ im Fußgänger-Untergeschoss am Marienplatz, München (1984, 5 Min.) von Rabe Perplexum und der Kurzfilm „Becoming-Rabe“ (2016, 8 Min.) von Philipp Gufler. 

    Philipp Gufler und Mareike Schwarz sind zusammen mit Ergül Cengiz, Burcu Dogramaci und Angela Stiegler teil des Ausstellungs- und Publikationsprojekts „Exzentrische 80er: Tabea Blumenschein, Hilka Nordhausen, Rabe perplexum und Kompliz*innen aus dem Jetzt“. Es erzählt eine andere Geschichte der Kunst der Achtziger in der Bundesrepublik; jenseits der großen männlichen Meistererzählung, die bislang das Narrativ dieser Jahre dominiert. Die Ausstellung ist bis zum 4. Februar 2023 in der Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten in Berlin und ab 25. März 2023 im Kunsthaus Hamburg zu sehen und wird von einer Publikation im b_books Verlag begleitet, die an dem Abend im Kölnischen Kunstverein zu erwerben ist. 

    Philipp Gufler (München / Amsterdam) verbindet in seiner künstlerischen Arbeitsweise verschiedene Medien, darunter Siebdrucke auf Stoff und Spiegel, Künstlerbücher, Performances und Videoinstallationen. Seit 2013 ist er ein aktives Mitglied im selbst-organisierten Forum Queeres Archiv München. Er besuchte die Künstlerresidenzen De Ateliers, Amsterdam, Skowhegan School of Painting & Sculpture, Maine, USA und Delfina Foundation, London, UK. Mareike Schwarz arbeitet zu Fragen von Public Art / Interest, Erinnerungskultur und Kunstrezeption. Sie studierte Wirtschafts- und Literaturwissenschaft sowie Kunstgeschichte in Berlin, Cambridge, Buenos Aires und München. Ihre Masterarbeit zu Kunst im öffentlichen Raum wurde mit dem Universitätspreis der Stadt München ausgezeichnet. Derzeit ist sie Doktorandin bei der Forschungsgruppe METROMOD an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

    Gefördert von:

  • Buchpräsentation: Buchvorstellung und Gespräch – Ewa Majewska: Coronafuga. Fragments of Online Dating Discourse from Pandemic Times, im Ludwig Forum, Aachen, 26.1.2023
    Do 26. Jan 2023, 18 – 20 Uhr

    Ewa Majewska Coronafuga. Fragments of online dating discourse from pandemic times Begrüßung und Einführung von Eva Birkenstock und Nikola Dietrich Buchpräsentation und Lesung mit Ewa Majewska und dem Performancekünstler Wojciech Kosma im Ludwig Forum, Aachen

    Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

    Zum Abschluss von reboot: responsiveness findet im Ludwig Forum Aachen eine Präsentation und Lesung der neusten Publikation der polnischen Kulturtheoretikerin und Aktivistin Ewa Majewska in Anwesenheit der Autorin sowie dem Performancekünstler Wojciech Kosma.

    Bei Coronafuga. Fragments of online dating discourse from pandemic times handelt es sich um eine autotheoretische Verhandlung des Online-Dating-Diskurses während der Covid-19-Pandemie. Das Buch kombiniert Theorie und digitale Dating-Gespräche in dem Bemühen, eine literarische Darstellung der Diskurse über Intimität in Zeiten der Pandemie zu erstellen. Medien und andere Werkzeuge wie Dating-Seiten, Gespräche in, um und über digitales Flirten und unmittelbare Unterhaltungen sind Schlüsselelemente dieses Buches.

    Ewa Majewska (lebt in Warschau) ist eine feministische Kulturtheoretikerin, Aktivistin und Autorin. Sie lehrte an der Universität der Künste in Berlin, der Universität Warschau und der Jagiellonen-Universität in Krakau. Ebenfalls war sie Gastwissenschaftlerin an der University of California, Berkeley, dem ICI Berlin und dem IWM in Wien. Derzeit arbeitet sie an der University of Social Sciences and Humanities University in Warschau. Sie veröffentlichte sechs Bücher, zuletzt 2021 Feminist Antifascism. Counterpublics of the Common und publizierte u.a. in Journalen und auf Plattformen wie e-flux, Signs, Third Text, Journal of Utopian Studies und Jacobin. Ihre aktuellen Forschungsschwerpunkte sind Archivstudien, Dialektik des Schwachen, feministische kritische Theorie und Antifaschismus.

    Wojciech Kosma (lebt in Berlin und Warschau) ist ein Performancekünstler und Musiker der unter dem Namen spalarnia auftritt.

    Die Publikation ist Teil von reboot: – ein kollaborativer, zyklischer, antirassistischer und queer-feministischer Dialog zwischen performativen und forschungsbasierten Praktiken, das gemeinsam vom Kölnischen Kunstverein und dem Ludwig Forum Aachen ausgerichtet wird. Der erste Zyklus reboot: responsivness eröffnete Infrastrukturen für provisorische Inszenierungen, Proben, prozesshafte Choreografien und Begegnungen rund um Themen wie Präsenz, Intimität, Fürsorge und Verantwortung. Konzipiert von Eva Birkenstock, Nikola Dietrich und Viktor Neumann.

    Ewa Majewska Coronafuga. Fragments of online dating discourse from pandemic times Herausgegeben von Eva Birkenstock, Nikola Dietrich, Viktor Neumann In Englischer Sprache Publiziert vom Ludwig Forum Aachen und dem Kölnischen Kunstverein im DISTANZ Verlag ISBN 978-3-95476-523-2

    Zu erwerben ist das Buch im Ludwig Forum Aachen sowie im Onlineverkauf des DISTANZ Verlags.

    16,-

  • Vermittlung, Führung: Führung durch die Ausstellung "Game of No Games" mit Ani Schulze, 22.1.2023
    Lee Godie in Game of No Games. Anleitung zu beschwingtem Gehen, 2022. Installationsansicht Kölnischer Kunstverein, 2022. Courtesy: The Museum of Everything. Foto: Mareike Tocha.
    So 22. Jan 2023, 15 – 16 Uhr
    Führung durch die Ausstellung „Game of No Games. Anleitung zu beschwingtem Gehen“ mit Ani Schulze. Der Eintritt zu den Ausstellungen, Veranstaltungen und Führungen ist frei.
2022
  • Vermittlung, Führung: Führung durch die Ausstellung "Game of No Games" mit Anna Heldmann, 14.12.2022
    William Scott in Game of No Games. Anleitung zu beschwingtem Gehen, 2022. Installationsansicht Kölnischer Kunstverein, 2022. Courtesy: The Museum of Everything. Foto: Mareike Tocha.
    Mi 14. Dez 2022, 17 – 18 Uhr
    Führung durch die Ausstellung „Game of No Games. Anleitung zu beschwingtem Gehen“ mit Anna Heldmann, kuratorische Assistenz. Der Eintritt zu den Ausstellungen, Veranstaltungen und Führungen ist frei.
  • Vermittlung, Führung: Führung durch die Ausstellung "Game of No Games" mit Ani Schulze, 4.12.2022
    Lee Godie in Game of No Games. Anleitung zu beschwingtem Gehen, 2022. Installationsansicht Kölnischer Kunstverein, 2022. Courtesy: The Museum of Everything. Foto: Mareike Tocha.
    So 4. Dez 2022, 15 – 16 Uhr
    Führung durch die Ausstellung „Game of No Games. Anleitung zu beschwingtem Gehen“ mit Ani Schulze. Der Eintritt zu den Ausstellungen, Veranstaltungen und Führungen ist frei.
  • Vermittlung, Führung: Führung durch die Ausstellung "Game of No Games" mit Nikola Dietrich, 23.11.2022
    William Scott in Game of No Games. Anleitung zu beschwingtem Gehen, 2022. Installationsansicht Kölnischer Kunstverein, 2022. Courtesy: The Museum of Everything. Foto: Mareike Tocha.
    Mi 23. Nov 2022, 17 – 18 Uhr
    Führung durch die Ausstellung „Game of No Games. Anleitung zu beschwingtem Gehen“ mit Nikola Dietrich, Direktorin und Co-Kuratorin der Ausstellung. Der Eintritt zu den Ausstellungen, Veranstaltungen und Führungen ist frei.
  • Ausstellung: Game of No Games, 13.11.2022 – 5.3.2023
    William Scott, Untitled, 2013, Courtesy of The Museum of Everything.
    Anleitung zu beschwingtem Gehen
    William Scott in Game of No Games. Anleitung zu beschwingtem Gehen, 2022. Installationsansicht Kölnischer Kunstverein, 2022. Courtesy: The Museum of Everything. Foto: Mareike Tocha.

    Die Ausstellung zeigt historische und zeitgenössische Werke von Künstler:innen, die in der Geschichte der Kunst kaum Beachtung fanden und deren Teilnahme an der Gesellschaft und im Kunstbetrieb, beispielsweise durch Vormundschaft, Entzug des Wahlrechts oder Diskriminierung eingeschränkt wurde und noch immer wird. Damit geht einher, dass meist keine stabile institutionelle Verankerung oder größere (Kunst-) Netzwerke und Supportsysteme verfügbar sind. Gängige Kategorisierungen, wie Outsider Art oder Art Brut, mit der parallelen Hervorhebung ihrer angeblichen Unterscheidungsmerkmale, die bislang häufig als Narrative von spontan vs. geplant, angeboren vs. erlernt, naiv vs. anspruchsvoll, oder etwa primitiv vs. modern gelesen werden, sind heute als überholt anzusehen und kritisch zu hinterfragen. Die Ausstellung möchte daher auch ein anderes Verständnis hinsichtlich etablierter Denkweisen der Kunstwelt und eine selbstverständlichere Ausstellungspraxis beziehungsweise Repräsentation bezüglich künstlerischer Praktiken erreichen.

    Die im Kölnischen Kunstverein gezeigten Künstler:innen tauchen in ihren Werken in selbstentfremdende Rollenspiele ab, in denen sie andere Identitäten annehmen und eine Verwandlung – bis hin zur Tierwerdung – stattfindet. „Ich bin ein verdammter Jäger, aber ich weiß, dass es Unfrieden macht. … Ich muss es [das Unruhige] überdecken, damit ich weiter in der Gesellschaft überhaupt existieren kann“, sagte die Künstlerin Rabe perplexum (in „Experimente, Der unbekannte Künstler“, 1987), die in ihren Werken und Leben die Rolle eines Raben annimmt.

    Es geht nicht darum, die hier vorgestellten Künstler:innen mit ihrer künstlerischen Praxis als gesellschaftlich ausgegrenzt zu positionieren, als Künstler:innen die hinter scheinbarer Weltabgewandtheit verdrängte Realitäten ausbreiten oder unterdrückte Sehnsüchte entfalten, viel mehr zeigt die Ausstellung, wie sie ganz bewusst mit ihren Abhängigkeiten arbeiten. So entwarf beispielsweise Adelhyd van Bender ein großes und vielschichtiges Werk, das die Welt in mathematische Formeln zerlegt und – durch Assoziationsketten mit biografischen Angaben verschränkend – eine neue Ordnung bildet. Als Vorlage für seine mehrfach kopierten und überarbeiteten Zeichnungen verwendete er häufig an ihn gerichtete Briefe von Ämtern, die von seinem steten Kampf gegen die Verlängerung seiner Vormundschaft zeugten.

    Häufig positionieren sich diese Künstler:innen inmitten der Gesellschaft, genau in die Kunst-Unorte und Zwischenräume hinein, in der eine größere Öffentlichkeit vorzufinden ist, um sich zu ihr zu verhalten und mit einer ihnen jeweils eigenen Selbstverständlichkeit Kritik an ihr zu üben. Indem die Künstler:innen gesellschaftliche Konventionen, Normen und dominierende Traditionen verlassen und Gesellschafts- beziehungsweise Geschlechterinszenierungen unterminiert werden, stoßen sie häufig auf Unverständnis. So auch die Künstlerin Helga Goetze, die in den 70er Jahren aus einem konventionellen Lebensentwurf ausbrach und später vor der Gedächtniskirche in Berlin fast täglich freie Liebe, Sex und weibliche Lust propagierte.

    Das radikale Potenzial der hier zusammengekommenen Werke liegt darin, uneingelöste politisch-soziale Versprechen einzufordern und, wie beispielsweise Dietrich Orth in einem der Ausstellung titelgebendem Werk anklingen lässt, Anleitungen und Vorschläge zu einem besseren, gerechteren Umgang miteinander zu geben. Aus ihnen wird eine tiefe, in die Zukunft weisende Sehnsucht erkennbar, die auch als Kritik an der Gegenwart verstanden werden kann.

    Die Ausstellung wurde kuratiert von Nikola Dietrich und Susanne Zander.

    Mit den Künstler:innen Adelhyd van Bender, Klaus Beyer, Lee Godie, Helga Sophia Goetze, Margarethe Held, Dietrich Orth, Albert Leo Peil, Rabe perplexum, William Scott, Wendy Vainity und August Walla.


    Abbildung: William Scott, Untitled, 2013, Courtesy of The Museum of Everything


    Die Ausstellung wird gefördert von:

    Weitere Unterstützung: Jan Fischer, Unternehmer und Förderer des Kölnischen Kunstvereins sowie der NRW Kunstvereins-Landschaft

  • Ausstellung: Jahresgaben 2022, 13.11. – 4.12.2022

    mit Rosa Aiello, Genoveva Filipovic, Calla Henkel und Max Pitegoff, Manfred Holtfrerich, Erika Landström, Luzie Meyer, José Montealegre, Dala Nasser, Daniela Ortiz, Thomas Ruff, John Russell, Jasmin Werner

    Eröffnung der Ausstellung: Samstag, 12.11.2022, 19 Uhr

    Bestellungen der Jahresgaben 2022 können ab dem 12. November bis einschließlich 04. Dezember 2022 schriftlich eingereicht werden. Gehen mehr Bestellungen ein, als Exemplare vorhanden sind, entscheidet das Los. Die Verlosung findet am 05. Dezember 2022 statt. Nach Auslosung werden alle Interessent:innen über das Ergebnis per E-Mail benachrichtigt. Alle verbliebenen Jahresgaben stehen nach der Auslosung weiterhin zum Verkauf und können jederzeit erworben werden.

    Die Jahresgaben und Editionen sind ein exklusives Angebot ausschließlich für die Mitglieder des Kölnischen Kunstvereins. Weitere Interessenten sind durch Eintritt in den Kölnischen Kunstverein im laufenden Kalenderjahr zum Erwerb berechtigt.

    Bitte beachten Sie unsere Bestellbedingungen und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

    Die Ausstellung wird gefördert von:

  • zu Gast: Kammerkonzerte im Kunstverein – 5. Konzert: Alinde Quartett, 5.11.2022
    Sa 5. Nov 2022, 18 Uhr
    Boccherini, Pauels & Schubert Das Alinde Quartett aus Köln ist mittlerweile eine feste Größe unter den hervorragenden, etablierten Streichquartetten. Ausgebildet u.a. bei Professor Günter Pichler (Alban Berg Quartett) an der „Escuela Superior de Musica Reina Sofia“ Madrid und Eberhard Feltz an der Musikhochschule „Hanns Eisler“ Berlin tritt das Alinde Quartett heute bei renommierten Festivals wie dem Verbier Festival, Aldeburgh Residencies, Chamber Music European Meetings in Bordeaux oder dem Mozartfest Würzburg auf. Im Sommer 2018 war es Teil der Chamber Music Residency beim Festival in Aix-en-Provence. Ebenso war es Gast im Konzerthaus Berlin, im WDR Funkhaus Köln und in der Kölner Philharmonie. Für Hänssler Classic spielen die vier MusikerInnen in einem 8-jährigen Projekt bis 2028 alle Streichquartette von Franz Schubert ein. Besetzung: Eugenia Ottaviano, Violine Guglielmo Dandolo Marchesi, Violine Erin Kirby, Viola Bartolomeo Dandolo Marchesi, Violoncello Programm: Orlando di Lasso (1532-1594) Prophetiae Sibyllarum: Prolog Luigi Boccherini (1743-1805) Quartett op.32 Nr. 4 1.Allegro bizarro 2.Larghetto 3.Allegro con brio Heinz Horst Frank Pauels (1908-1985) Streichquartett Nr. 1, op. 4 #RepertoireNRW – Pause – Girolamo Frescobaldi (1583-1643) Canzon seconda a quattro sopra romanesca Franz Schubert (1797-1828) Streichquartett in a Moll n. 13 D 804 „Rosamunde“ 1. Allegro ma non troppo 2. Andante 3. Menuetto. Allegretto 4. Allegro moderato Ausführliche Informationen zum Ensemble: https://www.alindequartett.com/ Preise: 19,50 Euro inkl. VVK Gebühr, ermäßigt (Schüler, Studenten, KölnPass-Inhaber) 12,- Euro inkl. VVK Gebühr, Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt. Der Vorverkauf startet zur Zeit jeweils drei Wochen vor den jeweiligen Konzertterminen. Veranstalter / Aktuelle Infos: Kölner Klassik Ensemble Tickets kaufen Über die Konzertreihe: Die Musikmetropole am Rhein ist Heimatort zahlreicher international anerkannter Musikerinnen und Musiker. Mit ihrer Vielfalt und Qualität hat sich dabei die freie Kölner Kammermusikszene weltweit höchstes Ansehen erspielt. Die Kammerkonzerte im Kunstverein geben diesen Spitzenensembles aus Köln und NRW nun ein festes Schaufenster in ihrer Heimatstadt. Ab 2020 finden jährlich sechs Konzerte, jeweils Samstag Abends um 18 Uhr, im Riphahnsaal des Kölnischen Kunstvereins statt. Zentral am Neumarkt bietet der Riphahnsaal mit seiner offenen, schönen Architektur eine hervorragende Akustik für Kammermusik der internationalen Spitzenklasse. Die Verbindung von zeitgenössischer, bildender Kunst und der epochenübergreifenden Kammermusik setzt ein Symbol für die Einheit von Kunst, ihrer Vielfältigkeit und Aktualität und verspricht ein einzigartiges Ambiente.
  • Vortrag, Performance: Diavortrag und Performance von John Russell: Death Race, 2022, 16.10.2022
    John Russell: Cavapoo, 2022. Installationsansicht Kölnischer Kunstverein, 2022. Courtesy: der Künstler, Bridget Donahue, New York und High Art, Paris. Foto: Mareike Tocha.
    So 16. Okt 2022, 18 – 19 Uhr
    Diavortrag und Performance von John Russell Death Race, 2022 (Riphahnsaal) Ein Rückblick auf die Ausstellung und die letzten Reisen zu spektakulären Orten am Meer, im Stil von Andrea Fraser. In englischer Sprache. Der Eintritt zu den Ausstellungen, Veranstaltungen und Führungen ist frei. Das Veranstaltungsprogramm wird gefördert durch:
  • Kinderworkshop, Vermittlung: Kinderworkshop mit John Russell und Yoni Hong, 16.10.2022
    John Russell: Cavapool, 2022 (detail). Installationsansicht Kölnischer Kunstverein, 2022. Courtesy: der Künstler, Bridget Donahue, New York und High Art, Paris. Foto: Mareike Tocha.
    So 16. Okt 2022, 15 – 17 Uhr
    Kinderworkshop mit John Russell und Yoni Hong (Ausstellungshalle) Für Kinder von 6 bis 14 Jahren, Anmeldung erforderlich. Kommt zum Kunstverein und malt auf dem Boden des großen Ausstellungsraums – direkt auf die Bodenfolie von John Russell. Malt Haie, Fische, Wellen, Delphine, Luftblasen und fotografiert euch selbst in der Szenerie. Materialien werden gestellt, keine Teilnahmegebühr. In deutscher und englischer Sprache. Das Veranstaltungsprogramm ist gefördert durch:
  • Führung: Führung durch die Ausstellung mit Nikola Dietrich und John Russell , 16.10.2022
    John Russell: Cavapool, 2022. Installationsansicht Kölnischer Kunstverein, 2022. Courtesy: der Künstler, Bridget Donahue, New York und High Art, Paris. Foto: Mareike Tocha.
    So 16. Okt 2022, 14 – 15 Uhr
    Führung durch die Ausstellung mit Nikola Dietrich und John Russell In deutscher und englischer Sprache.
  • zu Gast: Literaturhaus – Melanie Raabe: Die Kunst des Verschwindens, 12.10.2022
    Mi 12. Okt 2022, 19:30 Uhr
    Buch-Premiere! Melanie Raabe stellt im Gespräch mit Ulrich Noller ihren neuen Roman Die Kunst des Verschwindens (btb) vor. Darin trifft die junge Fotografin Nico auf die Schauspielerin Ellen Kirsch und fühlt sofort eine unheimliche Nähe und Verbundenheit. Gibt es das, eine Seelenverwandtschaft zwischen bislang Unbekannten? Was sehen die beiden Frauen ineinander? Eine Geschichte über eine intensive Begegnung und den Beginn einer Suche nach sich selbst. Mit einem Schlag weiß ich, wovon diese düstere Präsenz ausging, verstehe ich, was da anschlug in mir. Eine Art Frühwarnsystem der Katastrophe, dessen Signale ich nicht einordnen konnte, weil ich viel zu sehr mit mir beschäftigt war. Ich hatte Unrecht, als ich Nico sagte, ich könnte nur ab und zu spüren, wenn etwas Magisches passieren werde. Dieses Mal habe ich auch Vorboten des schieren Gegenteils gespürt, abstoßend und kalt wie der Geschmack von Metall. Melanie Raabe erzählt die Geschichte zweier ungleicher Frauen, deren Wege sich in Berlin immer wieder kreuzen und sie schließlich zueinander führen: Ellen Kirsch, inzwischen weltberühmter Hollywoodstar, und Nico, eine mäßig erfolgreiche Fotografin. Während beide Frauen mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen haben, scheinen die Momente, die sie spontan gemeinsam erleben, besonders und wohltuend. Kann eine einzige Begegnung ein Leben verändern? Gibt es Seelenverwandtschaft zwischen zwei Unbekannten? Als Ellen ganz plötzlich wieder verschwindet, versteht Nico nicht, warum sie sie nicht loslassen kann. Als ihr die Antwort auf diese Frage bewusst wird, macht sie sich auf die Suche nach Ellen – und nach ihrer eigenen Vergangenheit. Veranstalter: Literaturhaus Köln Veranstaltungspartner: btb, Buchhandlung Neusser Straße, WDR Cosmo

    Ort: Kölnischer Kunstverein, Hahnenstraße 6 Eintritt: 12,- / 10, – € Mitglieder: 8, – €

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  • Führung: Führung durch die Ausstellungen von John Russell und José Montealegre mit Ani Schulze, 9.10.2022
    José Montealegre: Tainting the well, 2022. Installationsansicht Kölnischer Kunstverein, 2022. Courtesy: der Künstler und Mountains, Berlin. Foto: Mareike Tocha.
    So 9. Okt 2022, 15 – 16 Uhr
    Führung durch die Ausstellungen von John Russell und José Montealegre mit Ani Schulze Der Eintritt zu den Ausstellungen, Veranstaltungen und Führungen ist frei.
  • Führung: Führung durch die Ausstellungen von John Russell und José Montealegre mit Miriam Bettin, 28.9.2022
    José Montealegre: Página 352, 2022. Installationsansicht Kölnischer Kunstverein, 2022. Courtesy: der Künstler und Mountains, Berlin. Foto: Mareike Tocha.
    Mi 28. Sep 2022, 17 – 18 Uhr
    Führung durch die Ausstellungen von John Russell und José Montealegre mit Miriam Bettin Der Eintritt zu den Ausstellungen, Veranstaltungen und Führungen ist frei.
  • zu Gast: Literaturhaus – Jennifer Egan: Candy Haus, 19.9.2022
    © Pieter M. Van Hattem
    © Pieter M. Van Hattem
    Mo 19. Sep 2022, 19:30 Uhr
    Der neue Roman der »wichtigsten amerikanischen Schriftstellerin ihrer Generation« (FAS): Pulitzer-Preisträgerin Jennifer Egan komponiert in Candy Haus (S. Fischer) einen Soundtrack aus schillernden Lebensläufen, die vor allem eines verbindet: die Suche nach dem Ich in einer digital überpräsenten Welt. Es moderiert Julian Hanebeck. Aus der Übersetzung von Henning Ahrens liest Milena Karas. In einer Welt, in der das Digitale einen immer größeren Raum einnimmt, verändert sich auch unweigerlich unser Alltag. Candy Haus spielt mit den damit einhergehenden Unsicherheiten und Ängsten: Es ist 2010 und Bix Bouton ist Gründer eines erfolgreichen Start-ups in den USA. Sein Coup ist eine App, die unsere Erinnerungen ins Netz hochlädt und für andere sichtbar und verfügbar macht. Ein gefährliches Glück, doch niemand kann den immensen Einfluss dieser neuen Möglichkeiten leugnen. Durch die Augen der bunt gemischten Figuren erleben wir die Welt der digitalen Erinnerungen aus verschiedenen Perspektiven. Aber wann geht Technologie zu weit? Welchen Preis zahlen wir dafür und wonach sehnen wir uns wirklich? Wo findet Liebe ihren Zusammenhalt, wenn sich Identität und Erinnerung auflösen? Jennifer Egan erzählt in ihrem großen visionären Roman von einer Suche nach Authentizität und Einmaligkeit, nach Familie und Geborgenheit in einer Gegenwart, in der die digitale Welt unsere Sehnsüchte auffrisst. Veranstalter: Literaturhaus Köln Veranstaltungspartner: S. Fischer Verlag

    Ort: Kölnischer Kunstverein, Hahnenstraße 6 Eintritt: 12,- / 10, – € Mitglieder: 8, – €

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  • zu Gast: Literaturhaus – Feridun Zaimoglu: Bewältigung, 13.9.2022
    © Melanie Grande
    © Melanie Grande
    Di 13. Sep 2022, 19:30 Uhr
    Feridun Zaimoglus neuer Roman Bewältigung (Kiepenheuer & Witsch) ist die Chronik eines Selbstversuchs, ein virtuoser Künstlerroman über jemanden, der sich vornimmt, Adolf Hitler zum Protagonisten seines Romans zu machen. Aber wo kippt Recherche in Obsession? Gibt es Stoffe, die sich der literarischen Bewältigung entziehen? Über einen Autor, dem der Versuch, Herr seines Stoffes zu werden, zum Verhängnis wird, spricht Feridun Zaimoglu mit Manuel Gogos. Der Autor hält inne, das ist ihm alles eine Peinlichkeit, er denkt: ›Ich kann doch nicht diesen Kerl ein Bittgebet sprechen lassen!‹ Wieso nicht? Der Mann war ein Mensch. Ein hochstaplerisch veranlagtes Menschenschwein, aber er war ein Mensch. Der kam nicht als dunkle Gewitterwolke über die Deutschen. Soll man jetzt für den Kerl Mitgefühl empfinden? Er will in seinem Buch kein Schreckbild zeichnen, keine Erscheinung zum Fürchten. Wieso nicht? Man soll sich nicht ergötzen können, man soll ihn aushalten müssen in all seiner Fadheit. Echt muss der Kerl geraten, dass der Bürger nicht nur Knopfaugen bekommt. Der Hass soll sich verdoppeln. Große Worte. In seinem neusten Roman erzählt Feridun Zaimoglu von einem Autor, der Hitler zur literarischen Figur werden lassen will. Zu Beginn scheint es eine normale Vorarbeit zu sein, eine schwierige zwar, aber keine unvertraute. Denn Schreiben bedeutet immer Anverwandlung, eine Nähe zum Material ist absolut notwendig. Was aber, wenn das Material sich nicht bewältigen lässt und beginnt, ein zerstörerisches Eigenleben zu führen? Die Recherchereise des Autors an »Schauplätze« Hitlers führt ihn immer tiefer hinein in die Gedankenwelt seines Protagonisten. Die Bayreuther Festspiele, München, Obersalzberg: ein surrealer Fiebertraum. Bald kann er seine Gedankenwelt und die seiner Figur nicht mehr klar voneinander trennen. Was gehört ihm, was gehört Hitler? An seiner Schreibmaschine versucht er seine Figur literarisch zu entfesseln und zugleich zu bannen. Und verliert Schritt für Schritt die Kontrolle über sein Projekt und mehr und mehr auch sich selbst. Wann beginnt Kunst toxisch zu werden für ihren »Schöpfer«? Und gibt es Stoffe oder Themen, die sich der literarischen Bewältigung entziehen, weil sie zu giftig sind? Feridun Zaimoglu hat einen virtuosen Künstlerroman geschrieben.

    Veranstalter: Literaturhaus Köln Veranstaltungspartner: Kiepenheuer & Witsch

    Ort: Kölnischer Kunstverein, Hahnenstraße 6 Eintritt: 12,- / 10, – € Mitglieder: 8, – €

    Tickets kaufen
  • Sonderveranstaltung: Tag des offenen Denkmals in Köln, 10. – 11.9.2022
    (34), Hahnenstraße 6, Die Brücke © Stadt Köln – Stadtkonservator, Amt für Denkmalschutz und Denkmalpflege. Foto: Dorothea Heiermann
    Sa 10. Sep 2022 – So 11. Sep 2022
    Tag des offenen Denkmals in Köln „Die Brücke“, ehemals British Information Center, wurde 1949/50 nach Plänen von Wilhelm Riphahn errichtet und diente als Ort der Begegnung. Der Winkelbau ist wie ein Gesamtkunstwerk durchgestaltet. Nachdem der Kölnische Kunstverein das denkmalgeschützte Gebäude 2002 bezog, konnte er es ganz im Sinne Riphahns als Musterbau der Moderne adaptieren. Öffnungszeiten Sa., 10.09., 11:00 bis 18:00 Uhr So., 11.09., 11:00 bis 18:00 Uhr Eintritt frei Programm Architekturführung am 10.9.2022 um 15:00 Uhr Dagmar Lutz M.A. (Künstlerin, Kunsthistorikerin), Dauer 60 Minuten Treffpunkt: Eingangsfoyer Kölnischer Kunstverein Leider ist die Architekturführung bereits ausgebucht.
    An beiden Tagen im Riphahnsaal von 11:00 bis 18:00 Uhr: Ausstellung und Kurzvorträge von ERCO, Spezialist für Architekturbeleuchtung www.erco.com
     
     
  • Lesung: A Nervous Reading von José Montealegre mit Nat Marcus und Mikhail Wassmer , 4.9.2022
    José Montealegre: Nervous System, 2022. Installationsansicht Kölnischer Kunstverein, 2022. Courtesy: der Künstler und Mountains, Berlin. Foto: Mareike Tocha.
    Sa 3. Sep 2022, 17 – 18 Uhr

    Eine Lesung anlässlich der Ausstellung von José Montealegre Nervous System im Rahmen der DC Open

    Mit Texten von José Montealegre, Nat Marcus und Mikhail Wassmer, Erzähler: Mark von Schlegell 

    Es war einmal ein junger Mann, nicht einmal fünfzehn Jahre alt, der auf der Suche nach Geschichten durch die Lande zog. Sein Name war Hilario Martinez, und wenn er auf ältere Leute mit faltigen Augen und lederner Haut traf, die ihm ein paar gute, altmodische Geschichten erzählen konnten, schickten sie ihn weg wie eine Schmeißfliege. „Du bist doch noch nicht einmal fünfzehn“, sagten sie, „hau ab, geh zurück zu deiner Mutter.“ Das enttäuschte Hilario sehr, aber er fand dennoch den Willen, weiterzugehen.
    Eines Tages ging Hilario einen Waldweg entlang und aß Stachelbeeren von einem Stachelbeerbaum nicht weit von der Straße entfernt. Dabei stieß er auf eine kleine Hexe, die in einer Plastikflasche stecken geblieben war. Sie krallte und kratzte an den Seiten und versuchte, das Plastik zu zerquetschen, um es abzubeißen und ein Loch zu reißen, damit sie entkommen konnte, aber das Plastik gab nicht nach. Er sagte zu der Hexe, als er die Flasche aufhob: „Hexe, du hast dich in der Flasche verfangen. Die Hexe seufzte und ließ sich auf ihren Hintern plumpsen. „Also…“, sagte die Hexe und schaute in die großen Augen von Hilario, der ihr Gehäuse wie ein Glühwürmchen hielt, „lässt du mich jetzt raus oder was?“
    Hilario war auf diese Frage nicht vorbereitet und überlegte, was er wohl Gewitztes sagen könnte.
    „Wie kann ich dich rauslassen, Hexe“, sagte er, „denn ich weiß nicht, wer dich da reingesteckt hat, vielleicht bist du eine verrückte Hexe und sobald ich die Flasche öffne, hältst du mich für einen Narren.“
    „Du scheinst schon ein Narr zu sein“, seufzte die Hexe, während sie zum Flaschenhals hinaufflog.
    „Oder vielleicht bist du die Sklavenhexe eines Riesen, der mir einen Strich durch die Rechnung machen wird, wenn er erfährt, dass ich seine Fee befreit habe.“
    „Nun, das ist eine gute Geschichte“, sagte die Hexe, während sie im erstickenden Hals der tränenförmigen Flasche schwebte, „aber…..“, fuhr sie fort, wurde aber von dem verwirrten Gesicht unterbrochen, das sie von außen anstarrte. Hilarios Augen waren auf sie gerichtet, wie zwei Mondsicheln, die über dem Horizont aufgingen. „Geschiiiiiichteeeen“, geiferte Hilaro, „gib mir die Geschiiiiiichteeeen“, wiederholte er, wie gebannt von den Händen der Hexe, die inzwischen die Schwäche des hamsternden Idioten erkannt hatte. 

    Text: José Montealegre

    Nat Marcus ist Dichterin, Sängerin und Designerin. Zusammen mit Zoe Darsee ist sie Mitherausgeberin von TABLOID Press, einem 2014 in Berlin gegründeten Imprint für Lyrik und Kunstbücher. Der Verlag legt den Fokus auf den öffentlichen Raum eines Gedichts und die Poetik eines sozialen Körpers. Marcus‘ Lyrik, Kunstkritik und Lyrikjournalismus sind auch in Arts of the Working Class, The Ransom Note, Edit und Berlin Art Link erschienen.

    Mikhail Wassmer (*1986 in South Surrey, B.C., Canada) studierte Fotografie an der Zürcher Hochschule der Künste und der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, und Freie Kunst an der Städelschule in Frankfurt am Main. In jüngster Vergangenheit stellte er Arbeiten in Einzelausstellungen bei RESPONSIBILITY (2020) und Harmony 100 (2022) in Basel aus. Seine Lyrik publizierte er selbst in Agitated Dairy (2020) und the end… (2021). Aus den beiden Pamphlets rezitierte er bei RESPONSIBILITY in Basel, KOBO in Zürich, Harmony 100 in Basel und Hopscotch in Berlin.

  • zu Gast: Kammerkonzerte im Kunstverein – 4. Konzert: Arundos Quintett, 3.9.2022
    Arundos Quintett
    Sa 3. Sep 2022, 18 Uhr
    Beethoven, Schumann, Blomenkamp & Ligeti Das Arundos Quintett ist ein in Nordrhein-Westfalen beheimatetes Bläserquintett, das sein Publikum immer wieder aufs Neue mit klassischen originellen Programmen begeistert. Gegründet während ihres Studiums an der Musikhochschule Köln sind sie seit 2013 ein fest etabliertes Bläserquintett und überzeugen mit Spielfreude, mitreißender Frische und einem perfekt aufeinander abgestimmten Spiel. Dabei präsentiert das Quintett ein außergewöhnliches Programm mit fantastischen Bearbeitungen von Werken von Beethoven und Schumann sowie wunderbaren neuen und neueren Kompositionen von Blomenkamp und Ligeti. Besetzung: Anna Saha, Flöte Yoshihiko Shimo, Oboe Christine Stemmler, Klarinette Lisa Rogers, Horn Yuka Maehrle, Fagott Programm: Ludwig van Beethoven Oktett op. 103 (bearbeitet für Bläserquintett von Guido Schäfer) 1. Allegro 2. Andante 3. Menuetto 4. Presto Robert Schumann Suite aus: Kinderszenen, op. 15 (bearbeitet für Bläserquintett von Hans Abrahamsen) – Pause – Thomas Blomenkamp Sept Desserts rythmiques (2006) 1. Sempre piano e leggiero 2. Calmo 3. Semplice e piano 4. Con fuoco 5. Con slancio 6. Calmo, ma con moto 7. Con delicatezza #RepertoireNRW György Ligeti Sechs Bagatellen für Bläserquintett (1953) 1. Allegro con spirito 2. Rubato. Lamentoso 3. Allegro grazioso 4. Presto ruvido 5. Adagio. Mesto 6. Molto vivace. Capriccioso Ausführliche Informationen zum Ensemble: https://www.arundosquintett.com Preise: 19,50 Euro inkl. VVK Gebühr, ermäßigt (Schüler, Studenten, KölnPass-Inhaber) 12,- Euro inkl. VVK Gebühr, Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt. Der Vorverkauf startet zur Zeit jeweils drei Wochen vor den jeweiligen Konzertterminen. Karten sind auf KölnTicket erhältlich: www.koelnticket.de Aktuelle Infos & Link zum VVK unter: www.koelner-klassik-ensemble.de Über die Konzertreihe: Die Musikmetropole am Rhein ist Heimatort zahlreicher international anerkannter Musikerinnen und Musiker. Mit ihrer Vielfalt und Qualität hat sich dabei die freie Kölner Kammermusikszene weltweit höchstes Ansehen erspielt. Die Kammerkonzerte im Kunstverein geben diesen Spitzenensembles aus Köln und NRW nun ein festes Schaufenster in ihrer Heimatstadt. Ab 2020 finden jährlich sechs Konzerte, jeweils Samstag Abends um 18 Uhr, im Riphahnsaal des Kölnischen Kunstvereins statt. Zentral am Neumarkt bietet der Riphahnsaal mit seiner offenen, schönen Architektur eine hervorragende Akustik für Kammermusik der internationalen Spitzenklasse. Die Verbindung von zeitgenössischer, bildender Kunst und der epochenübergreifenden Kammermusik setzt ein Symbol für die Einheit von Kunst, ihrer Vielfältigkeit und Aktualität und verspricht ein einzigartiges Ambiente.
  • Führung: Führung durch die Ausstellungen mit Miriam Bettin, 3.9.2022
    John Russell: Cavapool, 2022. Installationsansicht Kölnischer Kunstverein, 2022. Courtesy: der Künstler, Bridget Donahue, New York und High Art, Paris. Foto: Mareike Tocha.
    Sa 3. Sep 2022, 16 – 17 Uhr
    Führung durch die Ausstellungen von John Russell und José Montealegre mit Miriam Bettin im Rahmen der DC Open
  • Sonderveranstaltung: DC Open, 2. – 4.9.2022
    John Russell: Cavapool, 2022. Installationsansicht Kölnischer Kunstverein, 2022. Courtesy: der Künstler, Bridget Donahue, New York und High Art, Paris. Foto: Mareike Tocha.
    Fr 2. Sep 2022 – So 4. Sep 2022
    Öffnungszeiten Fr., 02.09., 11:00 bis 18:00 Uhr Sa., 03.09., 11:00 bis 18:00 Uhr So., 04.09., 11:00 bis 18:00 Uhr Eintritt frei Weitere Informationen finden Sie hier. Programm John Russell: Cavapool kuratiert von Nikola Dietrich José Montealegre: Nervous System kuratiert von Miriam Bettin Samstag, 3.9.2022, 16 Uhr Führung durch die Ausstellungen von John Russell und José Montealegre mit Miriam Bettin Sonntag, 4.9.2022, 17 Uhr (Kinosaal) A Nervous Reading von José Montealegre mit Nat Marcus und Mikhail Wassmer Es war einmal ein junger Mann, nicht einmal fünfzehn Jahre alt, der auf der Suche nach Geschichten durch die Lande zog. Sein Name war Hilario Martinez, und wenn er auf ältere Leute mit faltigen Augen und lederner Haut traf, die ihm ein paar gute, altmodische Geschichten erzählen konnten, schickten sie ihn weg wie eine Schmeißfliege. „Du bist doch noch nicht einmal fünfzehn“, sagten sie, „hau ab, geh zurück zu deiner Mutter.“ Das enttäuschte Hilario sehr, aber er fand dennoch den Willen, weiterzugehen. Eines Tages ging Hilario einen Waldweg entlang und aß Stachelbeeren von einem Stachelbeerbaum nicht weit von der Straße entfernt. Dabei stieß er auf eine kleine Hexe, die in einer Plastikflasche stecken geblieben war. Sie krallte und kratzte an den Seiten und versuchte, das Plastik zu zerquetschen, um es abzubeißen und ein Loch zu reißen, damit sie entkommen konnte, aber das Plastik ließ sich nicht bewegen. Er sagte zu der Hexe, als er die Flasche aufhob: „Hexe, du hast dich in der Flasche verfangen. Die Hexe seufzte und ließ sich auf ihren Hintern auf den Boden plumpsen. „Also…“, sagte die Hexe und schaute in die großen Augen von Hilario, der ihr Gehäuse wie ein Glühwürmchen hielt, „lässt du mich jetzt raus oder was?“ Hilario war auf diese Frage nicht vorbereitet und überlegte, was er wohl Gewitztes sagen könnte. „Wie kann ich dich rauslassen, Hexe“, sagte er, „denn ich weiß nicht, wer dich da reingesteckt hat, vielleicht bist du eine verrückte Hexe und sobald ich die Flasche öffne, hältst du mich für einen Narren.“ „Du scheinst schon ein Narr zu sein“, seufzte die Hexe, während sie zum Flaschenhals hinaufflog. „Oder vielleicht bist du die Sklavenhexe eines Riesen, der mir einen Strich durch die Rechnung machen wird, wenn er erfährt, dass ich seine Fee befreit habe.“ „Nun, das ist eine gute Geschichte“, sagte die Hexe, während sie im erstickenden Hals der tränenförmigen Flasche schwebte, „aber…..“, fuhr sie fort, wurde aber von dem verwirrten Gesicht unterbrochen, das sie von außen anstarrte. Hilarios Augen waren auf sie gerichtet, wie zwei Mondsicheln, die über dem Horizont aufgingen. „Geschiiiiiichteeeen“, geiferte Hilaro, „gib mir die Geschiiiiiichteeeen“, wiederholte er, wie gebannt von den Händen der Hexe, die inzwischen die Schwäche des hamsternden Idioten erkannt hatte. Text: José Montealegre Freitag, 2.9. bis Sonntag, 4.9.2022, stündlich zu jeder vollen Stunde von 11 bis 18 Uhr, am Sonntag bis 15 Uhr (Kinosaal) Filmvorführung EARLEY, 2021/2022 von John Russell (Video, Sound, 58 min) In der sengenden Hitze des ländlichen Frankreichs, im Sommer 2021, hat sich eine Gruppe von Künstler:innen und Filmemacher:innen daran gemacht, eine „aktuelle Version von Becketts absurder Nachkriegsvision, choreografiert auf den Bahnsteigen einer [Vorort-] Station“ zu drehen. Als Spiel mit Becketts Übersetzungsexperimenten ist die Erzählung in der kleinen britischen Stadt Earley situiert, wurde jedoch in Wirklichkeit in Arles, Südfrankreich, gedreht. Um diesen Kunstgriff noch zu verstärken, wurden alle französischen Beschilderungen auf den Bahnsteigen und an den Zügen mit englischen ausgetauscht. Während ihrer Recherche wurden die Filmemacher:innen vor dem Mythos des „Eierkopfs“ oder ‘Tête d’Oeuf’ gewarnt. Sie entschieden sich, diese Warnungen zu ignorieren und verweisen auf Eierkopf sogar in ihrem Script. Inmitten schmelzender Pollen, Mücken, gerinnender Ideologie und Schweißtropfen vor Hitze vergehend, mit dem anhaltenden Rhythmus zirpender Zikaden im Hintergrund, entfaltet sich ein intensiver Dialog zwischen zwei Pendlern, von denen einer die Form einer Giacometti-Skulptur annimmt. Text: John Russell
  • Lesung, Sonderveranstaltung: DC Open, 2. – 4.9.2022
    José Montealegre: Art History, 2018. Installationsansicht Kölnischer Kunstverein, 2022. Courtesy: der Künstler und Mountains, Berlin. Foto: Mareike Tocha.
    Sa 3. Sep 2022, 17 – 18 Uhr


    Öffnungszeiten
    Fr., 02.09., 11:00 bis 18:00 Uhr
    Sa., 03.09., 11:00 bis 18:00 Uhr
    So., 04.09., 11:00 bis 18:00 Uhr

    Eintritt frei

    Weitere Informationen finden Sie hier.

    Programm
    John Russell: Cavapool
    kuratiert von Nikola Dietrich

    José Montealegre: Nervous System
    kuratiert von Miriam Bettin

    Samstag, 3.9.2022, 16 Uhr
    Führung durch die Ausstellungen von John Russell und José Montealegre mit Miriam Bettin

    Sonntag, 4.9.2022, 17 Uhr (Kinosaal)
    A Nervous Reading von José Montealegre mit Nat Marcus und Mikhail Wassmer

    Es war einmal ein junger Mann, nicht einmal fünfzehn Jahre alt, der auf der Suche nach Geschichten durch die Lande zog. Sein Name war Hilario Martinez, und wenn er auf ältere Leute mit faltigen Augen und lederner Haut traf, die ihm ein paar gute, altmodische Geschichten erzählen konnten, schickten sie ihn weg wie eine Schmeißfliege. „Du bist doch noch nicht einmal fünfzehn“, sagten sie, „hau ab, geh zurück zu deiner Mutter.“ Das enttäuschte Hilario sehr, aber er fand dennoch den Willen, weiterzugehen.
    Eines Tages ging Hilario einen Waldweg entlang und aß Stachelbeeren von einem Stachelbeerbaum nicht weit von der Straße entfernt. Dabei stieß er auf eine kleine Hexe, die in einer Plastikflasche stecken geblieben war. Sie krallte und kratzte an den Seiten und versuchte, das Plastik zu zerquetschen, um es abzubeißen und ein Loch zu reißen, damit sie entkommen konnte, aber das Plastik ließ sich nicht bewegen. Er sagte zu der Hexe, als er die Flasche aufhob: „Hexe, du hast dich in der Flasche verfangen. Die Hexe seufzte und ließ sich auf ihren Hintern auf den Boden plumpsen. „Also…“, sagte die Hexe und schaute in die großen Augen von Hilario, der ihr Gehäuse wie ein Glühwürmchen hielt, „lässt du mich jetzt raus oder was?“
    Hilario war auf diese Frage nicht vorbereitet und überlegte, was er wohl Gewitztes sagen könnte.
    „Wie kann ich dich rauslassen, Hexe“, sagte er, „denn ich weiß nicht, wer dich da reingesteckt hat, vielleicht bist du eine verrückte Hexe und sobald ich die Flasche öffne, hältst du mich für einen Narren.“
    „Du scheinst schon ein Narr zu sein“, seufzte die Hexe, während sie zum Flaschenhals hinaufflog.
    „Oder vielleicht bist du die Sklavenhexe eines Riesen, der mir einen Strich durch die Rechnung machen wird, wenn er erfährt, dass ich seine Fee befreit habe.“
    „Nun, das ist eine gute Geschichte“, sagte die Hexe, während sie im erstickenden Hals der tränenförmigen Flasche schwebte, „aber…..“, fuhr sie fort, wurde aber von dem verwirrten Gesicht unterbrochen, das sie von außen anstarrte. Hilarios Augen waren auf sie gerichtet, wie zwei Mondsicheln, die über dem Horizont aufgingen. „Geschiiiiiichteeeen“, geiferte Hilaro, „gib mir die Geschiiiiiichteeeen“, wiederholte er, wie gebannt von den Händen der Hexe, die inzwischen die Schwäche des hamsternden Idioten erkannt hatte.

    Text: José Montealegre

    Nat Marcus ist Dichterin, Sängerin und Designerin. Zusammen mit Zoe Darsee ist sie Mitherausgeberin von TABLOID Press, einem 2014 in Berlin gegründeten Imprint für Lyrik und Kunstbücher. Der Verlag legt den Fokus auf den öffentlichen Raum eines Gedichts und die Poetik eines sozialen Körpers. Marcus‘ Lyrik, Kunstkritik und Lyrikjournalismus sind auch in Arts of the Working Class, The Ransom Note, Edit und Berlin Art Link erschienen.

    Mikhail Wassmer (*1986 in South Surrey, B.C., Canada) studierte Fotografie an der Zürcher Hochschule der Künste und der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, und Freie Kunst an der Städelschule in Frankfurt am Main. In jüngster Vergangenheit stellte er Arbeiten in Einzelausstellungen bei RESPONSIBILITY (2020) und Harmony 100 (2022) in Basel aus. Seine Lyrik publizierte er selbst in Agitated Dairy (2020) und the end… (2021). Aus den beiden Pamphlets rezitierte er bei RESPONSIBILITY in Basel, KOBO in Zürich, Harmony 100 in Basel und Hopscotch in Berlin.

    Freitag, 2.9. bis Sonntag, 4.9.2022, stündlich zu jeder vollen Stunde von 11 bis 18 Uhr, am Sonntag bis 15 Uhr (Kinosaal)
    Filmvorführung EARLEY, 2021/2022 von John Russell (Video, Sound, 58 min)

    In der sengenden Hitze des ländlichen Frankreichs, im Sommer 2021, hat sich eine Gruppe von Künstler:innen und Filmemacher:innen daran gemacht, eine „aktuelle Version von Becketts absurder Nachkriegsvision, choreografiert auf den Bahnsteigen einer [Vorort-] Station“ zu drehen.
    Als Spiel mit Becketts Übersetzungsexperimenten ist die Erzählung in der kleinen britischen Stadt Earley situiert, wurde jedoch in Wirklichkeit in Arles, Südfrankreich, gedreht. Um diesen Kunstgriff noch zu verstärken, wurden alle französischen Beschilderungen auf den Bahnsteigen und an den Zügen mit englischen ausgetauscht.
    Während ihrer Recherche wurden die Filmemacher:innen vor dem Mythos des „Eierkopfs“ oder ‘Tête d’Oeuf’ gewarnt. Sie entschieden sich, diese Warnungen zu ignorieren und verweisen auf Eierkopf sogar in ihrem Script.
    Inmitten schmelzender Pollen, Mücken, gerinnender Ideologie und Schweißtropfen vor Hitze vergehend, mit dem anhaltenden Rhythmus zirpender Zikaden im Hintergrund, entfaltet sich ein intensiver Dialog zwischen zwei Pendlern, von denen einer die Form einer Giacometti-Skulptur annimmt.

    Text: John Russell

     

  • Einzelausstellung: José Montealegre Nervous System, 20.8. – 16.10.2022
    José Montealegre: Nervous System, 2022.

    Eröffnung: Freitag, 19.8.2022, 19 Uhr


    In seiner ersten institutionellen Einzelausstellung Nervous System im Kölnischen Kunstverein setzt José Montealegre seine 2020 begonnene Werkserie Páginas fort. Ausgangspunkt für diese Skulpturen ist ein umfangreiches botanisches Archiv mit Pflanzenabbildungen, das im Zuge der spanischen Kolonisierung Mexikos entstand und als Nova Plantarum Animalium et Mineralium Mexicanorum (1628) veröffentlicht wurde. Es umfasst Hunderte von indigenen Pflanzen, die von den Kolonisatoren katalogisiert und neu systematisiert wurden. Detailreich übersetzt Montealegre diese botanischen Illustrationen in Kupferskulpturen und präsentiert sie im zweiten Stock des Kunstvereins. In seiner künstlerischen Praxis, die auch das Schreiben umfasst, entwirft der Künstler Erzählungen, die die Grenze zwischen Herkunft und (Fehl-)Übersetzung verwischen. Entgegen dem von Kolonialmächten geprägten Wissen lässt Montealegre marginalisierte Perspektiven auftauchen und fordert so kanonische Geschichte(n) heraus.

    Der Ausstellung folgt die erste Publikation von José Montealegre.


    Methodologien I

    Eins. Wie ein Protagonist einer Comic-Zeichnung, der in die rotierende Schnauze einer Gänsehaut-Stadt aus Beton wie zum Beispiel New York eintaucht, schnappt meine messingbeschlagene, lederne Aktentasche auf und alle meine Papiere fliegen weg. Jetzt bin ich spät dran. Jetzt bin ich arm. Jetzt habe ich Träume. Jetzt fliegen sie weg.

    Zwei. Es ist furchtbar offensichtlich, dass jedes Gespräch über die Methodologien der Kunst mit dem Leben beginnt und sicher auch endet. Beginnt, weil es die Quelle ist, die den Brunnen anzapft. Endet, weil aufgeblähte Goldfische die Beute der Falken sind.

    Drei. Dokumentenwirbelsturm. Scherenschnitt-Stadt. Der Nerv, die Nerven, nervöse Nerven aus Stahl. Der Tornado aus Seiten wirbelt Ordnung und Logik durcheinander und versetzt damit das Geschäftsgespräch in einen unverständlichen Schwebezustand, wo die Bürokratie keinen Halt findet und die Rankpflanze keine Wurzeln schlagen kann. Vielleicht hast du eine Nervenzelle, die fehlzündet. 

    Vier. Daraufhin wird mir klar, dass das, was gesucht wird, nicht zufällig sein kann. Eine Person, die das Loch in ihrer Tasche nicht stopft, nennt man Wohltäter:in.

    Fünf. Es ist der sich drehende Papierzyklon, der mein Leben so zerstört hat, der Ort der Selbstauflösung der Welt. Wo das Unsichtbare nicht nur gesehen wird, sondern sich verwandelt. Die schwebenden Papiere werden zu Kugeln zerknüllt. Sie enthalten, verbergen und machen Informationen unbrauchbar. Es ist wie der Blick in den Brunnen und den goldenen Meniskus sehen, der das Licht bricht, die gegossene und verwelkende Blüte, die sanft auf die Wasseroberfläche fällt und vom Wind umhergeweht wird, der Goldfisch, der unbeholfen, wenn nicht gar anmutig schwimmt, und die Kralle, die ihre Ruhe bricht und sich ins Wasser stürzt und den Goldfisch in eine andere ekstatische Welt trägt.

    Sechs. Im Mai 2020 lud ich eine digitale Kopie der Nova Plantarum Animalium et Mineralium Mexicanorum (1628) von Biodiversitylibrary.org auf einen USB-Stick herunter. Dann brachte ich diesen USB-Stick zu einer Druckerei für Studierende. Dort druckte ich sie in Schwarzweiß auf Recyclingpapier aus. Mit ledergebundenem Einband und allem Drum und Dran. Der 1.104 Seiten starke Dokumentenstapel enthält Hunderte von Zeichnungen von Pflanzen und Tieren aus dem heutigen Mexiko und Mittelamerika. Jede Zeichnung wird von einem Namen auf Nahuatl begleitet, der von den Imperien verstreut wurde, und einem lateinischen Namen, der von der modernen Botanik neu interpretiert wurde. Seit ich diese Version der ‚Nova Plantarum‘ gedruckt habe, blättere ich das Buch fast jeden Tag durch. Ich sehe mir die Pflanzen an und erkenne sie manchmal sofort. Manchmal dauert es aber auch Monate, bis mir klar wird, dass ich sie schon einmal gesehen habe, doch die meisten bleiben mir unbekannt. Wenn ich ihren Namen google, finde ich nichts. Nur durch diese Zeichnungen vertraut, sehe ich vage Möglichkeiten in der Landschaft. Wenn mir danach ist und wenn ich merke, dass ich sie bildhauerisch kenne, mache ich eine Skulptur der Zeichnung. Bis jetzt habe ich etwa achtzig Pflanzenskulpturen gemacht. Es sind noch Hunderte übrig. Jedes Mal, wenn ich die schwarz-weiße Druckausgabe dieses Buches durchblättere, schaffe ich darin eine neue Ordnung. Der Ledereinband befindet sich jetzt in der Mitte des Buches übersät von Kritzeleien und Notizen. Die Seitenabfolge ist unlogisch und irrelevant geworden. Die Seitenzahlen überspringen Hunderte. Ich habe Seiten verloren. Ich habe sie zerknittert. Ich habe Flecken hinterlassen.


    Text: José Montealegre (Übersetzung: Kathrin Heinrich)


    Methodologien II

    Eins. Betrachten
    Erster Blick an die weiße Wand, zweiter Blick auf den gefliesten Boden. Sich umschauen. Hinunterschauen. Geh auf die Knie. Geh näher heran. Entdecke. Wiederhole.

    Zwei. Beanspruchen
    Im Jahr 1517, während der spanischen Kolonisierung Amerikas, wurde der Naturforscher und Arzt Francisco Hernández de Toledo auf die erste wissenschaftliche und botanische Expedition geschickt. Das Ergebnis der siebenjährigen Expedition war ein umfangreiches botanisches Archiv in Form eines illustrierten Manuskripts mit schematischen Zeichnungen, die bei Nahua-Malern in Auftrag gegeben worden waren. In Folge wurde es im Kloster Escorial aufbewahrt, vom italienischen Mediziner Nardo Recchi umstrukturiert, ging bei einem Brand teilweise verloren und wurde schließlich 100 Jahre später unter dem Titel Nova Plantarum, Animalium, et Mineralium Mexicanorum historia im Jahr 1628 veröffentlicht.

    Drei. Wissen
    Sehen, Benennen, Wissen. Die Pflanzennamen im Buch sind sowohl in Nahuatl als auch in Latein angegeben. Da jedoch die Bezüge durch Aneignung, Erwerb und Übersetzung teilweise verloren gegangen sind, ist der Versuch, eine Entsprechung in der heutigen Botanik zu finden, nicht immer erfolgreich. Als wir durch die Kölner Innenstadt gehen, sehe ich eine auffallend dominante Pflanze, die den Bordstein durchbrochen hat. „Ist dir nicht aufgefallen, dass Pflastersteine in deutschen Städten immer bogenförmig verlegt sind?“, fragt er. Denken durch Handwerk.

    Vier. Erzählen
    Im Jahr 2013 besuchte ich José Montealegre zum ersten Mal in seinem Atelier. Er war gerade von Managua nach Frankfurt am Main gezogen, um sein Studium an der Städelschule in der Klasse von Willem de Rooij zu beginnen. Ich erinnere mich, wie ich Plattformen aus Kacheln auf niedrigen Sockeln auf dem Boden, auf denen Miniatur-Dschungelwelten aus Ton zu sehen waren, betrachtete, oder besser gesagt, beobachtete, an Reliefs von winzigen Skeletten an der Wand neben gerahmten, historisch anmutenden Buchseiten. Es war eine Überraschung, als ich herausfand, dass diese Dokumente fiktiv waren: Digitaldrucke auf leeren Seiten, die aus gebrauchten Büchern herausgerissen worden waren. Überschreiben von Geschichten. Geschichte neu schreiben. Die Erzählung zurückgewinnen.

    Fünf. Ausweiten
    Montealegres Werke haben das Potenzial, sich über ihre Ränder hinaus auszudehnen. Wie vier rechteckige Ausschnitte einer größeren Umgebung scheinen sie zu wachsen, sich zu entwickeln, sich zu reproduzieren. Im Außenraum reflektieren die spiegelnden Oberflächen der Plastikbehälter, die in Honduras zum Auffangen von Regenwasser und zur Handwäsche von Kleidung verwendet werden, ihre Umgebung. In den Buntglas-Quadraten klingen die Einflüsse der katholischen Ikonographie sowie des Kunsthandwerks und ihre alles vereinnahmende europäische Erzählung nach. Die Renaissance in Europa brachte nicht nur das Konzept der Perspektive in der Kunst mit sich, sondern auch die koloniale Expansion.

    Sechs. Zusammenbrechen
    Was Kupfer und Nerven gemeinsam haben, ist, dass beide elektrische Überträger sind. „Vertrau mir nicht, ich sage nicht die Wahrheit“, sagt er. Zittern und Beben. Wissen und Macht neu strukturieren. Rückkehr der Handlungsfähigkeit.


    Text: Miriam Bettin (Übersetzung: Kathrin Heinrich)

    Kuratorin: Miriam Bettin


    José Montealegre(*1992 in Tegucigalpa, Honduras) lebt und arbeitet in Berlin. Er studierte Philosophie und Literatur an der Universidad Centroamericana de Managua, Nicaragua, und bei Willem de Rooij an der Städelschule in Frankfurt am Main. Seine Arbeiten wurden in Einzelausstellungen in der Klosterruine in Berlin, bei Mountains in Berlin (beide 2021), Convent Art Space in Gent (2019) und in Gruppenausstellungen u.a. im Lantz’scher Skulpturenpark Lohausen in Düsseldorf (2021), Städelmuseum in Frankfurt am Main, bei Natalia Hug in Köln (beide 2019), Futura Gallery in Prag, Gillmeier Rech in Berlin (beide 2018) und in der Kunsthalle Darmstadt (2017, 2014) gezeigt. Parallel zur Einzelausstellung im Kölnischen Kunstverein ist eine von José Montealegre und Rebekka Seubert kuratierte Gruppenausstellung im Dortmunder Kunstverein zu sehen (bis 30.10.2022).


    Unterstützt von:

  • Einzelausstellung: John Russell CAVAPOOL, 20.8. – 16.10.2022
    John Russell, Cavapool, 2022.

    Eröffnung: Freitag, 19.8.2022, 19 Uhr

    Hallo … hallo … wuff wuff wuff!

    Meine Augen sind wie wässrige „Pools der Liebe“, den Tränen nahe, so kurz vor deiner Ankunft, wo ich hier oben stehe und warte… wuff wuff! Die Treppe hinuntersehe zu dir. … ein koketter Mischling.

    Haaaaallo“, sagst du, während du die Treppe hochkommst, „Oh, du bist ja süß… was sollen wir zusammen machen?“

    Und da schwingt etwas in meiner Gestik mit, in der halben Drehung meines Körpers, in der gefälligen Neigung meines Kopfes, in meiner leicht schrägen Haltung, in der geschickt gemalten Feuchtigkeit meiner Nase, in der handgearbeiteten Verführung meiner Locken und des Fells, selbst in der Andeutung eines koketten Lächelns, das um den Winkel meiner Schnauze spielt…

    Wuff wuff!
    Oh listige Nötigung!
    Oh ausgefeilte Anspielung!

    Und dann, während ich neben dir hertrotte, als dein Geisttier, wir den Hauptausstellungsraum betreten und den Duft von Pinien und vielleicht Sandelholz einatmen – Reinigungsmittel oder vielleicht Raumspray. Wuff wuff wuff! Und unter unseren Füßen der saftige Glanz von Spiegelbeton.

    Oh, das ist erstaunlich!“, rufst du, als das Licht zu dir hereinbricht.

    Der klaffende Einschnitt, hinunter bis zu Gesteinsbrocken, die Ansicht eines Wasserspektakels, einer Kluft inmitten verwobener Strudel aus Wellen, Wolken, Kliffen, Himmeln und überfluteter Architektur; barocke Loops aus flüssiger Verführung, wässrigem Tod und sonnenbeschienenen Kräuselungen. Der Horror der „Abbildung“, gezierte perspektivische Vortäuschung, die krude Aufforderung zur Darstellung des Bodens um der Darstellung Willen mit ihren Tricks und Rückwendungen und sich an der Oberfläche bewegenden Re-Animationen; Glanz und Glamour vermischen Sehnsucht mit Phantomen, wie Hochwasser oder Flut; „gearbeitet mit zeitaufwändiger Technik und Fertigkeit“ …wuff wuff! Ein Entwurf für schimmernde Oberflächen und Tiefen, offensichtlich verdichtet und vollgestopft mit Abstraktionen, immer nur einen Millimeter dick; schelmisch die mörderische Ideologie der „verführerischen Oberflächen und verborgenen Tiefen“ kritisierend.

    Und währenddessen fühlt sich der Glanz auf meinen Pfoten so seltsam an. Ich jaule etwas und ihr alle lacht: „Oh, du bezauberndes Hündchen!“

    Und als wir auf Zehenspitzen über den Boden des ehemaligen Gebäudes des British Council laufen, in dem sie einst britische Hochkultur aus der Zeit des Kalten Krieges präsentiert und gefördert haben. Oh, mein Hundeherz! Einerseits ist das ein ähnlich triviales Repräsentations-Spektakel … aber andererseits … nein … immer das! Immer nur das!

    „Ha ha ha ha“, lachst du, als wir unseren Weg über den Graben fortsetzen. Und weiter hinten, horizontal und vertikal ausgerichtet, ist eine Reihe von Fliegenskulpturen über die Spannbreite hin angeordnet – eine Reihe von Satzzeichen, von schwarzen Punkten. Eine von ihnen ist vielleicht, mitten im Flug vor einer Blume eingefroren, eine Art „Anti-Biene“ … nicht die fröhliche, pelzige, orangefarbene, ökologische Bestäuberin, deren Summen erfreut, sondern eher Zeichen von Tod und Verfall nach Art des niederländischen Stilllebens, oder einfach nur das Geschmeiß, das sich im Dreck drängelt. Wuff wuff wuff! Oder bei näherer Betrachtung … bei näherer Betrachtung … Rorschach-Tintenkleckse … vielleicht kann man den Kopf von Max Wall entdecken, englischer Varieté-Star, berühmt für seine Rolle als Professor Wallofski, komödiantische Klaviereinlagen und Auftritte in Beckett-Stücken.

    Oder vielleicht kann man mich in der Fliege erkennen, meine hinreißende Form ausmachen in … einer Cavafloo? Oder womöglich in einem bezaubernden Cavaflooloolooolooo, um vielleicht den Klang eines Singvogels zu imitieren. Wie auch immer….

    Cavafloolooloo…“ rufen wir aus, als wir weitergehen.

    Während ich neben dir hertrotte, bei Fuß. Freudig. Mit einem Anschein von Liebe, wenn du zu mir runterschaust. Hüpfe ich die Treppen hinunter und stolpere mit einem Mal, ein Bündel Fell purzelt nach unten. Komme wieder auf die Füße. Zu viel der Säfte! Zu viel des Lebens!

    „Wuff wuff … folge mir … hier unten“, rufe ich. So ein süßer Tour-Guide. Und abwärts.

    „Oh, das ist wunderbar!“, tönst du.

    Und so gehen wir hinunter in das Untergeschoss, das nur teilweise zugänglich und mit einem Seil abgesperrt ist. Ein Ziegenbock. Vom höheren Foyer aus erblickt. Und eine weitere Fliege, die auf dem Augenlid des Bocks sitzt (eine historisch ekstatische Fliege! Die gleiche Fliege, wie sie auf dem Augenlid von Margaret Thatcher saß, als sie starb).

    Der Ziegenbock – das wohl am meisten verdammte Geschöpf, nicht zuletzt dank seiner wiederholten Verwendung in der Kunst. Oh, verfluchte Ausgeburt, wie oft muss sein Kadaver noch im künstlerischen Kontext wiederbelebt werden. Hervorgekehrt für den metaphorischen Affekt! Und da sind wir wieder und beobachten seine satirische Form, seinen zunächst traurigen Ausdruck, wie er über einen Felsvorsprung geklettert ist, das Ganze im Stil des deutschen mittelalterlichen Realismus gehalten. Pelzschichten, hervorgehoben in Öl und Glanzlack, wahrscheinlich die Reminiszenz an William Holman Hunts berühmtes Gemälde Sündenbock von 1892 verspottend, oder das Maskottchen des 1. FC Köln, das einmal von gegnerischen Fans angegriffen wurde. In seinem starren Blick auf die Betrachter:innen verstärkt sich die religiöse Pose noch (implizit). Aufgebläht mit Sünde; wie ein Sündenbock oder auf andere Formate von Kunst-Böcken verweisend, oder kulturelle Böcke, erotische, mythologische, okkulte etc. So wie es auch einfach nur ein Ziegenbock ist. Dieses bestimmte Bock-Beispiel hat seine ganz eigenen Potenziale. Und die Maden (Babyfliegen) auf den Beinen des Bocks und in den Schichten seines Pelzes.

    Wuff wuff wufff! „OK OK ! Und wo gehen wir jetzt hin? Ha ha ha.“ Wir wollen weiter, als eine kleine Beunruhigung entsteht: „Sind wir Geister?“, kreischen wir alle. „Sind wir Phantome? Ha ha ha!“

    Was für ein Spaß! Und wieder hinaufsteigend, in einer Spirale zurück nach oben. Vorbei an den Postern; Verquickungen von Verkaufsgesprächen, Supermarktgesprächen und Politik, wo an der Wand, im ersten Stock das gemalte Porträt des Ziegenbocks sitzt, als Flachrelief in Öl gearbeitet, im Stil oder Geiste des „Bildnis des Dorian Gray“, in dem der Protagonist jung und schön bleibt, während das Bildnis altert und verfällt. Dieser alte Bock lächelt uns in seiner schnurrbärtigen Gebrechlichkeit zu.

    Und in der Nähe des Bock-Gemäldes das Gemälde eines Krähenvogels, der auf einem Baumstumpf sitzt und Ameisen vom Boden aufpickt. Die Ameisen arbeiten zusammen, werden aber von einer größeren Kraft über ihnen dahingerafft.

    „Wuff wuff … dieser alte Krähenvogel … wenn ich meine Zähne in seine Federn schlagen könnte! Ha! Dann würde er meine Kraft fühlen … nur ein paar Sekunden, um ihn totzuschütteln! Ha ha! Wuff wuff!“

    „Oh Liebling, wie brutal! Lass ihn … lass ihn … er ist es nicht wert!“

    „Wuff wuff … gib mir nur eine Minute und ich werde dafür sorgen, dass er aufhört, an unserer gemeinsamen Arbeit herumzupicken! Ha ha! Wuff wuff!“

    Wuff wuff! Und schließlich, ein letzter Besuch, eine letzte Etappe auf der Reise, ein letzter Refrain, ein letztes Treffen, noch ein Kapitel, noch einen Vers, ein Gebet, eine Predigt, einen Rausch, einen Traum… Ja, zum Kino! Das Theater der Träume! Ein Verweilen in der Dunkelheit. In den Schatten. Zwischen den projizierten Bildern auf der Leinwand. Die Krähe wird kurz eingeblendet und die Ameisen…und die Fliege hat einen flüchtigen Auftritt; durchtränkt von der glühenden Hitze im ländlichen Frankreich, inmitten schmelzender Pollen, Mücken und gerinnender Zeitgeschichte. Ja, du kannst dich zurücklehnen in die gepolsterten Sitze. Ich sollte vielleicht auf dem Gang hin- und herlaufen. Während wir einen „intensiven Dialog zwischen zwei Pendlern, einer nimmt die Form einer Giacometti-Skulptur an, choreographiert auf den Bahnsteigen einer Vorstadt-Station“ ansehen. Wie sie nach dem anspielungsreichen Eierkopf suchen.

    Eierkopf will seine Eier zurück!

    Eierkopf will … wuff wuff!


    Schweißtreibende Intensität, warm bis in die Knochen, in dein Fleisch, in deinen Schädel und deine Zähne. Wuff wuff wuff wuff!

    Und nun geht’s in Wellen abwärts. Wir strömen nach draußen. Und dann plätschernd, die Treppen hinabfließend und unter der Eingangstür durchsickernd, auf die Straße … fröhliche neue Cavapools auf der Straße, quer über den Bürgersteig, in Visionen hinunter durch den Beton, unter den Pflasterstein. Sanft plätschernde Wasser.

    Oh Freude!

    Wuff wuff!


    Text: John Russell (Übersetzung: Blandina Brösicke)

    Kuratorin: Nikola Dietrich


    John Russell (*1963 in London) studierte Kunstgeschichte am Goldsmiths College of Art und Bildende Kunst an der Slade School of Art und Saint Martin’s School of Art. Er war Mitbegründer der Künstlergruppe BANK, deren Mitglied er zehn Jahre lang war. Seit er BANK im Januar 2000 verließ, arbeitet Russell sowohl unabhängig und kollaborativ an der Produktion von Ausstellungen, kuratorischen Projekten und Künstlerpublikationen. Seine Arbeiten wurden in Einzelausstellungen gezeigt, unter anderem bei Bridget Donahue in New York (2021 und 2018), High Art inParis(2017), Kunsthalle Zürich (2017) und in Gruppenausstellungen in der Viborg Kunsthal, DK (2018), Gallery of Modern Art inGlasgow (2018), Galerie Crèvecoeur in Paris (2018), Irish Museum of Modern Art in Dublin (2017), Artists Space in New York (2014), The New Art Gallery Walsall, UK (2013), ICA in London (2011), Focal Point Gallery in Southend, UK (2011), The Grey Area in Brighton (2011), Kunsthalle Exnergasse in Wien, (2011), Tate Britain in London (2010) und Tate St Ives in Cornwall, UK (2009).

    Unterstützt von:

  • Vermittlung, Führung: Führung durch die Ausstellungen von Loretta Fahrenholz und Dala Nasser, 22.6.2022
    Loretta Fahrenholz: Gap Years, 2021/2022. Installationsansicht Kölnischer Kunstverein, 2022. Courtesy: die Künstlerin und Galerie Buchholz. Foto: Mareike Tocha.
    Mi 22. Jun 2022, 17 – 18 Uhr
    Führung durch die Ausstellungen von Loretta Fahrenholz und Dala Nasser mit Miriam Bettin, Assistenzkuratorin
  • zu Gast: Kammerkonzerte im Kunstverein – 3. Konzert: David Dyakov, 11.6.2022
    David Dyakov
    Sa 11. Jun 2022, 18 Uhr
    Bach, Paganini & Piazzolla Der in Köln lebende bulgarische Gitarrist David Dyakov ist einer der prominentesten Gitarristen seiner Generation. In ihm vereinen sich höchste Virtuosität, feine Musikalität und kluge Interpretation so harmonisch miteinander, wie man es nur bei ganz großen Musikern antrifft. David Dykov ist Sieger von mehr als 20 internationalen Gitarrenwettbewerben und tritt auf der ganzen Welt als gefeierter Solist auf. Mit einem Solo-Abend wollen wir ihm und seinem „Nischeninstrument“ – der klassischen Gitarre – nun den gebührenden Platz bei den Kammerkonzerten einräumen. Programm: Johann Sebastian Bach: Toccata (aus der 6. Klavier-Partita, BWV 830 (Arr.: Hubert Käppel) Johannes Brahms: Intermezzo Nr. 2 e-Moll, op 117 (Arr.: Hubert Käppel) Hans-Werner Henze: Drei Tentos aus Kammermusik 1958 #RepertoireNRW Astor Piazzolla: Primavera Porteña, Otoño Porteño, Invierno Porteño (aus den „Las Cuatro Estaciones Porteñas“, Arr.: Sergio Assad) Niccolo Paganini: Grand Sonata für Gitarre A-Dur Preise: 19,50 Euro inkl. VVK Gebühr, ermäßigt (Schüler, Studenten, KölnPass-Inhaber) 12,- Euro inkl. VVK Gebühr, Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt. Der Vorverkauf startet zur Zeit jeweils drei Wochen vor den jeweiligen Konzertterminen. Karten sind auf KölnTicket erhältlich: www.koelnticket.de Aktuelle Infos & Link zum VVK unter: www.koelner-klassik-ensemble.de Über die Konzertreihe: Die Musikmetropole am Rhein ist Heimatort zahlreicher international anerkannter Musikerinnen und Musiker. Mit ihrer Vielfalt und Qualität hat sich dabei die freie Kölner Kammermusikszene weltweit höchstes Ansehen erspielt. Die Kammerkonzerte im Kunstverein geben diesen Spitzenensembles aus Köln und NRW nun ein festes Schaufenster in ihrer Heimatstadt. Ab 2020 finden jährlich sechs Konzerte, jeweils Samstag Abends um 18 Uhr, im Riphahnsaal des Kölnischen Kunstvereins statt. Zentral am Neumarkt bietet der Riphahnsaal mit seiner offenen, schönen Architektur eine hervorragende Akustik für Kammermusik der internationalen Spitzenklasse. Die Verbindung von zeitgenössischer, bildender Kunst und der epochenübergreifenden Kammermusik setzt ein Symbol für die Einheit von Kunst, ihrer Vielfältigkeit und Aktualität und verspricht ein einzigartiges Ambiente.
  • Führung: Führung durch die Ausstellungen von Loretta Fahrenholz und Dala Nasser, 1.6.2022
    Loretta Fahrenholz: Gap Years, 2021/2022. Installationsansicht Kölnischer Kunstverein, 2022. Courtesy: die Künstlerin und Galerie Buchholz. Foto: Mareike Tocha.
    Mi 1. Jun 2022, 17 – 18 Uhr
    Führung durch die Ausstellungen von Loretta Fahrenholz und Dala Nasser mit Nikola Dietrich, Direktorin
  • Kinderworkshop, Vermittlung: Kinderworkshop: Spuren von Purpurrot , 21.5.2022
    Dala Nasser: The Dead Shall be Raised, 2021. Videostill. Courtesy: die Künstlerin und Deborah Schamoni.
    Sa 21. Mai 2022, 14 – 16 Uhr
    Kinderworkshop Spuren von Purpurrot im Rahmen der Ausstellungen von Loretta Fahrenholz und Dala Nasser mit der Künstlerin Ani Schulze ab 6 Jahren (optional in Anwesenheit der Eltern), max. 10 Kinder, Teilnahmegebühr 10 EUR Im Kinderworkshop mit der Künstlerin Ani Schulze erkunden wir die aktuellen Ausstellungen im Kunstverein und machen große Collagenbilder mit vielen unterschiedlichen Materialien, wie zum Beispiel mit Stoffen, Kreide, Klebebändern, Papier und Silberfolien. Dabei untersuchen wir, welche Spuren und Muster verschiedene Dinge (Steine, Blätter, Alltagsgegenstände) hinterlassen können.
  • Kinderworkshop, Vermittlung: Kinderworkshop: Spuren von Purpurrot , 21.5.2022
    Dala Nasser: The Dead Shall be Raised, 2021. Videostill. Courtesy: die Künstlerin und Deborah Schamoni.
    Sa 21. Mai 2022, 14 – 16 Uhr
    Kinderworkshop Spuren von Purpurrot im Rahmen der Ausstellungen von Loretta Fahrenholz und Dala Nasser mit der Künstlerin Ani Schulze ab 6 Jahren (optional in Anwesenheit der Eltern), max. 10 Kinder, Teilnahmegebühr 10 EUR Im Kinderworkshop mit der Künstlerin Ani Schulze erkunden wir die aktuellen Ausstellungen im Kunstverein und machen große Collagenbilder mit vielen unterschiedlichen Materialien, wie zum Beispiel mit Stoffen, Kreide, Klebebändern, Papier und Silberfolien. Dabei untersuchen wir, welche Spuren und Muster verschiedene Dinge (Steine, Blätter, Alltagsgegenstände) hinterlassen können.
  • Vermittlung, Führung: Internationaler Museumstag: Führung durch die Ausstellungen von Loretta Fahrenholz und Dala Nasser, 15.5.2022
    Loretta Fahrenholz: documenta Dream, 2021. Installationsansicht Kölnischer Kunstverein, 2022. Courtesy: die Künstlerin und Galerie Buchholz. Foto: Mareike Tocha.
    So 15. Mai 2022, 15 – 16 Uhr
    Führung durch die Ausstellungen von Loretta Fahrenholz und Dala Nasser am Internationalen Museumstag mit Ani Schulze, Künstlerin
  • Einzelausstellung: Dala Nasser – Red in Tooth, 14.5. – 26.6.2022
    Dala Nasser: Red in Tooth, 2022. Design: Leen Charafeddine.

    Eröffnung: Freitag, 13.5.2022, 19 Uhr

    Der Kölnische Kunstverein freut sich, Dala Nassers erste institutionelle Einzelausstellung Red in Tooth zu präsentieren, die ihre gleichnamige mehrteilige Installation zeigt. Sie umfasst eine Videoarbeit, Patchwork-Malereien und eine in Zusammenarbeit mit dem Soundkünstler Mhamad Safa geschaffene, neuproduzierte Soundinstallation und ist Ausgangspunkt für Nassers anhaltende Auseinandersetzung mit dekolonialen Ökologien und Verflechtungen des Menschlichen und Nicht-Menschlichen. Sie ist somit im Sinne eines Vorschlags zur Erdung zu verstehen, um wieder jene Dinge hören, riechen, sehen und spüren zu können, die durch anhaltende Praktiken des Raubbaus und koloniale Auslöschung ausgeblendet und unsichtbar gemacht wurden.

    Basierend auf ihrer Arbeitsweise als material- und prozessbasierte Künstlerin kultiviert Nasser durch Abstraktion und alternative Formen der Bildgestaltung ein notwendiges Unbehagen, indem sie wieder Vertrauen in das Land, seine Flüsse und seine nicht nur menschlichen Bewohner:innen setzt. Die Arbeiten folgen dem Fluss Al Wazzani, der durch den Südlibanon in die Palästinensischen Autonomiegebiete fließt. Auf dieser zersplitterten Reise ist Nasser gezwungen, von der staatlichen Straßeninfrastruktur abzuweichen, die gebaut wurde, um uns in ihren Bahnen zu halten. Sie ist gezwungen, dem Boden, seiner Farbe und seinem Geruch, dem Plätschern des Wassers und den anderen Bewohner:innen dieses Landes, den Tieren, durch die weiten, wilden, unberührten Landstriche des Südlibanon zu folgen, die uns zum grenzüberwindenden Wazzani führen. Diese Grenze, die mit ihren natürlichen Ressourcen und ihrer Tierwelt Leben hervorbringt, ist nur teilweise für einige wenige Familien zugänglich, die in der unmittelbaren Umgebung leben – und das unter schwierigen Bedingungen. Es ist (fast) unmöglich, Zeug:in der anhaltenden schleichenden Gewalt, der Enteignung und anderer kolonialer Praktiken unter ständig wechselnden, sich verändernden und sich wandelnden Bedingungen zu werden. Nassers Beharren darauf, sich bei ihrer fortlaufenden Aufgabe, andere mögliche soziale und politische Vorstellungen zu berücksichtigen, von anderen ökologischen Signifikanten leiten zu lassen, wirft die Frage auf, wie wir ökologisches, und mehr als nur menschliches Wissen um uns herum wahrnehmen. Wie können wir unsere Beziehung zum Land, zur Tierwelt und zu anderen Lebewesen neu kalibrieren, um einen Weg zu finden, ihren unausgesprochenen Zeugnissen Gehör zu schenken? Wie können wir von ihnen lernen, die Risse der starren kolonialen Strukturen zu navigieren – sowohl den materiellen Strukturen als auch jenen der kollektiven Erinnerung(en), Geschichte(n) und Archive?

    Auf eine scheinbar rituelle Intuition Bezug nehmend wurden die Malereien in die Erde um den Wazzani eingegraben, mit gesammeltem Regenwasser gewaschen und/oder in Salzwasser gekocht; sie riechen nach leidvoller Erde und tragen angesammelte Materie in sich. Sie sind geprägt von einer anderen Erinnerung, Realität und Zukunft: Jahre der Erosion, der Abtragung, des Wasserverlusts, der Verschmutzung und des erhöhten Salzgehalts, durchdrungen von einer Geschichte des natürlichen Lebens, der Ausbeutung, des Todes, des Blutes, der Gewalt und des Landraubs. Sie sind ein Versuch, dem Boden, seinen Leiden und Hoffnungen, durch jene Umstände zuzuhören, die er wirklich erlebt hat und weiterhin überlebt. Die große Patchwork-Arbeit wurde für den Vortragssaal (Riphahnsaal) neu zusammengesetzt; hängend bilden die Malereien Kaskaden von der Bühne in die Mitte des Raums, wo sie disharmonisch auf die begleitende ortsspezifische Soundinstallation treffen. Diese Soundarbeit, eine Zusammenarbeit mit dem Soundkünstler und Architekten Mhamad Safa, manipuliert die Zeitlichkeit der Umgebung durch zeitbasierte Effekte. Sie lenkt unsere Aufmerksamkeit auf das Knistern der Außenaufnahmen des Flusses und seiner Umgebung, auf die Vögel, die Grillen, den Wind. Das Resultat ist eine immersive, abstrahierte visuelle, akustische und olfaktorische Konditionierung, die uns zu einer langsameren, konzentrierteren Lektüre und Wahrnehmung anregt.

    Im zweiten Raum verhandelt und offenbart die Videoarbeit andere Möglichkeiten des Seins und der Beziehung, die von den komplizierten Nuancen und Komplexitäten der dekolonialen Arten, des Terrains und der Tierwelt des Gebiets gelernt werden können. Der Film wird von Wildtieren als Zeugen erzählt, deren Berichte nicht aus Worten bestehen, und wechselt zwischen bewegten Aufnahmen einer viel befahrenen Straße, von Menschen produziertem Abfall, konstruierten Grenzen, politischen Schildern, bestehenden topografischen Markierungen, die als imaginäre Linien animiert werden, den Stimmen der Bewohner:innen, toten und lebenden Tieren und langen, schönen, trostlosen Bildern der Landschaften des Südlibanon und des nördlichen Palästinensischen Autonomiegebiets. Durch den gezielten Einsatz von Bildern und Klängen lässt Nasser zuweilen ein impressionistisches Werk entstehen, das uns in eine andere mögliche Lebensweise und gelebte Realität versetzt und aus ihr herausführt.

    Die Ausstellung verlangt eine multisensorische Präsenz und Auseinandersetzung, da koloniale Praktiken und Landschaften in den Räumen auf einer materiellen, olfaktorischen, akustischen und visuellen Ebene abstrahiert werden. Red in Tooth erinnert uns daran, dass wir die falschen Entscheidungen getroffen haben, dass wir den falschen Materialien vertraut haben, dass wir zu lange auf die Aussagen derer gehört haben, die keine Zeug:innn gewesen sind. Die Ausstellung offenbart uns eine Machtdynamik, die zwischen kolonialen Strukturen, Menschen, Tieren, Pflanzen, dem Fluss und dem Boden gefangen ist, und lädt uns durch Nassers subtile, aber radikale Sprache der Abstraktion ein, verschiedene Formen der Mobilität und der Beziehung zum Land zu betrachten.

    Text: Reem Shadid / Übersetzung: Kathrin Heinrich

    Die Ausstellung wurde kuratiert von Nikola Dietrich.


    Dala Nasser (*1990 in Tyrus, lebt in Beirut, Libanon) hatte kürzlich Einzelausstellungen bei VO Curations in London und Deborah Schamoni in München (2022 und 2021). Sie nahm an einer Reihe von Gruppenausstellungen teil, darunter im Centre Pompidou in Paris (2022), in der Villa Emplain in Brüssel (2021), im Beirut Art Center (2019), im Bétonsalon – Centre d’art et de recherche in Paris (2019), bei Victoria Miro in London (2018), in der François Ghebaly Gallery in Los Angeles (2018) und bei ACT2 der Sharjah Biennale 13 (2017).

    Dala Nasser: Red in Tooth, 2022. Design: Leen Charafeddine.
  • Symposium: reboot: Asynchronicity, zusammengeführt von Cally Spooner, 7. – 8.5.2022
    Sa 7. Mai 2022 – So 8. Mai 2022

    Asynchronicity. Ein Symposium-ähnliches Zusammenkommen, zusammengeführt von Cally Spooner. 

    Mit Paul Abbott & Will Holder, Alex Baczynski-Jenkins, Taina Bucher, Elizabeth Freeman, Hendrik Folkerts, Irena Haiduk, Dana Luciano, Martina Roß-Nickoll, Cally Spooner mit
    Sanna Blennow und Melody Giron, Mark von Schlegell, Jesper List Thomsen, Jackie Wang und Filmen von Pierre Bal-Blanc und Frances Scholz. 

    Samstag, 7. Mai 2022, 8.59 – 18.50 Uhr

    Kölnischer Kunstverein, Köln 
    Freier Eintritt, keine Anmeldung erforderlich

    Sonntag, 8. Mai 2022, 11 – 20 Uhr

    Ludwig Forum, Aachen
    Freier Eintritt, keine Anmeldung erforderlich

    Alle Beiträge sind in englischer Sprache, in Aachen wird eine Simultanübersetzung ins Deutsche angeboten.

    Bei Asynchronicity handelt es sich um ein Symposium-ähnliches Zusammenkommen von Choreographien, Vorträgen, Sounds, Filmvorführungen und Diskussionen, das von der Künstlerin Cally Spooner gemeinsam mit dem Projekt reboot: responsiveness im Kölnischen Kunstverein, Köln und im Ludwig Forum, Aachen veranstaltet wird.

    Ausgangspunkt von Asynchronicity bildet die mit unserem neoliberalen Zeitregime verbundene Forderung nach einer ständig messbaren Performance (im Sinne von Leistung). In diesem Klima manifestiert sich Performance innerhalb disziplinierender gesellschaftlicher Machtbeziehungen als ein unseren Alltag ständig durchdringender Zwang. Wir quantifizieren, verwalten und stratifizieren uns dabei derart, dass wir in die Gefahr laufen, unsere sozialen und kollektiven Vorstellungskräfte und Begehren abzustumpfen. Die Veranstaltung Asynchronicity sucht diesen kräftezehrenden Zustand von Chrononormativität zu destabilisieren. Der Begriff Chrononormativität wurde 2010 von Elizabeth Freeman, Wissenschaftlerin der Queer-Studies und eine der Mitwirkenden des Zusammenkommens, geprägt und beschreibt eben diese vorherrschende Verwendung von Zeit, um menschliche Körper auf maximale Produktivität auszurichten.

    Asynchronicity möchte die widerständigen Potenziale des Asynchronwerdens und Asynchronbleibens über den Verlauf von zwei Tagen aktivieren. Die Mitwirkenden ­– Künstler:innen, Performer:innen, Musiker:innen, Theoretiker:innen, Tänzer:innen, Kurator:innen und Grafiker:innen – sind eingeladen, Vorschläge für flüchtige, asynchrone Abfolgen, Affekte und Körperpraktiken zu entwickeln, die Vertrautheiten subversiv unterlaufen. Über den Zeitraum des Symposium-ähnlichen Zusammenkommens werden in den Partnerinstitutionen in Aachen und Köln Texte, Bewegungen, Begegnungen und Gedanken aufeinandertreffen, die den Begriff der Asynchronität als alternative, nicht-sequentielle Zeitform erproben.

    Asynchronicity ist Teil von Cally Spooners Langzeit-Forschungsprojekt Deadtime (seit 2018), in dessen Rahmen sie zeitliche Strukturen jenseits der Istzeit-Normierung aufspürt und bearbeitet, die Arbeit, Körper, Nervensysteme und digitale Technologien in eine vollständig metrisch orientierte Zukunft zwingen. Konzipiert wurde Asynchronicity als die erste von fünf von der Künstlerin veranstalteten Zusammenkommen, die chrononormative Ordnungen und damit verbundene Performance-, Denk- und Verhaltens-Imperative herausfordern.

    Das Symposium-ähnliche Zusammenkommen kann zwar nach Belieben – zu einem Zeitpunkt oder einer Zeitspanne – besucht werden, wir schlagen jedoch vor, die Choreographie in ihrer Gesamtheit in beiden Städten zu erleben.

    Samstag, 7. Mai 2022, 8.59 – 18.50 Uhr
    Einlass ab 8.30 Uhr 

    Kölnischer Kunstverein
    Hahnenstraße 6, 50667 Köln

    Pierre Bal-Blanc zeigt den Film I GOT UP AT 8:59 AM OCT. 19 2021, eine Adaption von On Kawaras I GOT UP AT 8:59 AM OCT. 19 1968, mit dem er sich an Dan Graham richtete. Will Holder (Gesang) und Paul Abbott (Schlagzeug) lesen Rosmarie Waldrops Lawn of Excluded Middle. Jede Lesung besteht aus drei 15-minütigen Lesungen von drei Versen vor maximal sechs Personen. Cally Spooner präsentiert ein Repertoire aus Deadtime, einer Oper im Prozess, gemeinsam mit Sanna Blennow (Tanz) und Melody Giron (Cello). Elizabeth Freeman hält einen Vortrag über Chrononormativität und queere Zeit. Mark von Schlegell reflektiert über seine Science-Fiction-Erfahrungen mit Zeitreisen. Tainia Bucher spricht über Techno-Dystopien und „Newsfeeds zur richtigen Zeit“. Jackie Wang untersucht, wie Zeit als Technologie der Bestrafung in Gefängnissen eingesetzt wird. Sie endet mit einer Meditation über das Kollektiv Black Quantum Futurism, das afrofuturistische Science-Fiction nutzt, um neue politische Möglichkeit zu schaffen. Dana Luciano stellt James McCune Smith vor, den Schwarzen Arzt und Aktivisten des 19. Jahrhunderts, der die Geologie als einen Ort der Lustproduktion betrachtete. Jesper List Thomsen liest FREEEee: teils Vortrag, teils folkloristisches Lied über die Demontage von Repräsentation. Wir beschließen den Tag mit Introduction To Feelings, Studio Feelings, für das Irena Haiduk für 32 Minuten lang Blicke auf das Jahr 2135 wirft.

    Zeitplan
    08.59 Uhr
    I GOT UP AT 8:59 AM OCT. 19 2021, Pierre Bal-Blanc
    10.00 Uhr  Dead Time, Cally Spooner, Melody Giron, Sanna Blennow und Jesper List Thomsen
    11.00 Uhr  On Chrononormativity: Histories and Possibilities, Elizabeth Freeman
    12.00 Uhr  Carceral Temporalities and the Politics of Dreaming, Jackie Wang
    13.00 Uhr Rosmarie Waldrop: “Lawn of Excluded Middle”, Will Holder und Paul Abbott
    —  Mittagspause
    14.00 Uhr Algorithmic “right time” and Deadtime, Taina Bucher und Cally Spooner
    14.30 Uhr Choromonautics, Then and now, Mark von Schlegell
    15.30 Uhr FREEEee, Jesper List Thomsen
    —  Pause
    16.15 Uhr Freedom’s Ammonite: Blackness, Geomorphology, Worldmaking, Dana Luciano
    17.00 Uhr Introduction To Feelings, Studio Feelings, Irena Haiduk
    17.30 Uhr (A rehearsal for) Unending love, or love dies, on repeat like it’s endless, Alex Baczynski-Jenkins
    18.00 Uhr Rosmarie Waldrop: “Lawn of Excluded Middle”, Will Holder und Paul Abbott
    18.50 Uhr Ende


    Sonntag, 8. Mai 2022, 11 – 20 Uhr
    Ludwig Forum, Aachen
    Jülicher Straße 97-109, 52070 Aachen

    Will Holder (Gesang) und Paul Abbott (Schlagzeug) lesen Rosmarie Waldrops Lawn of Excluded Middle. Jede Lesung besteht aus drei 15-minütigen Lesungen dreier Verse vor maximal sechs Leuten. Mark von Schlegell zeigt Frances Scholz‘ YEAR OF THE WRITER, eine Zeitkapsel / fragmenthaftes Porträt eines Science-Fiction-Autors und seines musikalischen Umfelds in Los Angeles, 2004. Hendrik Folkerts präsentiert einen Prolog zu einem Symposium-ähnlichen Zusammenkommen zu Duration im Frühjahr 2023 als einen asynchronen Lapsus in dieser Versammlung. Jackie Wang analysiert die Beziehung zwischen Zuhören und Macht, indem sie die Geschichte der Stimm-Überwachung und der Stimmprofil-Technologie untersucht. Elizabeth Freeman berichtet von ihren autobiografischen Erfahrungen mit der Ungleichzeitigkeit des eigenen Daseins während Krankheit. Dana Luciano stellt Ellen Gallaghers Annäherung an die ozeanische Zeit und den Afrofuturismus anhand von Ökologien vor, die aus Walkadavern entstehen und uns dabei helfen könnten, Leben neu zu denken. Zudem haben wir die Biologin Prof. Martina Roß-Nickoll eingeladen, über Biodiversität und die Zeitlichkeit von Wiesen zu sprechen (Vortrag auf Deutsch, Simultanübersetzung ins Englische wird angeboten). Irena Haiduk fragt Objekte, uns das Leben zu lehren. Alex Baczynski-Jenkins präsentiert eine prozessuale Choreografie, die über die Beziehungen von Begehren, Tanz, Fragmentierung, Liebe (als Gemeinschaft) und Zeit nachdenkt.

    Zeitplan
    11.00 Uhr
    DURATION symposium in the spring of 2023; an asynchronous lapse, Hendrik Folkerts
    12.00 Uhr Crip Asynchronies: COVID, Cancer, Climate, Elizabeth Freeman
    13.00 Uhr Captured Voices: Prisoner Voiceprints and the Carceral Laboratory, Jackie Wang
    14.00 Uhr Rosmarie Waldrop: “Lawn of Excluded Middle”, Will Holder and Paul Abbott
    Mittagspause
    15.00 Uhr Oceanic Time and Black Feminist Futures, Dana Luciano
    16.00 Uhr A conversation on Meadows, Prof. Martina Roß-Nickoll
    16.00 Uhr Rosmarie Waldrop: “Lawn of Excluded Middle”, Will Holder and Paul Abbott
    16.30 Uhr Introduction to YEAR OF THE WRITER, by Frances Scholz, 2004, Mark von Schlegell
    Pause (Drinks)
    17.10 Uhr Prop Positions, Irena Haiduk
    18.00 Uhr (A rehearsal for) Unending love, or love dies, on repeat like it’s endless, Alex Baczynski-Jenkins
    20.00 Uhr Ende


    reboot: responsiveness ist der erste Zyklus von reboot: – einem kollaborativen, zyklischen, antirassistischen und queer-feministischen Dialog zwischen performativen und forschungsbasierten Praktiken, der gemeinsam vom Kölnischen Kunstverein und Ludwig Forum für internationale Kunst, Aachen präsentiert wird.

    reboot:
    Konzipiert von Eva Birkenstock, Nikola Dietrich und Viktor Neumann
    Kernkollektiv: Alex Baczynski-Jenkins, Gürsoy Doğtaş, Klara Lidén, Ewa Majewska, Rory Pilgrim, Cally Spooner und Mariana Valencia
    Graphikdesign von Sean Yendrys


    reboot: responsiveness ist eine Kooperation von:



    reboot: responsiveness wird unterstützt von:

  • Vermittlung, Führung: Führung durch die Ausstellung von Loretta Fahrenholz, 1.5.2022
    Loretta Fahrenholz: Happy Birthday, 2022. Installationsansicht Kölnischer Kunstverein, 2022. Courtesy: die Künstlerin und Galerie Buchholz. Foto: Mareike Tocha.
    So 1. Mai 2022, 15 – 16 Uhr
    Führung durch die Ausstellung von Loretta Fahrenholz mit Ani Schulze, Künstlerin
  • Filmvorführung, Künstlergespräch: Filmvorführung und Gespräch mit der Künstlerin Loretta Fahrenholz, 29.4.2022
    Loretta Fahrenholz: Two A.M., 2019. Filmstill. Courtesy: die Künstlerin und Galerie Buchholz.
    Fr 29. Apr 2022, 19 – 21 Uhr
    Filmvorführung Loretta Fahrenholz Two A.M., 2019, 79 min (englische Originalversion) und anschließendes Gespräch mit der Künstlerin (in deutscher Sprache) Two A.M. Farbe, 79 min, 2019 Mit: Theadora Davies, Emile Clarke, Jim Fletcher, Sophie Fives, Annika Glass, Andrew Kerton, Paula Knüpling, Ilya Lipkin, Mira, Partecke, Emily Sundblad, Yuko Torihara, Helga Wretman und Michael Bornhütter, Klaus Kamptner, Leonie Kossi, Gerda Martin, Liv Moritz, Liana Saito, Julian Wadsworth, Jürgen Wolf, Min Yoon, Tate Zirner, u.a.

    Kamera: Till Megerle, Loretta Fahrenholz, Jan Mammey; Schnitt: Michael Fandel, Loretta Fahrenholz; Sounddesign: Steffen Martin, Anders Ehlin; Regieassistenz: Angela Stiegler, Yulia Lokshina; Drehbuch: Jegg Nagy, Loretta Fahrenholz; Produktionsmanagement: Sarah Schipschack; Produktion: Loretta Fahrenholz; Produktionsleitung: Sarah Schipschack & Leif Magne Tangen,vitakuben; Ton: Simon Konrad; Kostüm, Make-up: Marianna Serwa; Stunt-Choreographie: Michael Bornhütter; Farbkorrektur: Jorge Piquer Rodríguez; Musik: Steffen Martin, Christian Naujoks, Anders Ehlin, Stephan Gschwendtner, Ivan Sobolew, Timo Ellis, Christoph Reiserer; Titel: HIT

    Two A.M. (2019) ist ein Fantasy-Melodrama über soziale Kontrolle und Überwachung, das am Rande des heutigen Berlins spielt. Der experimentelle Spielfilm basiert auf Irmgard Keuns Exilroman Nach Mitternacht aus dem Jahr 1937, in dem die 19-jährige Sanna mit sarkastischem Blick den Aufstieg der Nationalsozialisten im Vorkriegsdeutschland verfolgt. Fahrenholz verlegt ihre Geschichte ins heutige Berlin. Dort steht Sanna im Bann ihrer übergriffigen Familie gedankenlesender „Watcher“, die mit telepathischen Fähigkeiten ihre Mitmenschen manipulieren. In einem Klima sozialer Unruhe und Polizeigewalt ergreift Sanna die Flucht vor ihrer unberechenbaren Tante Adelar. Sie zieht zu ihrer Schwester Algin, einer Popsängerin mit Auftrittsverbot. Als die Befreiung aus den Zwängen der Vergangenheit endlich in Sicht scheint, verschwören sich die Umstände gegen Sanna und ihre Verbündeten zu einem chaotischen Fiebertraum aus Begehren, Voyeurismus und politischer Ungewissheit.

     
  • Führung: Führung durch die Ausstellung von Loretta Fahrenholz, 6.4.2022
    Loretta Fahrenholz: Gap Years, 2022. Installationsansicht Kölnischer Kunstverein, 2022. Courtesy: die Künstlerin und Galerie Buchholz. Foto: Mareike Tocha.
    Mi 6. Apr 2022, 17 – 18 Uhr
    Führung durch die Ausstellung von Loretta Fahrenholz mit Miriam Bettin, Assistenzkuratorin
  • Filmvorführung, Künstlergespräch: reboot: Mariana Valencia – Tulum, New York (Online-Veranstaltung), 30.3.2022
    Design: Sean Yendrys.
    Mi 30. Mrz 2022, 18 – 20 Uhr
    Mariana Valencia Tulum, New York Videopräsentation und Gespräch mit Mariana Valencia Mittwoch, 30. März 2022 Online-Veranstaltung, 18 – 20 Uhr MEZ (in englischer Sprache) Teilnahme-Link: https://us06web.zoom.us/j/83878297992 Meeting ID: 838 7829 7992 reboot: responsiveness freut sich, die neueste Videoarbeit Tulum, New York der in New York lebenden Künstlerin und Choreografin Mariana Valencia in den neu konzipierten mehrsprachigen Versionen auf Englisch, Deutsch und Spanisch zu präsentieren. Am 30. März 2022 laden der Kölnische Kunstverein, Köln und das Ludwig Forum Aachen zu einem Online-Screening der Videos und im Anschluss zu einem Gespräch mit Mariana Valencia ein, das ihre Praxis im Dialog mit Viktor Neumann, einem der drei reboot-Kurator:innen, kontextualisieren wird. Alle drei Versionen von Tulum, New York werden danach vor Ort im Kölnischen Kunstverein und im Ludwig Forum Aachen zu sehen sein. „Tulum, New York bedient sich der Videochat-Funktion, die uns in Zeiten der Pandemie sowohl als Kommunikations- wie auch als Transportmittel auferlegt wurde, um den ‚pandemischen Bildschirm‘ zu erkunden. Darin erzählt Mariana Valencia von ihren wiederkehrenden Träumen zu Beginn des ersten Covid-19-Lockdowns, in denen ihre Psychotherapeutin auftritt. Ihr Gesicht füllt das Bild und bewegt sich in Zeitlupe, entgegen dem Sprachrhythmus, gleich einer surrealen Beschwörung. Tulum, New York liegt zwischen den Tropen und der Stadt, zwischen Wachzustand und Traum, zwischen Verlust und Bindung.” Die Choreografin und Performerin Mariana Valencia arbeitet in New York im Bereich experimentellen Tanz und Performance. Kommissionen u.a. von Baryshnikov Arts Center, The Chocolate Factory Theater, Danspace Project, The Whitney Museum, The Shed und Performance Space New York. Valencia’s Arbeiten tourten in Korea, England, Nowegen, Mazedonien und Serbien; Residencys u.a. bei AUNTS, Chez Bushwick, New York Live Arts, ISSUE Project Room, Brooklyn Arts Exchange, Gibney Dance Center, Movement Research, und dem Portland Institute for Contemporary Art (OR). Valencia erhielt das LMCC Extended Life Stipendium, wurde auf der Whitney Bienniale gezeigt, erhielt den Bessie Award for Outstanding Breakout Choreographer, eine Bessie Award Nominierung für Best Production, erhielt das Foundation for Contemporary Arts Award to Artists grant, das Jerome Travel and Study Grant, und ist Movement Research GPS/Global Practice Sharing artist. Valencia ist Gründungsmitglied der No Total reading group and ist Mitherausgeberin der Movement Research’s Critical Correspondence. Sie hat mit Künstler:innen wie AK Burns, Elizabeth Orr, Em Rooney, Fia Backstrom, Geo Wyeth, Guadalupe Rosales, Jazmin Romero, Juliana May, Jules Gimbrone, Kim Brandt, Lauren Bakst, Lydia Okrent, Morgan Bassichis, MPA, und robbinschilds zusammengearbeitet. Valencia hat zwei Bücher mit Texten zu Performance veröffentlicht: „Album“ (Wendy’s Subway) und „Mariana Valencia’s Bouquet“ (3 Hole Press). Sie absolvierte einen BA am Hampshire College in Amherst, MA mit Schwerpunkt auf Tanz und Ethnografie. reboot: responsiveness Der Kölnische Kunstverein und das Ludwig Forum Aachen präsentieren gemeinsam reboot: – ein kollaborativer, zyklischer, antirassistischer und queer-feministischer Dialog zwischen performativen und forschungsbasierten Praktiken. reboot: Konzipiert von Eva Birkenstock, Nikola Dietrich und Viktor Neumann Kernkollektiv: Alex Baczynski-Jenkins, Gürsoy Doğtaş, Klara Lidén, Ewa Majewska, Rory Pilgrim, Cally Spooner und Mariana Valencia Graphikdesign von Sean Yendrys reboot: responsiveness ist eine Kooperation von: reboot: responsiveness wird unterstützt von:
  • Einzelausstellung: Loretta Fahrenholz - Gap Years, 19.3. – 26.6.2022
    Loretta Fahrenholz, 2022. Courtesy: die Künstlerin und Galerie Buchholz.


    Eröffnung der Ausstellung: Freitag, 18.03.2022, 19 Uhr

    Gap Year: eine Auszeit von Arbeit und Verantwortung, eine Pause, bevor es wieder losgeht – oder ein bisschen Zeit, die einem in den Schoß fällt, wenn die Gesellschaft unerwartet stehen bleibt.

    Das Tempelhofer Feld ist ein weitläufiger und relativ unkontrollierter Raum, der von historischen Brüchen geprägt ist. Es diente bereits im 19. Jh. als Naherholungsgebiet, gleichzeitig aber auch als Parade- und Militärgelände, es war ein Flughafen, Massenversammlungsort während der NS-Zeit, beherbergte ein KZ sowie den ersten Fußballtrainingsplatz in Deutschland.

    Loretta Fahrenholz’ Fotoserie Gap Years portraitiert Freizeitaktivitäten während der Pandemie, als das Feld spontan zum Café, Fitnessstudio, Bar, Club und Pick-up-Spot umfunktioniert wurde. Aufgenommen mittels stroboskopartiger Zeitrafferaufnahmen, die Bewegungen wie in gefrorenem Gelee festhalten, zeigen die Arbeiten der Serie Leute beim Kampfsport, beim Tischtennisspielen, Rollschuhlaufen oder bei improvisierten Raves, beim Lenken ferngesteuerter Autos, bei Open-Air-Bondage und beim Picknick. Auch eine unscharfe Nahaufnahme von Tahini, das auf einen der unbeliebten E-Scooter gegossen wird, ist darunter (ja, wir sind hier unter reizbaren Berlinern).

    Die Aktualität dieser Aktivitäten kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass dem Freizeitmotiv ein Belle Époque’sches Moment der Idylle innewohnt – das, was Fahrenholz als „Kitsch“ bezeichnet. Machen wir uns keine Illusionen über Freizeitaktivitäten. Als wohldosierte Unterbrechungen des Arbeitsregimes können sie das beste Mittel sein, um aus dem Alltag auszubrechen. In einem urbanen Kontext ist die Zurschaustellung von solch beiläufig virtuosen street skills zudem bereits in eine vielschichtige visuelle Ökonomie eingeschrieben: Fahrenholz‘ Fotos zeichnen dabei sowohl den für Instagram typischen Stil des Social-Media-Selbstkonsums als auch die Heroik der Sportfotografie nach. Der soziale Kollaps während der Pandemie ermöglichte dennoch auch andere Rhythmen, eine gesellschaftliche Neuordnung auf der Mikroebene, wodurch Räume entstehen konnten, die sowohl Dystopie als auch Utopie in sich vereinen.

    Der Film Happy Birthday (2022) ahmt mit seinem einzelnen Protagonisten, der ziellos über das Tempelhofer Feld wandert, die Perspektive eines Ego-Shooter-Videospiels nach. In kleinen Fenstern erscheinen Schnipsel von mit dem Handy aufgenommenen Geburtstagsgrüßen. Im weiteren Verlauf des Films verdunkelt sich die einsame soziale Choreografie, eine Nicht-Feier mit Nachrichten aus der Ferne von Freunden und Familie, die eigentlich anwesend sein sollten. Die ausdruckslose Miene des Geburtstagskindes und die Abwesenheit einer Handlung erzeugen das Gefühl von emotionalem Druck und Erwartungen, während die Luft um ihn herum von Liedern, Ermutigungen oder Beschimpfungen, geteilten Erinnerungen, zweideutigen Botschaften und existenziellen Gedankenschleifen perforiert wird.

    Was ist geblieben, wo stehen wir jetzt? Wohin gehen wir von hier aus? – Diese Fragen steigen aus der Dunkelheit empor, die die Figuren in den beiden Werken von Fahrenholz umgibt. Für Henri Lefebvre ist der „Rhythmusanalytiker“ jemand, der Rhythmen als Struktur für die Erfahrung von Raum und Zeit untersucht – jemand, der auf „alle möglichen bereits bekannten Praktiken“ hört, aber vor allem „auf seinen Körper; er lernt den Rhythmus von ihm, um folglich die äußeren Rhythmen zu schätzen. Sein Körper dient ihm als Metronom.“ Was würde Lefebvres Rhythmusanalytiker aus der pandemischen Zeit machen, einer Zeit, die aus dem Gleichgewicht geraten ist? Lefebvres Vorstellung vom Körper als Metronom bekommt eine andere Bedeutung, wenn man sie mit den gleichförmigen Bewegungen des Happy-Birthday-Protagonisten und den fotografischen Experimenten von Gjon Mili aus der Mitte des 20. Jahrhunderts vergleicht, die Fahrenholz zu ihrer Gap Years-Serie inspirierten. Die neue Stroboskoptechnik ermöglichte es Mili, die Sequenzen der menschlichen Bewegungen in einem einzigen fotografischen Bild festzuhalten: Picasso, der mit Licht eine Zeichnung anfertigt, der Schritt eines Balletttänzers über die Bühne. Bei Mili handelt es sich demnach um eine Art Porträt, bei dem die Psychologie zugunsten der Geschwindigkeit reduziert oder sogar ausgelöscht wird.

    In der Gegenkultur der 1960er Jahre wurde das staccatoartige Aufblitzen des Stroboskops genutzt, um die Zeit zu zerhacken und den Körper aufzulösen. Tom Wolfe beschreibt die Tanzfläche eines „Acid-Tests“ der 1960er Jahre:

    Ekstatische Tänzer – ihre Hände flogen von den Armen, erstarrten in der Luft – eine schimmernde Ellipse von Zähnen hier, ein Paar gepufferte, betonte Wangenknochen dort – alles flimmerte und zerfiel in Bilder wie in einem alten Flackerfilm – ein Mann in Scheiben! – die ganze Geschichte angepinnt auf eine Schmetterlingstafel; die Erfahrung natürlich.

    Die psychedelische Sensibilität für die nicht-menschliche Seite der Technologie inspirierte den Filmemacher Jonas Mekas zu der Aussage, dass „da es in [dem Stroboskop] nichts außer weißem Licht gibt, es den Punkt des Todes oder des Nichts darstellt.“

    Aber das Stroboskop ist nicht nur ein visuelles Schrapnell, sondern hat auch eine theoretische Komponente, eine kristalline, urfilmische Logik: „Man könnte sogar sagen, dass es das Licht selbst dramatisiert.“ Auf dem schmalen Grat zwischen Emanzipation und Kontrolle, Stimulus und Trauma fasst das Stroboskop den modernen Ansturm auf das Nervensystem von konstant wechselnden Signalen zusammen. In den 1950er Jahren wurden Flicker-Technologien für die elektroenzephalografische Forschung eingesetzt, um zu dokumentieren, dass Veränderungen der elektrischen Rhythmen des Gehirns einen diagnostischen Wert haben. Im Klick-Regime des Nerven-Gehirns unseres digitalen Zeitalters haben solche Stimuli auch einen hohen Tauschwert.

    Wie Gilles Deleuze am Beispiel von Hélène Cixous beschreibt, kann „stroboskopisches Schreiben wahnwitzige Geschwindigkeiten“ auslösen, „bei denen sich verschiedene Themen miteinander verbinden und die Wörter je nach Lesetempo und Assoziationsweise verschiedene Figuren bilden.“ So gelingt es Cixous, sich aus patriarchalen Regimen herauszuschreiben. Bei Fahrenholz wird das kalte Lichte des Stroboskops gleichermaßen zur Poetik, eine passende Ästhetik für unsere traumlose Zeit. In Abkehr von der Beschleunigung und Cixous‘ Forderung nach „mehr Körper“ präsentiert Fahrenholz stattdessen Überlegungen zur Auflösung der Normalität und zu Zäsuren in der sozialen Raum-Zeit. Tradierte Lebensrhythmen geraten ins Wanken, wenn uns in den affektiven Zwischenräumen von Körpern und Technologien eine neue Kost der (Un-)Verkörperung, der Trennung und des Zusammenseins verschrieben wird. Vielleicht können wir hier, in einer großen räumlichen und zeitlichen Leerstelle wie dem Tempelhofer Feld während der Pandemie, alles, was geschieht – oder nicht geschieht – als Ereignis anerkennen und der Zukunft anvertrauen, damit sie neue Wege beschreiten kann.

    Lars Bang Larsen (übersetzt von Kathrin Heinrich)

    Die Ausstellung wurde kuratiert von Nikola Dietrich.

    Loretta Fahrenholz, 2021/22. Courtesy: the artist and gallery Buchholz.

  • Performance: Live-Performances zum Ausstellungsende von Pure Fiction, 6.3.2022
    Pure Fiction: Shifting Theatre: Sibyl's Mouths, 2022. Bild: Aislinn McNamara.
    So 6. Mrz 2022, 14 – 17 Uhr
    Pure Fiction Shifting Theatre: Sibyl’s Mouths Performanceprogramm beginnt um 14.30 Uhr mit Mark von Schlegell (feat. Arjan Stockhausen), Luzie Meyer und Erika Landström mit Dana Munro In Shifting Theatre: Sibyl’s Mouths, reagieren Mitglieder des Schreib- und Performance-Kollektivs Pure Fiction – Rosa Aiello (in Kollaboration mit Dylan Aiello), Ellen Yeon Kim, Erika Landström, Luzie Meyer und Mark von Schegell – auf die derzeit unberechenbare Kulturlandschaft, indem sie die bemerkenswert relevanten Motive aus Mary Shelleys Roman Der letzte Mensch von 1826 in eine Inszenierung aus Sound, Installation, Vortrag, Film und Marionettentheater überführen. Prophetische Stimmen hauchen dem Abwesenden Leben ein, verleihen ephemeren Erscheinungen und Kräften Präsenz. Symbole werden in Handlungen transformiert, Handlungen in Symbole verwandelt. In einer Zeit, in der das räumliche Beisammensein als Gruppe nahezu unmöglich erscheint, gewinnt es an neuer Bedeutung, innerhalb dieser Trennung Zusammenhalte zu schaffen; sich gewissermaßen miteinander auseinanderzusetzen. Wie die fragmentarischen Vorhersagen aus der namensgebenden Sibyllenhöhle erwachen die eigens für diese Ausstellung konzipierten künstlerischen Arbeiten in unterschiedlichen Stadien zum Leben, jeweils gemäß des eigenen inneren Skripts und der eigenen Zeitlichkeit. Die unterschiedlichen Ansätze entfalten sich in einer sorgfältigen Betrachtung des Wo? und des Wer?. Durch die Mehrstimmigkeit dieses dissonanten Chors hindurch erklingt deutlich vernehmbar ein gemeinsames Anliegen: Was ist Performance? Es gilt die 2G-Regel. Keine Anmeldung erforderlich. Die Veranstaltung findet im Rahmen von Show & Tell statt und wird unterstützt von:  
  • Ausstellung: Pure Fiction - Shifting Theatre: Sibyl’s Mouths, 12.2. – 6.3.2022
    Shifting Theatre: Sibyl's Mouths, 2022. Image by Aislinn McNamara.

    Pure Fiction: Rosa Aiello (in Kollaboration mit Dylan Aiello), Ellen Yeon Kim, Erika Landström, Luzie Meyer, Mark von Schlegell
    Shifting Theatre: Sibyl’s Mouths

    An Exhibition at the End of Performance (Eine Ausstellung zum Ende der Performance)

    Eröffnung: Freitag, 11. Februar 2022, 17 – 21 Uhr

    Performances ab 19 Uhr

    Ausstellungsende: Sonntag, 6. März 2022, 11 – 18 Uhr
    Performances ab 14 Uhr

    Es gilt die 2G-Regel. Keine Anmeldung erforderlich.


    In der nah am heutigen Neapel gelegenen Sibyllenhöhle findet die Ich-Erzählerin von Mary Shelleys Roman Der letzte Mensch von 1826 eine Ansammlung von Prophezeiungen, die auf einzelne, lose verteilte Eichenblätter gekritzelt wurden. Diese Fragmente beschwören die Geschichte einer großen Seuche herauf, deren verheerende Kraft in den 2100er Jahren über den gesamten Erdball fegt und die Menschheitsgeschichte für immer verändert. Der letzte Mensch gilt als erste Science-Fiction-Apokalypse und handelt von Einsamkeit, Wandlungen der Intimität, kontinuierlicher Wiederholung und dem Leben am Rande einer Epoche.

    In Shifting Theatre: Sibyl’s Mouths, reagieren Mitglieder des Schreib- und Performance-Kollektivs Pure Fiction – Rosa Aiello (in Kollaboration mit Dylan Aiello), Ellen Yeon Kim, Erika Landström, Luzie Meyer und Mark von Schegell – auf die derzeit unberechenbare Kulturlandschaft, indem sie die bemerkenswert relevanten Motive aus Shelleys Roman in eine Inszenierung aus Sound, Installation, Vortrag, Film und Marionettentheater überführen. Prophetische Stimmen hauchen dem Abwesenden Leben ein, verleihen ephemeren Erscheinungen und Kräften Präsenz. Symbole werden in Handlungen transformiert, Handlungen in Symbole verwandelt.

    In einer Zeit, in der das räumliche Beisammensein als Gruppe nahezu unmöglich erscheint, gewinnt es an neuer Bedeutung, innerhalb dieser Trennung Zusammenhalte zu schaffen; sich gewissermaßen miteinander auseinanderzusetzen. Wie die fragmentarischen Vorhersagen aus der Sibyllenhöhle erwachen die eigens für diese Ausstellung konzipierten künstlerischen Arbeiten in unterschiedlichen Stadien zum Leben, jeweils gemäß des eigenen inneren Skripts und der eigenen Zeitlichkeit. Die unterschiedlichen Ansätze entfalten sich in einer sorgfältigen Betrachtung des Wo? und des Wer?. Durch die Mehrstimmigkeit dieses dissonanten Chors hindurch erklingt deutlich vernehmbar ein gemeinsames Anliegen: Was ist Performance?

    Im Erdgeschoss des Kölnischen Kunstvereins entfaltet sich die raumgreifende Soundinstallation von Ellen Yeon Kim in regelmäßigen Abständen; eine neue Videoarbeit von Luzie Meyer wird von Marionetten der aktuellen Pure Fiction Mitglieder begleitet; und in REAL BOOKS, einem temporären Büchergeschäft ohne zeitliche oder räumliche Bindung, unterbreitet Mark von Schlegell den Besucher:innen sein Angebot, das geschriebene Wort als Zeitmaschine zu nutzen – jedoch: Alles hat seinen Preis.

    Im angrenzenden Kino begibt sich Rosa Aiello (in Zusammenarbeit mit Dylan Aiello) in inzestuöse Verstrickungen und macht von den libidinösen Potentialen der Performance Gebrauch (gleichermaßen auf und neben der Leinwand). Währenddessen inszeniert Erika Landström im ehemaligen Radioraum im zweiten Stock eine Traumfabrik der räumlichen Exploration und der kognitiven Arbeit.

    Am Eröffnungstag und zum Ausstellungsende findet ein Live-Performanceprogramm statt.

    Die Ausstellung wurde kuratiert von Nikola Dietrich.


    Rosa Aiello (*1987 in Kanada) ist Künstlerin, Autorin und Filmemacherin. Ihre Arbeiten wurden in verschiedenen Institutionen und Galerien gezeigt, darunter die Schirn Kunsthalle in Frankfurt am Main, Cell Project Space in London, Bureau des Réalités in Brüssel, und die Stadtgalerie Bern. In jüngster Zeit hatte sie Einzelausstellungen bei DREI in Köln, Arcadia Missa in London, Lodos in Mexiko-Stadt und Southern Alberta Art Gallery in Lethbridge. Ihre Texte wurden bei Triple Canopy, Starship, CanadianArt, Art Papers, Public Journal und F. R. David veröffentlicht.

    Ellen Yeon Kim (*1985 in Südkorea) studierte an der Städelschule in Frankfurt am Main in der Klasse von Peter Fischli und Simon Starling und an der Slade School of Art, UCL. Ihre ästhetisch komplexen Arbeiten enthüllen die Absurdität der vielfältigen, unvereinbaren Erwartungen, die von der Gesellschaft und ihren Institutionen an den Einzelnen gestellt werden. Sie zeigt auf, wie Traumata weitergegeben und vom Einzelnen selbst aufrechterhalten werden. Kims Praxis umfasst verschiedene Medien, darunter Theater, Stand-up-Comedy, Installationen und Zeichnungen. Sie wurde 2021 mit dem Peter-Mertes-Stipendium ausgezeichnet und ist seit 2019 Teil des Atelierprogramms im Kölnischen Kunstverein.

    Erika Landström (*1984 in Schweden) ist eine Künstlerin, die in den Bereichen Skulptur, Installation und Performance arbeitet. Sie ist Absolventin der Städelschule in Frankfurt am Main und des Whitney Museum of American Art’s Independent Study Program in New York. Ihre jüngste Performance Holders wurde 2020 in der Emily Harvey Foundation in New York uraufgeführt. Sie hat u.a. bei Sternberg Press und Texte Zur Kunst publiziert und ihre Texte reichen von Lyrik bis zu Kunstkritik. Ihre Arbeiten wurden international in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt.

    Luzie Meyer (*1990 in Deutschland) ist Künstlerin, Dichterin, Musikerin und Übersetzerin und lebt in Berlin. Sie studierte Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt und machte 2016 ihren Abschluss in Bildender Kunst an der Städelschule in Frankfurt am Main. Ihre Arbeiten wurden international in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt. 2018 wurde sie mit dem Atelieraufenthalt der Hessischen Kulturstiftung an der Cité internationale des arts in Paris ausgezeichnet. Sie erhielt ein Pre-Doktoranden-Stipendium des DiGiTal-Fonds Berlin im Jahr 2020 sowie ein Forschungsstipendium des Berliner Senats im Jahr 2021 für ihr Forschungsprojekt „Unthinking Metatheatre“.

    Mark von Schlegell (*1967 in den USA) ist Romanautor, Kritiker und Künstler und lebt seit 2005 in Köln. Sein erster Roman Venusia (2005) wurde für den Otherwise Prize in Science Fiction ausgezeichnet. Auf Englisch sind seine Texte bei Semiotext(e) und Sternberg Press erschienen, auf Deutsch bei Matthes und Seitz und dem Merve Verlag. Seine visuelle Kunst wurde in den USA (New York), Südkorea (Seoul), Dänemark und in Deutschland ausgestellt. Seit 2011 ist er Gründungsmitglied des Pure Fiction Kollektivs und unterrichtete Kunst und Literatur am CalArts in Valencia, dem San Francisco Art Institute und der Städelschule in Frankfurt am Main.

    Shifting Theatre: Sibyl’s Mouths, 2022. Bild von Aislinn McNamara.

    Gefördert durch:

  • zu Gast: Kammerkonzerte im Kunstverein – 1. Konzert, Astor Trio, 5.2.2022
    Astor Trio
    Sa 5. Feb 2022, 18 – 21 Uhr
    Eröffnungskonzert 2022 Wir freuen uns auf einen grandiosen Auftakt zum neuen Konzertjahr 2022 mit dem Astor Trio und seinem hochvirtuosen Programm „Bach, Piazzolla & Saint-Saëns“. Den drei Musikern des Astor Trio ist das seltene Kunststück gelungen, eine vollkommen neue und ungewöhnliche Kammermusikbesetzung in der klassischen Musik zu etablieren und damit das Publikum wie auch die Kritiker gleichermaßen zu begeistern. Im Astor Trio treffen Violine, Gitarre und Kontrabass aufeinander. Alexander Prushinskiy, Violinist und erster Konzertmeister der Dortmunder Philharmoniker hat sich mit dem Gitarristen Tobias Kassung und dem Solobassisten des WDR-Sinfonieorchesters Stanislav Anischenko zu dieser seltenen Kombination zusammengefunden und in die Elite der deutschen Kammermusikensembles gespielt. Besetzung: Alexander Prushinskiy, Violine Tobias Kassung, Gitarre Stanislav Anischenko, Kontrabass Programm: Johann Sebastian Bach (1685-1750) (Arr.: Tobias Kassung) Sonate h-Moll BWV 1014 1. Adagio 2. Allegro 3. Andante 4. Allegro Astor Piazzolla (1921-1992) „Histoire du Tango” 1. Bordel 1900 2. Café 1930 3. Nightclub 1960 – Pause – Johann Sebastian Bach (1685-1750) (Arr.: Tobias Kassung) Sonate E-Dur BWV 1016 – Adagio ma non tanto – Tobias Kassung (*1977) Buenos Aires Fantasie I, op. 13 en mémoire d‘Astor Piazzolla #RepertoireNRW Astor Piazzolla (1921-1992) (Arr.: Tobias Kassung) Adios Noniño Camille Saint-Saëns (1835-1921) (Arr.: Tobias Kassung) Introduction et Rondo Capriccioso Preise: 19,50 Euro inkl. VVK Gebühr, ermäßigt (Schüler, Studenten, KölnPass-Inhaber) 12,- Euro inkl. VVK Gebühr, Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt. Der Vorverkauf startet zur Zeit jeweils drei Wochen vor den jeweiligen Konzertterminen. Karten sind auf KölnTicket erhältlich: www.koelnticket.de Aktuelle Infos & Link zum VVK unter: www.koelner-klassik-ensemble.de Über die Konzertreihe: Die Musikmetropole am Rhein ist Heimatort zahlreicher international anerkannter Musikerinnen und Musiker. Mit ihrer Vielfalt und Qualität hat sich dabei die freie Kölner Kammermusikszene weltweit höchstes Ansehen erspielt. Die Kammerkonzerte im Kunstverein geben diesen Spitzenensembles aus Köln und NRW nun ein festes Schaufenster in ihrer Heimatstadt. Ab 2020 finden jährlich sechs Konzerte, jeweils Samstag Abends um 18 Uhr, im Riphahnsaal des Kölnischen Kunstvereins statt. Zentral am Neumarkt bietet der Riphahnsaal mit seiner offenen, schönen Architektur eine hervorragende Akustik für Kammermusik der internationalen Spitzenklasse. Die Verbindung von zeitgenössischer, bildender Kunst und der epochenübergreifenden Kammermusik setzt ein Symbol für die Einheit von Kunst, ihrer Vielfältigkeit und Aktualität und verspricht ein einzigartiges Ambiente.
  • Workshop: reboot: responsiveness - Rory Pilgrim: Gibt es eine Geschichte, die dich gerettet hat?, 23.1.2022
    So 23. Jan 2022, 19 – 20 Uhr
    Rory Pilgrim Gibt es eine Geschichte, die dich gerettet hat? Informelle öffentliche Präsentation eines zweitägigen Workshops, organisiert vom Kölnischen Kunstverein und Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf Sonntag, 23. Januar 2022, 19 – 20 Uhr Ort: Salon des Amateurs Grabbeplatz 4, 40213 Düsseldorf Der Eintritt ist frei. Bitte beachten Sie, dass es sich um eine 2GPlus-Veranstaltung handelt. Für den Einlass ist zu dem Impf- oder Genesenennachweis ein negatives tagesaktuelles (nicht älter als 24 Stunden) Schnelltestergebnis notwendig. Eine Booster-Impfung ersetzt den Testnachweis. Um Anmeldung wird gebeten unter info@reboot-responsiveness.com. Können wir uns erholen, wenn sich die Systeme um uns herum nicht ändern? Wie können wir durch das Erzählen von Geschichten diese Systeme wiederherstellen? Für einen zweitägigen Workshop hat der Künstler Rory Pilgrim Menschen aus dem Raum Düsseldorf und Köln eingeladen, durch verschiedene Formen des Geschichtenerzählens darüber nachzudenken, was „Recovery“ heute bedeuten könnte. Der Workshop endet mit dieser informellen öffentlichen Präsentation, die den Teilnehmer:innen die Möglichkeit gibt, die im Workshop entwickelten Geschichten auf eine für sie angenehme Art und Weise zu erzählen. Der doppelte Wortsinn von „Recovery“ kann sowohl die Rückkehr zu einem früheren Gesundheitszustand als auch das Wiedererlangen von etwas Verlorenem bedeuten. Können wir „Recovery“ auch als Möglichkeit betrachten, uns etwas vorzustellen, das völlig neue Perspektiven eröffnet? Inspiriert von der Schriftstellerin Ursula K. Le Guin, die das Geschichtenerzählen als „Medizinbündel“ bezeichnete, werden wir untersuchen, wie wir dieses Erzählen nutzen können, um mitzuteilen, was „Recovery“ für unser eigenes Leben bedeuten könnte. Das kann etwas Persönliches sein oder aus einem umfassenderen politischen Anliegen heraus erwachsen. Wir werden dies auf eine Weise tun, die sich für jede:n Einzelne:n und für die Gruppe intuitiv anfühlt. Dies kann sowohl durch Sprechen, Schreiben und Aufzeichnung geschehen, als auch durch nonverbale Ausdrucksformen wie Tableau vivant und Bewegung. So werden wir gemeinsam erforschen, wie sich die Erfahrungen der Genesung mit umfassenderen Systemen der Pflege, der Bürokratie und des Rechts verflechten. Durch den Austausch von Geschichten werden wir Wege finden, neu zu denken, was Genesung sein könnte und wie wir Veränderungen für uns selbst, für lokale Gemeinschaften und für die Welt umsetzen können. Rory Pilgrim (UK/NL) arbeitet als Künstler und Vermittler in vielen verschiedenen Medien, darunter Film, Musik, Zeichnung und Live-Performance. Von emanzipatorischen Fragen geprägt, möchte Pilgrim die Art und Weise hinterfragen, wie wir zusammenkommen, sprechen, zuhören und uns für einen sozialen Wandel einsetzen, indem wir persönliche Erfahrungen teilen und ausdrücken. In der Zusammenarbeit mit anderen durch verschiedene Methoden des Dialogs, Workshops und Kollaboration beschäftigt sich Rory mit lokalen und globalen Dimensionen von Gemeinschaftsbildung, sowohl vor als auch hinter unseren Bildschirmen. Wenn Sie sich für den gesamten zweitägigen Workshop als Teilnehmende:r anmelden möchten, melden Sie sich gerne! Hermann Mueller info@reboot-responsiveness.com reboot: responsiveness Der Kölnische Kunstverein und der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf präsentieren gemeinsam reboot: – ein kollaborativer, zyklischer, antirassistischer und queer-feministischer Dialog zwischen performativen und forschungsbasierten Praktiken. reboot: Konzipiert von Eva Birkenstock, Nikola Dietrich und Viktor Neumann Kernkollektiv: Alex Baczynski-Jenkins, Gürsoy Doğtaş, Klara Lidén, Ewa Majewska, Rory Pilgrim, Cally Spooner und Mariana Valencia Graphikdesign von Sean Yendrys
  • Führung: Führung durch die Ausstellung von Daniela Ortiz, 22.1.2022
    Daniela Ortiz: Samuel and Naseb, a resistance story in seven pranks, 2021. Installationsansicht Kölnischer Kunstverein, 2021. Courtesy: die Künstlerin und àngels barcelona. Foto: Mareike Tocha.
    Sa 22. Jan 2022, 17 – 18 Uhr
    mit Nikola Dietrich, Direktorin Kölnischer Kunstverein
2021
  • zu Gast: Kammerkonzerte im Kunstverein – 6. Konzert, UWAGA!, 18.12.2021
    UWAGA!
    Sa 18. Dez 2021, 18 – 21 Uhr
    Klassik. Mozart, Mahler & Co. Recomposed. Ursprünglich sollten UWAGA! im Dezember 2020 spielen, doch das Konzert musste natürlich auch wegen des Lockdowns ausfallen. Aber wir wollten dieses grandiose Ensemble auf jeden Fall live vor großem Publikum spielen lassen und laden sie daher nun erneut ein. Waghalsiger Spielwitz, schwindelerregende Tempi, eine mitreißende Performance und der unsachgemäße, fast schon an Dreistigkeit grenzende Umgang mit klassischem Instrumentarium und Kulturgut – mit diesen wenigen Worten ist das Feld, in dem sich Christoph König, Maurice Maurer, Miroslav Nisic und Matthias Hacker bewegen, schon ziemlich treffend umrissen. 2007 gegründet bedient sich UWAGA! des an unsterblichen Kompositionen reichen, klassischen Fundus‘ und präsentiert ausgewählte Meisterwerke in einer gleichermaßen einzigartigen wie eigenwilligen Art. Tschaikowskys Ballettsuiten verfügten durchaus über Disco-Potential, Mahler habe meisterhafte Jazzthemen komponiert und Barock sei der pure Rock ’n‘ Roll, so die vier Musiker. Man ahnt es schon: Der Name UWAGA! – Polnisch und bedeutet ACHTUNG! – ist Programm. Ob stilistische Einflüsse aus Jazz, Balkan und Funk oder virtuose Improvisation – in seinen Neuinterpretationen bereichert das Quartett die Klassik um etwas, was der traditionelle Konzertbetrieb nicht kennt. Gelinde gesagt unkonventionell ist auch die Spielweise der vier Musiker: Eine Geige als funky Rhythmusgitarre, fette Bässe vom Akkordeon oder Percussion mit einem Kontrabass? Natürlich! Mit dieser erfrischenden Mischung aus überbordender Musikalität und stilistischer Unvoreingenommenheit, feiert UWAGA! Erfolge in aller Welt: Sei es im Konzerthaus Dortmund, auf der Expo 2010 in Shanghai oder im großen Saal der St. Petersburger Philharmonie. Programm: Klassik. Mozart, Mahler & Co. Recomposed. Mit Geige, Bratsche, Akkordeon und Kontrabass begibt sich die deutsch-serbische Formation UWAGA! auf einen irrwitzig-anarchischen Streifzug durch das klassische Repertoire. Preise: 19,50 Euro inkl. VVK Gebühr, ermäßigt (Schüler, Studenten, KölnPass-Inhaber) 12,- Euro inkl. VVK Gebühr, Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt. Der Vorverkauf startet zur Zeit jeweils drei Wochen vor den jeweiligen Konzertterminen. Karten sind auf KölnTicket erhältlich: www.koelnticket.de Infos & Link zum VVK unter: www.koelner-klassik-ensemble.de Über die Konzertreihe: Die Musikmetropole am Rhein ist Heimatort zahlreicher international anerkannter Musikerinnen und Musiker. Mit ihrer Vielfalt und Qualität hat sich dabei die freie Kölner Kammermusikszene weltweit höchstes Ansehen erspielt. Die Kammerkonzerte im Kunstverein geben diesen Spitzenensembles aus Köln und NRW nun ein festes Schaufenster in ihrer Heimatstadt. Ab 2020 finden jährlich sechs Konzerte, jeweils Samstag Abends um 18 Uhr, im Riphahnsaal des Kölnischen Kunstvereins statt. Zentral am Neumarkt bietet der Riphahnsaal mit seiner offenen, schönen Architektur eine hervorragende Akustik für Kammermusik der internationalen Spitzenklasse. Die Verbindung von zeitgenössischer, bildender Kunst und der epochenübergreifenden Kammermusik setzt ein Symbol für die Einheit von Kunst, ihrer Vielfältigkeit und Aktualität und verspricht ein einzigartiges Ambiente.
  • Veranstaltung: Rundgang durch die Jahresgaben-Ausstellung, 9.12.2021
    Jahresgaben 2021, Kölnischer Kunstverein.
    Do 9. Dez 2021, 17 – 18 Uhr

    Wir freuen uns, ab dem 8. Dezember 2021 unsere neuen Jahresgaben präsentieren zu können und möchten Sie am 9. Dezember 2021 zu einem Rundgang durch die Jahresgaben-Ausstellung einladen. Durch die Ausstellung wird unsere Direktorin Nikola Dietrich führen.

    Für Ihren Besuch der Ausstellung und alle Veranstaltungen gilt die „2G-Regel“. Bitte hal­ten Sie ei­nen Nach­weis über eine Imp­fung oder eine zurück­lie­gende Erkrankung sowie ein gültiges Ausweis­doku­ment bere­it.

    Für Kin­der und Ju­gendliche un­ter 18 Jahren gilt die „3G-Regel“. Kin­der bis zum Schulein­tritt benöti­gen kei­nen Nach­weis. Schüler*in­nen un­ter 16 Jahren gel­ten als getestet. Schüler*in­nen ab 16 Jahren bit­ten wir um die Vor­lage ein­er Schulbeschei­ni­gung. Erwach­sene, die aus medizinischen Grün­den nicht geimpft wer­den kön­nen, müssen neben einem ärztlichen Attest ei­nen neg­a­tiv­en Sch­nell­test vor­le­gen (max. 24 Stun­den alt).

  • Vermittlung, Führung: Rundgang durch die Jahresgaben-Ausstellung, 9.12.2021
    Jahresgaben 2021, Kölnischer Kunstverein.
    Do 9. Dez 2021, 17 – 18 Uhr

    Wir freuen uns, ab dem 8. Dezember 2021 unsere neuen Jahresgaben präsentieren zu können und möchten Sie am 9. Dezember 2021 zu einem Rundgang durch die Jahresgaben-Ausstellung einladen. Durch die Ausstellung wird unsere Direktorin Nikola Dietrich führen.

    Für Ihren Besuch der Ausstellung und alle Veranstaltungen gilt die „2G-Regel“. Bitte hal­ten Sie ei­nen Nach­weis über eine Imp­fung oder eine zurück­lie­gende Erkrankung sowie ein gültiges Ausweis­doku­ment bere­it.

    Für Kin­der und Ju­gendliche un­ter 18 Jahren gilt die „3G-Regel“. Kin­der bis zum Schulein­tritt benöti­gen kei­nen Nach­weis. Schüler*in­nen un­ter 16 Jahren gel­ten als getestet. Schüler*in­nen ab 16 Jahren bit­ten wir um die Vor­lage ein­er Schulbeschei­ni­gung. Erwach­sene, die aus medizinischen Grün­den nicht geimpft wer­den kön­nen, müssen neben einem ärztlichen Attest ei­nen neg­a­tiv­en Sch­nell­test vor­le­gen (max. 24 Stun­den alt).

  • Ausstellung: Jahresgaben 2021, 8. – 19.12.2021
    Jahresgaben 2021, Kölnischer Kunstverein.

    Künstler:innen:
    Naama Arad, Inessa Emmer, Sabrina Fritsch, Stefani Glauber, Selma Gültoprak, Melike Kara, Ellen Yeon Kim, Rory Pilgrim, Nora Schultz, Cally Spooner, Katja Tönnissen, Mark von Schlegell

    Wir freuen uns Ihnen vom 8. bis 19. Dezember 2021 zu den regulären Öffnungszeiten unsere diesjährigen Jahresgaben im Kölnischen Kunstverein zu präsentieren und laden Sie in diesem Rahmen ganz herzlich zu einem Rundgang mit der Direktorin Nikola Dietrich am Donnerstag, 9. Dezember um 17 Uhr ein. Eine Anmeldung sowie die Vorlage eines 2G-Nachweises sind erforderlich. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zum Besuch unserer Ausstellungen und Veranstaltungen.

    Die jungen wie etablierten regionalen und internationalen Künstler:innen, die den Kölnischen Kunstverein in diesem Jahr mit einer Jahresgabe unterstützen, waren zum Teil im Jahresprogramm 2021 vertreten, sind aktuelle Atelierstipendiat:innen oder dem Kunstverein in anderer Weise verbunden.

    Informationen zu den Künstler:innen und den zu erwerbenden Werken finden Sie unter Aktuelle Jahresgaben

    Bestellungen der Jahresgaben 2021 können ab jenem Zeitpunkt bis einschließlich 19. Dezember schriftlich eingereicht werden. Gehen mehr Bestellungen ein, als Exemplare vorhanden sind, entscheidet das Los. Die Verlosung findet am 20. Dezember 2021 statt. Nach Auslosung werden alle Interessent:innen über das Ergebnis schriftlich benachrichtigt. Alle verbliebenen Jahresgaben stehen nach der Auslosung weiterhin zum Verkauf und können jederzeit erworben werden. Nur für Mitglieder erhältlich.


  • zu Gast: Kammerkonzerte im Kunstverein – 5. Konzert, Duo Kravets-Kassung, 20.11.2021
    Duo Kravets Kassung
    Sa 20. Nov 2021, 18 – 19 Uhr
    „La lumière du sud“ – Das Licht des Südens 2011 etablierten Lena Kravets und Tobias Kassung im Kölner Klassik Ensemble ihr Duo. Mit der seltenen Kombination von Cello und Gitarre entwickeln sie ganz individuelle Programme und begeistern das Publikum in zahlreichen Konzerten quer durch Deutschland. Im Sommer 2017 erschien ihr hochgelobtes Album „Lieder, Songs & Canciones“ bei KSG Exaudio mit einer ganz persönlichen Hommage an den Gesang. Russische Romanzen und deutsche, romantische Lieder von Franz Schubert und Johannes Brahms werden mit temperamentvollen spanischen Canciones und Jazzsongs verbunden. Das aktuelle Programm „La lumière du sud – das Licht des Südens“ widmet sich besonders den impressionistischen Meistern der französischen und spanischen Musik, welche mediterrane Landschaften in Tonkunst zaubern. In den Arrangements des Duos entfalten diese Klangbilder ihren ganzen Reiz und Cello und Gitarre verschmelzen zu einem eindrucksvollem Ganzen. Neben den „Siete Canciones populares Españolas“ von Manuel de Falla stehen Werke von Marin Marais und Gabriel Fauré auf dem Programm. Sowie die hinreißend, virtuose Flamenco-Komposition von Mathias Duplessy und Tobias Kassungs eigenes „Capriccio à la lumière du sud“ – eine Hommage an den Tango und das Licht des Südens. Programm: Marin Marais (1656-1728): Variations sur les Folies d‘Espagne; Manuel de Falla (1876-1946): Siete Canciones populares Españolas; Tobias Kassung (*1977): Capriccio à la lumière du sud, op. 16; Gabriel Fauré (1845-1924): Après un rêve, op. 7; Mathias Duplessy (1972): Sonate pour guitar et violoncelle Preise: 19,50 Euro inkl. VVK Gebühr, ermäßigt (Schüler, Studenten, KölnPass-Inhaber) 12,- Euro inkl. VVK Gebühr, Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt. Der Vorverkauf startet zur Zeit jeweils drei Wochen vor den jeweiligen Konzertterminen. Karten sind auf KölnTicket erhältlich: www.koelnticket.de Infos & Link zum VVK unter: www.koelner-klassik-ensemble.de Über die Konzertreihe: Die Musikmetropole am Rhein ist Heimatort zahlreicher international anerkannter Musikerinnen und Musiker. Mit ihrer Vielfalt und Qualität hat sich dabei die freie Kölner Kammermusikszene weltweit höchstes Ansehen erspielt. Die Kammerkonzerte im Kunstverein geben diesen Spitzenensembles aus Köln und NRW nun ein festes Schaufenster in ihrer Heimatstadt. Ab 2020 finden jährlich sechs Konzerte, jeweils Samstag Abends um 18 Uhr, im Riphahnsaal des Kölnischen Kunstvereins statt. Zentral am Neumarkt bietet der Riphahnsaal mit seiner offenen, schönen Architektur eine hervorragende Akustik für Kammermusik der internationalen Spitzenklasse. Die Verbindung von zeitgenössischer, bildender Kunst und der epochenübergreifenden Kammermusik setzt ein Symbol für die Einheit von Kunst, ihrer Vielfältigkeit und Aktualität und verspricht ein einzigartiges Ambiente.
  • Buchpräsentation: Melike Kara WHERE WE MEET, 2021, 18.11.2021
    Melike Kara: where we meet, 2021. Installationsansicht Kölnischer Kunstverein, 2021. Courtesy: die Künstlerin und Jan Kaps, Köln. Foto: Mareike Tocha.
    Do 18. Nov 2021, 18 – 21 Uhr
    Im Rahmen der Ausstellung von Melike Kara Nothing Is Yours, Everything Is You findet am Donnerstag, 18. November 2021 um 18 Uhr eine Präsentation der Publikation WHERE WE MEET, 2021 (Hg. Fabian Schöneich, Grafik: Anne Stock, 83 Seiten) mit Filmscreenings, Installation und einer Einführung von Fabian Schöneich statt. Gefördert durch: Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist KKV_MK_Logoleiste_Web_211015-1024x227.png
  • Einzelausstellung: Melike Kara – Nothing is Yours, Everything Is You, 13.11. – 5.12.2021
    Melike Kara, Kölnischer Kunstverein, 2021.

    Eröffnung der Ausstellung: Freitag, 12.11.2021, 17 – 21 Uhr

    Unter dem Titel Nothing is Yours, Everything Is You präsentiert Melike Kara neue Malereien in einer ortsspezifischen Installation aus Fotografien ihres persönlichen Archivs, das Familienbilder sowie weitere Quellen versammelt. Es dient als inoffizielle historische Dokumentation der kurdischen Diaspora, die weder Mittel noch Ressourcen hat, um ihre eigene Geschichte zu bewahren. Die mit Bleichmittel behandelte und verblasste Tapete im Studio des Kölnischen Kunstvereins hält Rituale und Traditionen, Erinnerungen und Erzählungen fest, die von Generation zu Generation weitergegeben werden und sich gegen das Vergessen wehren. 

    Ihre Malereien, als Triptychon im Außenbereich zu sehen, sind gestisch-abstrakte Bildkompositionen aus hybriden Formen und Figuren und lehnen sich an die Formsprache von Textilprodukten kurdischer Stämme an, darunter eine spezielle Teppichknüpftechnik. Kara verwebt die Geschichte westlicher Malerei mit Einflüssen indigener Kulturen und hebt die überholte strikte Kategorisierung von Kunst und Handwerk auf.

    Im Rahmen der Ausstellung findet am Donnerstag, 18. November 2021 um 18 Uhr eine Präsentation der Publikation WHERE WE MEET, 2021 (Ausst. Kat. Jan Kaps, Wiels Brüssel, Hg. Fabian Schöneich, Grafik: Anne Stock, 83 Seiten) mit Filmscreenings, Installation und einer Einführung von Fabian Schöneich statt. 

    Die Ausstellung wurde kuratiert von Nikola Dietrich.

    Melike Kara (*1985 in Bensberg, lebt in Köln) hatte Einzelausstellungen bei LC Queisser in Tbilisi (2021), Jan Kaps in Köln (2020), Arcadia Missa in London, im Witte de With Center for Contemporary Art in Rotterdam (beide 2019), im Yuz Museum in Shanghai (2018) und Gruppenausstellungen u.a. im Ludwig Forum in Aachen, auf der Belgrad Biennale (beide 2021), bei Wiels in Brüssel und bei blank projects in Kapstadt (beide 2020).


    Gefördert durch:

  • Einzelausstellung: Daniela Ortiz – Nurtured by the defeat of the colonizers our seeds will raise, 13.11.2021 – 30.1.2022
    Daniela Ortiz, Kölnischer Kunstverein, 2021.

    Eröffnung der Ausstellung: Freitag, 12.11.2021, 17 – 21 Uhr

    In Malereien, Textilarbeiten, Kinderbüchern und Installationen entwickelt Daniela Ortiz antirassistische und antikoloniale Erzählungen als Gegenentwurf zu Kolonialismen, die sich bis heute kontinuierlich fortschreiben. Sie konfrontiert jene Akteur:innen und Machtinhaber:innen, die für den institutionellen und strukturellen Rassismus verantwortlich sind und der sich u.a. in der missbräuchlichen und menschenrechtsverletzenden Kontrolle von Zuwanderung und Grenzen äußert. Die Konzentration auf handwerkliche Medien in Ortiz‘ künstlerischer Praxis entspringt ihrem zunehmendem Interesse, sich von der Ästhetik eurozentrischer Konzeptkunst zu entfernen.

    Die Präsentation im Kölnischen Kunstverein ist die erste institutionelle Einzelausstellung von Daniela Ortiz in Deutschland und zeigt unter dem Titel Nurtured by the defeat of the colonizers our seeds will raise  („Genährt durch die Niederlage der Kolonisatoren wird unsere Saat aufgehen“) neue, kontextspezifische Werkserien zusammen mit bestehenden Arbeiten. Begleitend erscheint das Künstlerinbuch The Rebellion of the Roots, 2021 (Hg. Kölnischer Kunstverein, Grafik: Ronnie Fueglister mit Yves Graber, 80 Seiten), das zur Eröffnung der Ausstellung vorliegt.

    Die Ausstellung wurde kuratiert von Nikola Dietrich.

    Daniela Ortiz‘ (*1985 in Cusco, lebt in Urubamba, Perú) Arbeiten waren in internationalen Einzelausstellungen u.a. bei La Virreina. Centre de la Imatge in Barcelona (2019), Las Ataranzas in Valencia, im Middlesbrough Institute of Modern Art in Middlesbrough (beide 2017), im Van Abbemuseum in Eindhoven (2016), àngels barcelona in Barcelona (2014) sowie in Gruppenausstellungen im LUM – Lugar de la Memoria in Lima, in der KADIST art foundation in Paris, der neuen Gesellschaft für bildende Kunst (nGbK) in Berlin, in der Kunsthalle Wien (alle 2021) und im Kunstverein Hamburg (2020) zu sehen.


    Gefördert durch:



  • Performance: Fällt leider aus: reboot: responsiveness - Cally Spooner: DEAD TIME (Maggie’s Solo), 6.11.2021
    Sa 6. Nov 2021, 16 – 17 Uhr
    Cally Spooner: DEAD TIME (Maggie’s Solo) Performance  Donnerstag, 4. November 2021, 11 – 18 Uhr Ort: Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf Grabbeplatz 4, 40213 Düsseldorf Wichtiger Hinweis: Wegen Erkrankung muss die morgige Performance am 6. November im Kölnischen Kunstverein leider ersatzlos ausfallen. Samstag, 6. November 2021, 16 – 17 Uhr Ort: Kölnischer Kunstverein Hahnenstraße 6, 50667 Köln Der Eintritt ist frei. Bitte beachten Sie, dass für den Einlass einer der 3G-Nachweise (getestet, genesen, geimpft) erforderlich ist. In DEAD TIME (Maggie’s Solo), 2021, bewegt sich eine Tänzerin zwischen gesteigerter Aktivität und einem Zustand des Wartens. Quasi als Anatomiestudie des 21. Jahrhunderts untersucht der Tanz ein technisches und zeitliches Performance-Milleu, in dem der menschliche Körper sowohl vital als auch leichenhaft dargestellt wird. Ebenso wird die Frage gestellt, wie sich der so abgebildete Körper seiner Erfassung, Zirkulation und Kompression entziehen kann, indem er sich selbst als vorbereitende und dauerhafte Realität neu begreift. In Düsseldorf wird DEAD TIME (Maggie’s Solo) den ganzen Tag über zeitweilig als Installationsperformance gezeigt. In Köln feiert das Stück seine Premiere als einmalige Aufführung und wird durch ein weiteres Werk aus Spooners DEAD TIME-Oeuvre ergänzt: DEAD TIME (Narrator’s Script). An beiden Orten wird die Performance zusammen mit Spooners Arbeit Still Life aus dem Jahr 2018 präsentiert. DEAD TIME ist ein fortlaufendes Projekt von Cally Spooner und eine 63-seitige Performance-Partitur, die sie 2018 komponierte. Spooner hat sie seitdem schrittweise in eine Reihe von Werken übersetzt, die unter verschiedenen Bedingungen nebeneinander bestehen können, und wird sie, im Laufe der Zeit, in eine Oper integrieren. DEAD TIME (Narrator’s Script) wurde erstmals in Spooners Einzelausstellung DEAD TIME im Art Institute Chicago 2019 gezeigt. Anschließend wurde es als Sound-Arbeit für Common Guild, Glasgow, produziert, wobei eine Aufnahme verwendet wurde, die 2020 im Camden Art Centre entstand, organisiert und in Auftrag gegeben von Parrhesiades, London. Der Pianist ist Neil Luck, der Erzähler ist Jesper List Thomsen. DEAD TIME (Maggie’s Solo) wurde von Cally Spooner mit Magdalyn Segale choreografiert. Szenografie und Dramaturgie entwickelt von Cally Spooner mit Hendrik Folkerts Getanzt von Magdalyn Segale In Auftrag gegeben vom Walker Art Center, Minneapolis Besonderer Dank an Charles Billot, der geholfen hat, DEAD TIME (Maggie’s Solo) aus der Ferne zu realisieren. reboot: responsiveness Der Kölnische Kunstverein und der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf präsentieren gemeinsam reboot: – ein kollaborativer, zyklischer, antirassistischer und queer-feministischer Dialog zwischen performativen und forschungsbasierten Praktiken. Der erste Zyklus, reboot: responsiveness, geht von den Sehnsüchten, Ängsten und Hoffnungen aus, die durch die aktuelle Pandemie verstärkt werden. An zwei unterschiedlichen, jedoch miteinander verbundenen Orten, die sich gegenseitig unterstützen, ergänzen und herausfordern, bietet reboot: responsiveness Infrastrukturen für provisorische Inszenierungen, Proben, prozesshafte Choreografien und Begegnungen rund um Themen wie Präsenz, Intimität, Fürsorge und Verantwortung. reboot: responsiveness entwickelt Aktivitäten gemeinsam mit einem Kernkollektiv bestehend aus Alex Baczynski-Jenkins, Gürsoy Doğtaş, Klara Lidén, Ewa Majewska, Rory Pilgrim, Cally Spooner und Mariana Valencia. Mittels verschiedener Formate und gemeinsam mit weiteren eingeladenen Gästen und dem Publikum in Köln und Düsseldorf werden diese Künstler:innen und Denker:innen Wege ergründen, einander Zeit zu widmen und zeitgemäß mit Zeit zu performen, alternative Vokabulare, Archive, Gesten, Bewegungen und Übersetzungen zu entwickeln, Ressourcen und Ideen zu teilen und weiterzugeben, und Modi des Widerstands und des Miteinanders als Antwort auf die aktuelle Situation, in der wir leben, zu finden. reboot: Konzipiert von Eva Birkenstock, Nikola Dietrich und Viktor Neumann Kernkollektiv: Alex Baczynski-Jenkins, Gürsoy Doğtaş, Klara Lidén, Ewa Majewska, Rory Pilgrim, Cally Spooner und Mariana Valencia Graphikdesign von Sean Yendrys http://reboot-responsiveness.com/de/   reboot: responsiveness ist eine Kooperation von: reboot: responsiveness wird unterstützt von:
  • Seminar: Coronaseminar #5. Reboot solidarity together. von Dr. Ewa Majewska, 20.10.2021
    Mi 20. Okt 2021, 18 – 20 Uhr
    Ewa Majewska Coronaseminar #5. Reboot solidarity together.  20. Oktober 2021 Online-Zoom, 18 – 20 Uhr MEZ (in englischer Sprache) Teilnahme-Link: https://us02web.zoom.us/j/85942240996?pwd=TyswL2I5UHlCZXFPbzJjaTNkNUsvQT09 Meeting ID: 859 4224 0996 Kenncode: 581273 Die Covid-19-Pandemie hat unser Leben in unterschiedlichem Maße verändert, aber sie hat auch das Gefühl einer globalen Gemeinschaft geschaffen, der gemeinsam erlebten Erfahrung, einem Virus ausgesetzt zu sein, das keine Grenzen kennt. Paradoxerweise hat eine tödliche Krankheit das Gefühl einer gemeinsamen Welt und gemeinsamer Verantwortlichkeit wiederhergestellt. Jetzt, nachdem große Teile unseres Lebens wieder zur „Normalität“ zurückgekehrt sind, müssen wir darüber nachdenken, wie wir in einer Welt zusammenleben können, die solche globalen Katastrophen mit sich bringen kann, wo die Klimakrise an unsere Tür klopft, wo Prekarität, Instabilität und wirtschaftliche Ungleichheit unsere tägliche Erfahrung prägen. Das Gemeinschaftsgefühl wird weiter bestehen, auch wenn wir uns im Moment vielleicht am meisten darauf konzentrieren, wie wir uns von Zwängen befreien können, wie wir in einer Welt mit so vielen Verpflichtungen frei sein können. Ein, wie ich glaube, guter Zeitpunkt, um die Texte von Butler und Bifo zu diskutieren, die beide der Frage nachgehen, wie wir gemeinsam unruhig bleiben können – mit der Autonomie und Kraft den Status quo verändern zu können. Sie sind herzlich eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen und Pläne für die Zukunft zu schmieden. Co-hosts: Eva Birkenstock, Nikola Dietrich, Viktor Neumann Texte: Judith Butler, „Creating an Inhabitable World for Humans Means Dismantling Rigid Forms of Individuality”, April 2021: https://news.yahoo.com/judith-butler-creating-inhabitable-world-110002078.html Franco Berardi „Bifo”, Freedom and Potency, in: e-flux, März 2021: https://www.e-flux.com/journal/116/378694/freedom-and-potency/ reboot: responsiveness Der Kölnische Kunstverein und der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf präsentieren gemeinsam reboot: – ein kollaborativer, zyklischer, antirassistischer und queer-feministischer Dialog zwischen performativen und forschungsbasierten Praktiken. Der erste Zyklus, reboot: responsiveness, geht von den Sehnsüchten, Ängsten und Hoffnungen aus, die durch die aktuelle Pandemie verstärkt werden. An zwei unterschiedlichen, jedoch miteinander verbundenen Orten, die sich gegenseitig unterstützen, ergänzen und herausfordern, bietet reboot: responsiveness Infrastrukturen für provisorische Inszenierungen, Proben, prozesshafte Choreografien und Begegnungen rund um Themen wie Präsenz, Intimität, Fürsorge und Verantwortung. reboot: responsiveness entwickelt Aktivitäten gemeinsam mit einem Kernkollektiv bestehend aus Alex Baczynski-Jenkins, Gürsoy Doğtaş, Klara Lidén, Ewa Majewska, Rory Pilgrim, Cally Spooner und Mariana Valencia. Mittels verschiedener Formate und gemeinsam mit weiteren eingeladenen Gästen und dem Publikum in Köln und Düsseldorf werden diese Künstler:innen und Denker:innen Wege ergründen, einander Zeit zu widmen und zeitgemäß mit Zeit zu performen, alternative Vokabulare, Archive, Gesten, Bewegungen und Übersetzungen zu entwickeln, Ressourcen und Ideen zu teilen und weiterzugeben, und Modi des Widerstands und des Miteinanders als Antwort auf die aktuelle Situation, in der wir leben, zu finden. reboot: Konzipiert von Eva Birkenstock, Nikola Dietrich und Viktor Neumann Kernkollektiv: Alex Baczynski-Jenkins, Gürsoy Doğtaş, Klara Lidén, Ewa Majewska, Rory Pilgrim, Cally Spooner und Mariana Valencia Graphikdesign von Sean Yendrys http://reboot-responsiveness.com/de/ reboot: responsiveness ist eine Kooperation von: reboot: responsiveness wird unterstützt von:
  • Künstlergespräch: Guilty Curtain Künstler*innengespräch, 17.10.2021
    Oren Pinhassi: One in the mouth and one in the heart, 2018. Installationsansicht Kölnischer Kunstverein, 2021. Courtesy: der Künstler und Edel Assanti, London. Foto: Mareike Tocha.
    So 17. Okt 2021, 16 – 18 Uhr
    Mit Naama Arad, Noa Glazer und Oren Pinhassi
  • Symposium: Parität, Diversität und Solidarität im Kunstbetrieb, 7. – 8.10.2021
    Do 7. Okt 2021 – Fr 8. Okt 2021
    Parität, Diversität und Solidarität im Kunstbetrieb Vorträge und Dialoge von und mit Michael Annoff, Maximiliane Baumgartner, Madeleine Bernstorff, Gürsoy Doğtaş, Pary El-Qalqili, Ewa Majewska, Stephanie Marchal, Chus Martínez, Nadine Oberste-Hetbleck, Bahareh Sharifi und Brigitte Sölch Donnerstag, 7.10.2021, 18 – 21 Uhr Ort: Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf Freitag, 8.10.2021, 10 – 17 Uhr Ort: Kölnischer Kunstverein >> Das vollständige Programm finden Sie unter folgendem Link zum Download. Eintritt frei, keine Voranmeldung erforderlich Für die Teilnahme ist ein Nachweis eines negativen Corona-Tests oder ein Impf- bzw. Genesenennachweis erforderlich.  Eine Kooperation zwischen dem Kunstgeschichtlichen Institut und dem Marie Jahoda Center For International Gender Studies (MaJaC), Ruhr-Universität Bochum und reboot: responsiveness, Kölnischer Kunstverein und Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf Organisiert von Eva Birkenstock, Nikola Dietrich, Viktor Neumann und Änne Söll 100 Jahre ist es her, dass Frauen an den staatlichen Kunstakademien zugelassen wurden und damit ein Meilenstein innerhalb des langen Professionalisierungskampfes von Künstlerinnen in Deutschland getan wurde. Weiblichkeit fungiert dabei bis in die Gegenwart als eine von vielen, häufig miteinander verschränkten, hierarchisierenden und ausschließenden Kategorien, die seit jeher auch in transnationalen Kunstinstitutionen etabliert und konstruiert werden. Obwohl sich ab den 1950er Jahren zumindest ein kontinuierlicher Anstieg der Präsenz von Frauen an deutschen Kunstakademien verzeichnen lässt, hielt ihre Benachteiligung im Kunstbetrieb an. In Reaktion darauf widmete sich ein Teil der Frauenbewegung der 1970er Jahre – gemeinsam mit ihren Verbündeten aus anderen Freiheitsbewegungen – sowohl theoretisch als auch künstlerisch der Bekämpfung der institutionalisierten Ungleichheit der Geschlechter; Schwarze Frauen zusammen mit Frauen of Color unterstrichen dabei von Beginn an die Intersektionalität von strukturellen Ausschlussmechanismen. Zwar zeigen Studien minimale paritätische Veränderungen innerhalb des Feldes der zeitgenössischen Kunst seit den 1990er Jahren, doch sind Ungleichheiten weiterhin allgegenwärtig. Inwiefern die in allen Bundesländern vorgesehenen Frauen- oder Gleichstellungsbeauftragten das Kunstsystem zu transformieren vermögen, bleibt offen. Denn durch fortbestehende patriarchalische, anti-soziale und rassistische Strukturen und die daraus resultierenden Machtgefälle wird der Mythos des – weißen, heterosexuellen, cisgender und ‚fähigen’ – männlichen Genies in allen Bereichen des Feldes nur sehr zögerlich destabilisiert. Während des Symposiums werden sowohl Ursachen hinsichtlich verschränkter Machtstrukturen und Ausgrenzungsmechanismen analysiert als auch Vorschläge diskutiert, die diese zu überwinden vermögen. Wie kann eine Gleichstellung im Kunstbetrieb erreicht werden, die von Anfang an Faktoren wie Migrations- und Bildungshintergrund, sexuelle Orientierung und körperliche und neuronale Differenz von Beginn an mitbedenkt? Der Auftakt der Veranstaltung findet am 7. Oktober 2021 im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf statt. Anhand eines von Madeleine Bernstorff zusammengestellten und kommentierten Screenings zur Suffragettenbewegung Anfang des 20. Jahrhunderts sowie einer Keynote Lecture der feministischen Philosophin und Autorin Ewa Majewska wird der zeitliche und inhaltliche Rahmen des Symposiums vorgestellt. Ausgehend von den Aktionen der Guerilla Girls zur Gleichstellung in Kunstinstitutionen wird Majewska aktuelle Strategien des Widerstands, wie sie von Kunstinstitutionen in Polen erprobt und praktiziert werden, präsentieren. Sie schlägt vor, simplifizierende Konzeptionen von Parität zu Gunsten von dringlichen intersektionalen und dekolonialen Perspektiven aufzugeben. Der zweite Teil des Symposiums findet am 8. Oktober 2021 im Kölnischen Kunstverein statt und vereint Vorträge und Dialoge zwischen Denker:innen, Künstler:innen und Kulturproduzent:innen. Der erste Block widmet sich zunächst historischen Exkursen über die Prozesse, Problematiken und Potentiale von Gleichstellung im Kunstbetrieb: Brigitte Sölch (Universität Heidelberg) wird die Situation von Kunsthistorikerinnen um 1900 beleuchten und das DFG-Netzwerk „Kunsthistorikerinnen vor 1970“ vorstellen. Nadine Oberste-Hetbleck (Universität zu Köln) gibt Einblick in die Bestände des Zentralarchivs für deutsche und internationale Kunstmarktforschung. Die Künstlerin Maximiliane Baumgartner erzählt von aus dem kunsthistorischen Kanon ausgeklammerten und trans-temporalen Solidarisierungen. In einem zweiten Block untersuchen Stephanie Marchal (Ruhr-Universität Bochum) am Beispiel der Kunstkritik und Chus Martínez (FHNW Basel) ausgehend von der künstlerischen Ausbildung institutionalisierte Ungleichheiten und eröffnen Überlegungen zu kunsthistorischen Revisionen und strukturellen Transformationen. In einem abschließenden Block, moderiert von Gürsoy Doğtaş (Universität für angewandte Kunst, Wien), beschreiben der Kurator Michael Annoff, die Regisseurin Pary El-Qalqili und die Programmleiterin von Diversity Arts Culture Bahareh Sharifi wie Diskriminierungen miteinander verknüpft sind, hinterfragen das Diversitätsverständnis des Kunstsystems und diskutieren über die Notwendigkeit eines institutionellen Verhaltenskodex und weiterer struktureller Veränderungen. reboot: responsiveness Der Kölnische Kunstverein und der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf präsentieren gemeinsam reboot: – ein kollaborativer, zyklischer, antirassistischer und queer-feministischer Dialog zwischen performativen und forschungsbasierten Praktiken. Der erste Zyklus, reboot: responsiveness, geht von den Sehnsüchten, Ängsten und Hoffnungen aus, die durch die aktuelle Pandemie verstärkt werden. An zwei unterschiedlichen, jedoch miteinander verbundenen Orten, die sich gegenseitig unterstützen, ergänzen und herausfordern, bietet reboot: responsiveness Infrastrukturen für provisorische Inszenierungen, Proben, prozesshafte Choreografien und Begegnungen rund um Themen wie Präsenz, Intimität, Fürsorge und Verantwortung. reboot: responsiveness entwickelt Aktivitäten gemeinsam mit einem Kernkollektiv bestehend aus Alex Baczynski-Jenkins, Gürsoy Doğtaş, Klara Lidén, Ewa Majewska, Rory Pilgrim, Cally Spooner und Mariana Valencia. Mittels verschiedener Formate und gemeinsam mit weiteren eingeladenen Gästen und dem Publikum in Köln und Düsseldorf werden diese Künstler:innen und Denker:innen Wege ergründen, einander Zeit zu widmen und zeitgemäß mit Zeit zu performen, alternative Vokabulare, Archive, Gesten, Bewegungen und Übersetzungen zu entwickeln, Ressourcen und Ideen zu teilen und weiterzugeben, und Modi des Widerstands und des Miteinanders als Antwort auf die aktuelle Situation, in der wir leben, zu finden. reboot: Konzipiert von Eva Birkenstock, Nikola Dietrich und Viktor Neumann Kernkollektiv: Alex Baczynski-Jenkins, Gürsoy Doğtaş, Klara Lidén, Ewa Majewska, Rory Pilgrim, Cally Spooner und Mariana Valencia Graphikdesign von Sean Yendrys http://reboot-responsiveness.com/de/   reboot: responsiveness ist eine Kooperation von: reboot: responsiveness wird unterstützt von:
  • Vermittlung, Führung: Führung durch die Ausstellung Guilty Curtain, 6.10.2021
    Guilty Curtain, 2021. Installationsansicht Kölnischer Kunstverein, 2021. Courtesy: die Künstler*innen, Stiftung Kunstfonds und Becker-Biberstein Collection, Tel Aviv. Foto: Mareike Tocha.
    Mi 6. Okt 2021, 17 – 18 Uhr
    mit Nikola Dietrich, Direktorin Kölnischer Kunstverein
  • zu Gast: Literaturhaus – Yaa Gyasi: Ein erhabenes Königreich, 30.9.2021
    Yaa Gyasi, Foto: Peter Hurley, The Vilcek Foundation.
    Do 30. Sep 2021, 19:30 – 21 Uhr
    Die ghanaisch-US-amerikanische Schriftstellerin Yaa Gyasi und ihr zweiter Roman Ein erhabenes Königreich(DuMont): Der frühe Tod ihres Bruders und die Depression der Mutter haben dazu geführt, dass Gifty als erwachsene Frau ihren Glauben gegen die Neurowissenschaften eingetauscht hat. Die bewegende Geschichte einer ghanaischen Einwandererfamilie in Alabama, nominiert für den Women’s Prize for Fiction 2021. Als Kind bat Gifty ihre Mutter, die Auswanderergeschichte der Eltern von Ghana nach Alabama zu erzählen, um sie sich wie eine Heldenreise, ein Märchen, eine Erfolgsgeschichte vorstellen zu können. Als ihr Vater und ihr Bruder der harten Realität des Einwandererlebens im amerikanischen Süden erliegen, werden aus ihrer vierköpfigen Familie zwei – und das Leben, von dem Gifty träumte, entgleitet ihr. Jahre später sucht sie verzweifelt nach Antworten auf die Heroinsucht ihres Bruders. Doch als ihre depressive Mutter bei ihr einzieht, wird Gifty klar, dass die Wurzeln ihrer Traumata weiter reichen, als sie jemals dachte. Die Geschichte ihrer Familie über Kontinente und Generationen hinweg zu verfolgen, führt sie tief in das dunkle Herz des modernen Amerikas. »Ein Buch von strahlender Brillanz« (Washington Post). Veranstalter: Literaturhaus Köln Veranstaltungspartner: DuMont Verlag, stimmen afrikas / Allerweltshaus Köln e.V. Corona-Hinweis Die Veranstaltung richtet sich nach den aktuellen Corona-Maßnahmen der Stadt Köln, Informationen finden Sie unter www.stadt-koeln.de Für Ihren Besuch denken Sie bitte an Folgendes:
    • Es gelten die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske sowie das Abstandsgebot.
    • Der Einlass erfolgt gegen Vorlage eines tagesaktuellen Negativtestergebnisses oder eines entsprechenden Nachweises über eine vollständige Impfung oder Genesung in Verbindung mit einem amtlichen Ausweisdokument. Ein Test vor Ort ist nicht möglich.
      Ort: Kölnischer Kunstverein, Hahnenstraße 6 | Literaturhaus Köln virtuell Eintritt: 11,- / 9,- € | Mitglieder: 7,- € als Online-Veranstaltung: 5,- € Tickets ausschließlich erhältlich über Offticket
  • zu Gast: Literaturhaus – Douglas Stuart: Shuggie Bain, 29.9.2021
    Douglas Stuart, Foto: Martyn Pickersgill.
    Mi 29. Sep 2021, 19:30 – 21 Uhr
    Booker Prize-Gewinner Douglas Stuart und sein hochgelobtes Debüt Shuggie Bain (Hanser Berlin) im Literaturhaus! Es ist die Geschichte von Shuggie, der im verarmten Glasgow der 1980er-Jahre mit der Alkoholsucht der Mutter und gegen die totale Perspektivlosigkeit kämpft. Über den tieftraurigen und zugleich zärtlichen Roman, über die Unbarmherzigkeit der Armut und die Grenzen der Liebe spricht Julian Hanebeck mit dem Autor. Stefko Hanushevsky liest aus der Übersetzung von Sophie Zeitz. »Gewagt, erschreckend und lebensverändernd«, beschreibt die Jury des Booker Prize das atemberaubende Debüt des schottischen, in New York lebenden Modedesigners und Schriftstellers Douglas Stuart, der im Roman seine eigene Lebensgeschichte verarbeitet. Shuggie, Kind einer Arbeiterfamilie im Glasgow der 80er-Jahre, ist anders als die Gleichaltrigen in seiner von brutalen Beziehungen geprägten Umwelt. Seine Liebe gehört allein der Mutter, die der grauen Welt Schönheit, Würde und Stilbewusstsein entgegensetzt. Doch die strahlende Frau verfällt dem Alkohol. Shuggie glaubt, sie retten zu können, wenn er sein Bestes gibt. Zugleich ist er auf der Suche nach seiner eigenen Identität. Die internationale Entdeckung des Jahres, eine kraftvolle und wichtige Geschichte. Veranstalter: Literaturhaus Köln Veranstaltungspartner: Hanser Berlin Corona-Hinweis Die Veranstaltung richtet sich nach den aktuellen Corona-Maßnahmen der Stadt Köln, Informationen finden Sie unter www.stadt-koeln.de Für Ihren Besuch denken Sie bitte an Folgendes:
    • Es gelten die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske sowie das Abstandsgebot.
    • Der Einlass erfolgt gegen Vorlage eines tagesaktuellen Negativtestergebnisses oder eines entsprechenden Nachweises über eine vollständige Impfung oder Genesung in Verbindung mit einem amtlichen Ausweisdokument. Ein Test vor Ort ist nicht möglich.
      Ort: Kölnischer Kunstverein, Hahnenstraße 6 | Literaturhaus Köln virtuell Eintritt: 11,- / 9,- € | Mitglieder: 7,- € als Online-Veranstaltung: 5,- € Tickets ausschließlich erhältlich über Offticket
  • Seminar: Ewa Majewska - Coronaseminar 4. How do we stay with the trouble?, 29.9.2021
    Mi 29. Sep 2021, 18 – 20 Uhr

    Ewa Majewska
    Coronaseminar 4. How do we stay with the trouble?
    Online-Zoom (in englischer Sprache)
    mit David Liver, Künstler

    Teilnahme-Link: https://us02web.zoom.us/j/86307280916?pwd=RG9hUTdDbmYvUzhPY3E2M2RPWFpaZz09
    Meeting-ID: 863 0728 0916
    Kenncode: 940123

    Wie vermeiden wir in der gegenwärtigen Situation politischer und ökologischer Dystopien das, was Donna Haraway treffend als Melancholie und den Glauben an einfache technische Lösungen bezeichnet? Wie bleiben wir unruhig? Wie schlagen wir uns durch die Dunkelheit? Künstler:innen sind bekannt für ihre Fähigkeit des ‚Unruhig-Bleibens‘, und so werden wir einen von ihnen, David Liver, zu seiner Art des Unruhig-Bleibens befragen. Wir planen, die Strategien des Unruhig-Bleibens gemeinsam zu diskutieren, und werden uns dann Haraways spezifischeren Interpretationen der Schwierigkeiten im Chthuluzän zuwenden. Wir werden dieses Coronaseminar mit einer weiteren Diskussion abschließen – diesmal über die Rolle der Kunst und der Kunstinstitutionen in diesen schwierigen Zeiten, in denen die Pandemie eine von vielen Unruhen ist, die wir aushalten müssen.

    David Liver ist bekannt für seine entmaterialisierte Kunst und für seine obskuren Bilder, in denen er Satire, Autobiografie im Gonzo-Stil und schwarzen Humor einsetzt. Seine jüngste Arbeit ist Voice Over, eine vom Europarat und dem KANAL – CENTRE POMPIDOU in Brüssel herausgegebene Online-Künstlerzeitschrift. Liver schreibt, produziert und führt Regie für Urubu Films. Aktuell arbeitet er an dem Dokumentarfilmprojekt „Tuli Tuli Tuli, 1001 ways of being joyfully revolted“ über den Beat-Helden und Fugger Tuli Kupferberg, der in Zusammenarbeit mit dem kanadischen Regisseur Thomas Burstyn entstanden ist. http://www.the-david-liver.com

    Text: Donna Haraway im Gespräch über das Buch „Staying with the Trouble”, in: Artforum, 2016, https://www.artforum.com/interviews/donna-j-haraway-speaks-about-her-latest-book-63147 


    reboot: responsiveness
    Der Kölnische Kunstverein und der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf präsentieren gemeinsam reboot: – ein kollaborativer, zyklischer, antirassistischer und queer-feministischer Dialog zwischen performativen und forschungsbasierten Praktiken.

    reboot:
    Konzipiert von Eva Birkenstock, Nikola Dietrich und Viktor Neumann
    Kernkollektiv: Alex Baczynski-Jenkins, Gürsoy Doğtaş, Klara Lidén, Ewa Majewska, Rory Pilgrim, Cally Spooner und Mariana Valencia
    Graphikdesign von Sean Yendrys

    http://reboot-responsiveness.com/de/


    Nächster Termin der Coronaseminare – reboot: edition

    Coronaseminar #5. Reboot solidarity together.
    20. Oktober 2021


    reboot: responsiveness ist eine Kooperation von:


    reboot: responsiveness wird unterstützt von:

  • zu Gast: Kammerkonzerte im Kunstverein – 4. Konzert, 8 Celli, 25.9.2021
    Sa 25. Sep 2021, 18 – 21 Uhr
    Klanggewaltiges Cello-Ensemble Acht herausragende Kölner Cellistinnen und Cellisten kommen in diesem Konzertprojekt zusammen, um den beeindruckenden Klang von acht Celli im Ensemble auf die Bühne zu bringen. Kein anderes Streichinstrument ist so vielseitig und beherrscht hohe wie tiefe Register genauso wie gesangliche Melodien, Bassfundament und schnelle Rhythmen. Als Musikmetropole mit drei großen Sinfonie-Orchestern, zahlreichen renommierten freien Ensembles und Kammerorchestern und nicht zuletzt bekannten Dozent*innen an der Musikhochschule, ist Köln ein traditioneller Hotspot großer Cellist*innen. Die freie „Cello-Szene“ ist beeindruckend in ihrer Dichte und Qualität – 8 Celli möchten dies dem Publikum näher bringen, indem sie einige dieser Protagonisten zusammenführen. Wir hoffen, damit auch den Startschuss für eine langfristige Etablierung dieses neuen und besonderen Kölner Ensembles zu geben. Besetzung: Jonathan Weigle, Emanuel Wehse, Charles-Antoine Archambault, Tobias Sykora, Elif Dimli, Moritz Benjamin Kolb, Jola Shkodrani, Lena Kravets (Künstlerische Leitung) Programm: Programm: Barocke Concerti von Antonio Vivaldi, romantische Werke von Sergei Rachmaninoff und Tangokompositionen von Astor Piazzolla. Preise: 19,50 Euro inkl. VVK Gebühr, ermäßigt (Schüler, Studenten, KölnPass-Inhaber) 12,- Euro inkl. VVK Gebühr, Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt. Der Vorverkauf startet zur Zeit jeweils drei Wochen vor den jeweiligen Konzertterminen. Karten sind auf KölnTicket erhältlich: www.koelnticket.de Infos & Link zum VVK unter: www.koelner-klassik-ensemble.de Über die Konzertreihe: Die Musikmetropole am Rhein ist Heimatort zahlreicher international anerkannter Musikerinnen und Musiker. Mit ihrer Vielfalt und Qualität hat sich dabei die freie Kölner Kammermusikszene weltweit höchstes Ansehen erspielt. Die Kammerkonzerte im Kunstverein geben diesen Spitzenensembles aus Köln und NRW nun ein festes Schaufenster in ihrer Heimatstadt. Ab 2020 finden jährlich sechs Konzerte, jeweils Samstag Abends um 18 Uhr, im Riphahnsaal des Kölnischen Kunstvereins statt. Zentral am Neumarkt bietet der Riphahnsaal mit seiner offenen, schönen Architektur eine hervorragende Akustik für Kammermusik der internationalen Spitzenklasse. Die Verbindung von zeitgenössischer, bildender Kunst und der epochenübergreifenden Kammermusik setzt ein Symbol für die Einheit von Kunst, ihrer Vielfältigkeit und Aktualität und verspricht ein einzigartiges Ambiente. <